Gerade die GEW-Studie "Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen in Deutschland" quergelesen (ist ja Kernkompetenz in Wissenschaft). Wer sich gruseln will, liest selber nach. Hier nur ein paar Gedanken dazu #ichbinhanna 1/x
1. In NRW ist das wissenschaftliche Personal zwischen 2006 und 2018 um 2/3 (In Worten: Zwei Drittel) gewachsen. Das korreliert mit dem Anstieg der Studierenden, aber nicht mit dem seichten Anstieg unbefristeter Stellen. Wirkt wie Wissenschaft in Franchise-Manier: 2/x
Du darfst den Namen der Uni im Briefkopf tragen, aber ansonsten bist du auf dich allein gestellt. 2. Zur Personalentwicklung gehört auch der Punkt "Personalaustritt". Jeder, der schon mal mit dem Begriff "Projektverantwortung" nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses 3/x
konfrontiert wurde, weiß in etwa, was Unis sich da einfallen lassen können. Nun ist das natürlich ein ganz normaler Punkt in der Personalentwicklung, die für Unternehmen entwickelt wurde. Nur: die Fluktuation an Unis ist eine ganz andere.Ihr erinnert euch an die unbefristeten 4/x
Stellen? Das führt mich zu 3. Liebe Professor:innen: Wie könnt ihr eigentlich mit der Last auf den Schultern leben, die die Uni euch in Bezug zum Personal aufbürdet? Ihr seid ja quasi für alles verantwortlich! Da wären wir wieder beim Franchise. 4. Warum gibt es auf der 5/x
wissenschaftlichen Karriereleiter eigentlich nur Nachwuchs oder Senior xy? Und wer hat der RWTH Aachen gesagt, dass University Reader eine gute Jobbezeichnung wäre? Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Das bringt mich zum letzten Punkt und der macht mich wütend. 6/x
Aus der mit Zitaten von Hochschulpapieren gespickten Studie geht eines deutlich hervor: Die Unis wissen, was los ist. Sie wissen schon lange um das Problem der Befristungen und das einzige, was sie machen, ist: Micromanagement. Kleine Feuer löschen, 7/x
den Wald aber abfackeln lassen. Und das ist der vermutlich einzige Unterschied zum Franchise-System. 8/x