Fischer's analogy to Cold War 1.0 is a red herring. The threat which the Chinese Communist Party poses to peace within and outside 🇨🇳 can not be directly compared to the former USSR. It is a different kettle of fish. What I find worrisome is how Fischer misrepresents the CCP /2
Fischer describes 🇨🇳 as "a market economy under Leninist auspices". This "hybrid character" supposedly explains China's "success story" and its ability to overtake the 🇺🇸 technologically and economically by 2030. The many costs of China's political system do not feature at all /3
Fischer seems unaware of the increasingly predatory nature of the Chinese party-state, with rampant rent seeking and systemic corruption in state & society; business; food industry; education; health care; journalism etc. Neither does me mention Xinjiang, Hong Kong and Taiwan /4
But Fischer does not concern himself with the way China is governed. He views 🇨🇳 exclusively through the prism of US-China great power rivalry. He ridicules any attempts to either change or contain CCP-led China and suggests unconditional cooperation as a simplistic solution /5
Fischer justifies unconditional China engagement with reference to climate change & pandemic mitigation. China's over-reliance on and investment in coal isn't mentioned, neither does he seem concerned about the initial cover-up of Covid-19 in Wuhan. He is completely uncritical /6
Fischer could have discussed the systemic competition between democracies & autocracies independently from US-China great power rivalry. This would have required him to critically assess the relationship between 🇩🇪 and 🇨🇳. But he does not comment on this crucial relationship /7
Fischer's silence on Sino-German relations is odd. While he mentions "economic dependencies" on China's market he fails to offer remedies. But doesn't Made in China 2025 directly challenge 🇩🇪's Industry 4.0? Doesn't Covid-19 show the weakness of global supply chains? @Der_BDI /8
And what are Fischer's views on the Chinese Communist Party's hybrid interference in 🇩🇪? What we are witnessing is what Mikael Wigell @MWigell calls a "'wedge strategy' (...) a policy of dividing a target country or coalition, thereby weakening its
counterbalancing potential" /9
We can already see that the CCP's globalised censorship regime leads to self-censorship. 🇩🇪 culture, academia, media & publishing (the CAMP sectors) are all vulnerable to hybrid interference by state and non-state actors under CCP control. Is Fischer unaware of these threats? /10
Former German Foreign Minister Joschka Fischer has a special responsibility to inform the public about threats to our democratic system. His op-ed in @China_table is not only ill-informed but also obfuscates the challenge at hand. This undermines our #democratic#deterrence /11
In my @china_table op-ed from 6 April 2021 I argued for a paradigm shift in German China policy (see Twitter 🧵 below). In the following I will add specific policy recommendation for Germany's economic and political relationship with CCP-led China /12
To reduce 🇩🇪 dependency on 🇨🇳's market we need partial decoupling and reshoring of key industries, e.g. pharmaceutical manufacturing. German companies in key sectors like education, health, energy, water, transport & communication should be protected from Chinese takeovers /13
And to dissuade the Chinese Communist Party's hybrid interference in Germany we should heed the advice by @MWigell and develop "counter-measures against the hybrid influencing toolbox of clandestine diplomacy, geo-economics and disinformation" /14 fiia.fi/en/publication…
As @MWigell rightly points out "liberal democratic values (...) can be turned into strengths and tools for a credible deterrence response against hybrid aggressors, all the while making our Western democracies more robust and resilient." /15
Wigell recommends a two-pronged democratic deterrence strategy which relies on "deterrence by denial: improving democratic resilience" and "deterrence by punishment: discovering democratic compellence". They both require a whole-of-society approach & the drawing of red lines /16
Let me conclude. Fischer's op-ed in @china_table is emblematic of the very superficial China discourse among members of Germany's political establishment, both past and present. His musings are also largely divorced from the real-world challenges we face with CCP-led China /End
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Ich habe mir immer große Gedanken zu meiner Positionalität in der Chinaforschung gemacht. Dass #Heberers Maoismus in der Sinologie zwar bekannt war, aber nicht ausreichend problematisiert wurde, halte ich für einen Skandal. Journalisten sollten ihn auf den #KBW ansprechen /1
Es geht auch anders. Der Ex-Maoist und spätere Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried #Kretschmann hat sich eindeutig von seiner früheren Mitgliedschaft im Kommunistischen Bund Westdeutschland #KBW distanziert. Damit hat er selbstkritische Reflexivität bewiesen /2
Eine vergleichbare öffentliche Distanzierung von seiner maoistischen Vergangenheit hat Heberer meines Wissens nie geleistet. Ich halte das gerade im wissenschaftlichen Bereich für inakzeptabel. Im Folgenden möchte ich erklären, warum dieses Versäumnis von hoher Relevanz ist /3
Ein ausgesprochen problematisches Interview ist in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienen. Alexander #Armbruster lässt den umstrittenen Sinologen Thomas #Heberer seine fragwürdigen Thesen ausbreiten, ohne mal kritisch nachzuhaken. Ein kurzer 🧵/1 faz.net/aktuell/wirtsc…
Besonders schlimm ist der Titel des Interviews: „China ist kein Feind“. Freund/Feind-Kategorieren sind uns im demokratischen Diskurs fremd. Wenn überhaupt wird die Kommunistische Partei Chinas im deutschen Diskurs als Bedrohung bezeichnet /2
Sehr problematisch finde ich an diesem Framing auch, dass hier keinerlei Unterscheidung zwischen dem politischen Regime und der chinesischen Bevölkerung vorgenommen wird. Letztere hat aber keinen Einfluss darauf, wie das Land regiert wird /3
Wie kommt es, dass in Deutschland so viele Menschen die Schattenseiten von Autokratien nicht sehen wollen - oder schlimmer noch - als gegeben hinnehmen? In diesem 🧵 geht es um deutsche Befindlichkeiten: von Lebenslügen über Selbstzensur bis hin zu Selbstvasallisierung /1
Um zu verstehen, wo Deutschland falsch abgebogen ist müssen wir uns mit dem Architekten der Autokratieblindheit beschäftigen: Egon Bahr. Der Berater von Willy Brandt hatte eine sehr eigenwillige Theorie des Wandels, die er 1963 in seiner Tutzinger Rede wie folgt beschrieb: /2
"Das Vertrauen darauf, daß unsere Welt die bessere ist, die im friedlichen Sinn stärkere, die sich durchsetzen wird, macht den Versuch denkbar, sich selbst und die andere Seite zu öffnen und die bisherigen Befreiungsvorstellungen zurückzustellen.” /3
Eine neue China-Kommission des Bundestages soll "möglichst im Konsens" prüfen, wie die deutschen Energie- und Rohstoffimporte verbessert werden können und ob Änderungen im Außenwirtschaftsrecht notwendig sind. Aber kann das klappen? Ein kurzer 🧵 /1 bundestag.de/dokumente/text…
Auffällig an der Gesamtzusammensetzung ist, dass der Schwerpunkt deutlich stärker auf Akteuren aus den Bereichen Wirtschafts- und Handelspolitik (BDI, DIHK, IW Köln, IfW Kiel, DIN, DGB) liegt als auf Experten für Sicherheit, Menschenrechte oder Politikwissenschaft /2
Zwar sind auch Wissenschaftsinstitutionen (Leopoldina) und Think Tanks dabei (DGAP, MERICS, SWP, IISS), aber Diaspora-Organisationen wie Freiheit für Hongkong e.V. sucht man vergeblich (die 2024 eine kritische Studie zu ‘De-Risking’ veröffentlicht hat) /3 freiheithk.de/report_towntwi…
Überzeugungstäter, Unterinformierte und China-Experten: diese Dreifaltigkeit hält in Deutschland China-Mythen am Leben, die einem Fakten-Check nicht standhalten. Ein kurzer 🧵zu meiner neuen Serie /1
Beim Thema 🇨🇳 verstricken sich 🇩🇪 Eliten immer wieder in einem Netz aus Profit und Eigennutz. Bei ihren Äußerungen spielen Ideologie, Interessen oder Identitätsfragen häufig eine zentrale Rolle. China nutzt die Naivität, Selbstgefälligkeit und den Egoismus deutscher Eliten aus /2
Trotz unfairer Handelspraktiken und transnationaler Repression wird 🇨🇳 von ihnen weiterhin als verlässlicher #Partner bezeichnet. Die Kosten für unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Freiheit werden ignoriert. Durch Trump II erhält Anti-Amerikanismus weiter Auftrieb /3
Der China-Experte #Sandschneider wettert gegen Wadephul - gleiche Appeasement-Logik wie bei #Mützenich. Fehlschlüsse ohne Ende. Warum diese merkwürdigen China-Debatten? Ein kurzer 🧵/1 thepioneer.de/originals/othe…
Sandschneider benutzt ein falsches Dilemma: "Die Politik muss sich ... entscheiden: zwischen Dialog und Konfrontation." Das ist Quatsch. Es ist kein Entweder-Oder. Die KPCh kritisiert uns ja auch häufig und handelt dennoch mit Europa. Warum sollte das anders herum nicht gehen? /2
"Wer auf Dialog angewiesen ist", behauptet Sandschneider, "sollte diplomatische Affronts vermeiden". Stimmt nicht. China führte jahrelang Wolf-Warrior-Diplomatie. Hat Deutschland daraufhin die Beziehungen abgebrochen? Natürlich nicht. Warum dann vor Peking kuschen? /3