Ich struggele seit gestern damit, wie ich euch am besten meine Dissertation erkläre. Fange ich mit meinem Thema an - und gehe dann darauf ein, wie ich genau arbeite? Oder starte ich mit der Methode und mache dann mit dem Thema weiter?
Vielleicht gelingt mir ja beides gleichzeitig 😉
➡️"Die Debatte um die Technikfeindlichkeit in der Bonner Republik" - ein 🧵.
Vorwarnung: It’s a long one.
(Disclaimer vorab: Ich versuche, jedes Bild und GIF mit einem Beschreibungstext zu versehen - das Posten des gesamten Threads könnte also etwas dauern.)
Beginnen wir mit meinem (zugegebenermaßen etwas gestochenem) Arbeitstitel:
- "Bonner Republik" bedeutet grob Westdeutschland zwischen 1949 und 1989
- "Debatte" steht hier bewusst, weil ich den Begriff "Technikfeindlichkeit" sehr kritisch sehe. Warum genau, das erkläre ich noch.
Wobei, vielleicht kann ich schon etwas vorgreifen: Mit verschiedenen Headlines in der @faznet von Anfang der 1980er...
... und den ersten Sätzen eines Berichtes einer Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages von 1997:
Zwischen den Entstehungszeitpunkten dieser Bilder liegen grob 16 Jahre - und genau mit diesen 16 Jahren beschäftige ich mich in meiner Doktorarbeit. Oder genauer: Mit einer Debatte in diesen 16 Jahren, an die sich heute nur noch sehr wenige Menschen erinnern.
Und diese Debatte veranschaulicht (zumindest für mich) vieles: Wie das politische Klima in der BRD in den 1980ern war, warum 1997 ein solcher Bericht veröffentlicht wurde - aber auch, wie politisches Framing und mediale Aufmerksamkeit in einer Demokratie funktionieren.
Die Idee zu meinem Thema kam mir übrigens in Folge der Proteste um Stuttgart 21. Bei uns in Baden-Württemberg damals ein riesiges Thema - und den Menschen, die gegen das Bahnhofsprojekt waren, wurde immer wieder "Technikfeindlichkeit" vorgeworfen.
Es gab Thinkpieces, Leserumfragen, ob "die Deutschen technikfeindlicher werden" und vieles, vieles mehr. Hinein spielte auch, dass die damalige schwarz-gelbe Koalition über eine Laufzeitverlängerung der AKWs diskutierte - quasi ein Ausstieg aus dem Ausstieg.
Im Studium war ich immer wieder auf alte Aufsätze aus den 1980ern gestoßen, in denen über “Technikfeindlichkeit” diskutiert wurde - und ich fand die Frage spannend, ob es Parallelen zwischen diesen Debatten und der Gegenwart gibt.
Spannend fand ich auch die Frage, ab wann wirklich von “Technikfeindlichkeit” gesprochen werden kann. Bin ich technikfeindlich, wenn ich AKWs ablehne - aber mir ständig neue digitale Gadgets zulege? Wie sieht es aus, wenn ich gerne Auto fahre, aber ungerne Fahrrad?
Eine Person, der die meisten Menschen "Technikfeindlichkeit” zugestehen würden, ist Ted Kaczynski, der sogenannte "Unabomber". Aber wie sieht es mit einem Papst aus, der sich gegen Präimplantationsdiagnostik ausspricht? Sind beide gleichermaßen “technikfeindlich”?
Und so begann für mich ein langer Sturz in den Kaninchenbau, der mich mit historischer Semantik, Diskursgeschichte, Politologie, Umfrageforschung und vielem mehr in Verbindung bringen würde - ohne dass das jemals geplant war 🙈
Springen wir zurück an den Anfang der 1980er Jahre. Damals wurde sehr öffentlichkeitswirksam darüber berichtet, dass die Zahl der Studierenden in den Technikwissenschaften nachlassen würde.
Es begann eine ähnliche Debatte wie 2010: Große Headlines, Public Intellectuals melden sich mahnend zu Wort, in der Politik wird energisches Handeln gefordert. Sogar der Bundespräsident erwähnte es in einem Festvortrag.
Vor einer zunehmenden “Technikfeindlichkeit” warnten vor allem Politiker*innen aus der konservativen Opposition. Besonders wichtig war das Thema beispielsweise für Franz Josef Strauß, damals bayerischer Ministerpräsident, der es schon seit Ende der 1970er beackerte:
Warnende Worte gab es aber von so gut wie allen führenden Unions-Politiker*innen - auch Helmut Kohl, Heiner Geißler, Lothar Späth und vielen anderen. Und verantwortlich machten sie im Allgemeinen die regierende Koalition aus SPD und FDP, unter Kanzler Helmut Schmidt.
Nun ist es nicht so, dass es Warnungen nicht auch in der SPD gab: Die erste Erwähnung von "Technikfeindlichkeit" in einem Plenarprotokoll des Deutschen Bundestags habe ich in einer Regierungserklärung von Helmut Schmidt vom Juli 1979 gefunden:
Aber die amtierende Regierung war deutlich kritischer, was die Diagnosen einer sich ausbreitenden Technikfeindlichkeit anging - vor allem, da erste Expert*innen-Runden anzweifelten, ob die Diagnose so wirklich stimmte.
Und in einer gewissen Weise gab ihnen die Entwicklung der nächsten Jahre recht: Schon Ende 1981 setzte ein absoluter RUN auf Ingenieurstudiengänge ein - so extrem, dass zeitweise sogar überlegt wurde, einen Numerus clausus für sie einzuführen.
Scheinbar reichte für viele junge Menschen die bloße Info aus, dass es zu wenig Ingenieure gebe, um sie dazu zu bewegen, ein vielversprechendes Studienfeld mit potenziell vielen offenen Stellen zu wählen.
Mitte 1982 hielt die @SZ fest:
"Was aber bleibt dann noch von Oberstufenschelte und Technikfeindlichkeit? Selten ist eine populäre bildungspolitische Kampagne so schnell in sich zusammengefallen […]"
("Das Ende einer Kampagne". In: Süddeutsche Zeitung, 02.06.1982)
[Anmerkung: Falls ihr euch über die sagen wir mal eklektische Mischung an Bildern wundert: Ich screenshote mich gerade wild durch fünf verschiedene Powerpoints aus den letzten Jahren ^^]
Man könnte vermuten, dass dies das Ende der Debatte gewesen wäre, richtig? Weit gefehlt - effektiv wurde das GANZE restliche Jahrzehnt über Technikfeindlichkeit diskutiert. Und das Thema spielte eine ziemlich wichtige Rolle bei den Bundestagswahlen 1983 und 1987.
Es gab einen größeren Methodenstreit in der Umfrageforschung, da ein Institut beharrlich "Technikfeindlichkeit" diagnostizierte und alle anderen ihm widersprachen. Es gab unzählige Bücher, Podiumsveranstaltungen - und auf Dauer auch immer mehr Studien (die meisten sehr kritisch).
In der Politik veränderte sich allerdings auf interessante Weise der Ton. Der rot-gelben Regierung wurde bis 1982 vorgeworfen, die "Technikfeindlichkeit" zu begünstigen; der oppositionellen SPD nach 1982 wurde hingegen vorgeworfen, selbst “technikfeindlich” zu sein.
In den Worten eines Bundestagsabgeordneten der Union in einer Plenardebatte von 1986:
Den Gewerkschaften wiederum wurde "Technikfeindlichkeit" vorgeworfen, wenn sie sich gegen weitergehende Automatisierung und Digitalisierung stemmten.
Den Grünen, die 1983 das erste Mal in den Bundestag eingezogen, wurde von buchstäblich allen anderen “Technikfeindlichkeit” vorgeworfen: Von Union, FDP, SPD, Gewerkschaften - und sogar den kleinen kommunistischen Parteien, die damals zusammen mit ihnen gegen AKWs demonstrierten.
Das Paradoxe: Aussagen, die sich ganz klar als “Anti-Technik” interpretieren lassen, habe ich bei den genannten Gruppen so gut wie keine gefunden. Dafür aber viele Disclaimer: Wir sind nicht gegen Technik an sich, haben aber ein Problem mit …
Es finden sich sehr viele ziemlich wütende Rechtfertigungen, warum es nicht technikfeindlich sei, Kritik an einer bestimmten Technologie zu äußern - aber fast nichts, was in die Richtung "Technik und Fortschritt sind abzulehnen" geht.
Vielleicht geht es euch beim Lesen dieses Threads ja wie mir am Anfang meiner Diss: Ich begann mich immer mehr zu fragen, ob das hier wirklich eine Diskussion um Technikakzeptanz ist - oder ob wir hier nicht eine Form von (ziemlich cleverem) politischem Framing beobachten.
Und ob wirklich alle der Leute, die eine zunehmende Technikfeindlichkeit beklagten, selbst an diese Diagnose glaubten - oder auf Dauer nicht einfach feststellten, dass der Vorwurf ziemlich effektiv war, weil die Angegriffenen ihm wenig entgegenzusetzen hatten.
Zumindest in Teilen der SPD wurde dies damals übrigens ernsthaft diskutiert. So analysierte im Vorfeld der BTW 1987 eine "Sprachkommission" die Semantik der Union - und versuchte Schwachstellen der SPD zu identifizieren: spiegel.de/politik/heimat…
Spannend fand ich, dass viele Wissenschaftler*innen in den 1980er Jahren vor dem Begriff “Technikfeindlichkeit” zurückzuschrecken begannen: Sie versuchten andere Begriffe zu etablieren: “Technikkritik”, “Technikangst”, “Technikdistanz”, “Technikferne”, “Technikpessimismus” etc.
Man könnte dies so interpretieren, dass im Laufe des Jahrzehnts vielen Leuten klar wurde, dass Vorwürfe der "Technikfeindlichkeit" zutiefst politisch sind und die Konfliktlinien offensichtlich entlang der Bundestagsfraktionen verliefen.
Was die Objektivität des Begriffs "Technikfeindlichkeit" in Frage stellte, da er offensichtlich vor allem im rechten Flügel der Unionsparteien beliebt war und von dort aus immer wieder aufgegriffen wurde.
----- Exkurs -----
Wie ich genau arbeite. Es ist… messy.
Das grobe Rezept: Man nehme möglichst viele zugängliche Online-Archive von großen Tageszeitungen, die Plenarprotokolle des Bundestags - einfach grob ALLES, was eine Volltextsuche zulässt - und wirft bestimmte Suchbegriffe hinein.
Wahlweise mittels Boole'scher Operatoren - oder mit Asterisken ("technikfeind*" - "technikkrit*" -"wissenschaftsfeind*") - je nachdem, was das entsprechende Onlinearchiv zulässt.
Die vierstellige (😅) Anzahl an Treffern überträgt man in verschiedene, mehr oder weniger gut organisierte Citavi-Projekte - und beginnt dann, sie gewissenhaft zu sichten, um sich einen Sinn daraus zu machen.
Falls das nach einer fantastischen Gelegenheit für quantitative Forschung klingt: Hmm - eher nein, manchmal aber auch ja.
Denn:
Ich habe keine Ahnung, ob eine Zeitung zuverlässig ALLE ihre Jahrgänge retrodigitalisiert hat - und wie gut deren OCR-Software war.
Außerdem wird es statistisch schwierig, wenn ein Suchbegriff in den Tausenden Artikeln eines Jahres zweimal auftaucht, in der Textmenge des Folgejahres viermal - das könnte man zwar plakativ als "Verdopplung" bezeichnen, aber im Gesamtkontext bleiben es lächerlich geringe Zahlen.
Manchmal werfe ich jedoch Kurven aus, da sie einen bestimmten Punkt gut verdeutlichen - quasi als eingeschränkte Faktenbasis für einen educated guess. Hier zum Beispiel als Beleg, dass “technikfeind*” vor Mitte der 1970er so gut wie nicht auftaucht:
Was darauf hindeutet, dass sich ab diesem Punkt unser Sprachgebrauch ein klitzekleines bißchen verändert hat. Ohne es am Anfang beabsichtigt zu haben, erwies sich die historische Semantik in den letzten Jahren als die beste Methode, um mein Thema zu bearbeiten.
Manchmal fühle ich mich beim Sichten all dieser Quellen wie ein Außerirdischer: BRD-Zeitgeschichte war vor der Diss nicht mein Spezialgebiet - und nun stoße ich quasi im Vorbeiscrollen auf Themen, die damals für zwei Wochen voll die Aufreger waren - und danach vergessen wurden.
----- Zurück zum Thema meiner Diss -----
Wie ging die Debatte um "Technikfeindlichkeit" denn nun zuende?
Nun - in gewisser Weise tat sie das nicht wirklich.
Klar, wissenschaftlich war das Thema irgendwann durch. Der schon erwähnte Bericht der Enquete-Kommission fasste 1997 die Ergebnisse der letzten Jahre zusammen - und die waren eben verneinend.
Und da viele Akteur*innen in der Debatte Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre in den Ruhestand gingen (oder wie FJS starben), gab es eine Art Bruch im Debattenverlauf - rund um die deutsche Wiedervereinigung.
Die vermutlich ebenfalls eine Rolle spielte, da sie für ein paar Jahre den politischen Diskurs komplett beherrschte - so zumindest interpretiere ich den Einbruch in dieser Kurve um 1990.
(Wobei es fairerweise sein könnte, dass zufälligerweise gleich mehrere Redaktionen diese Jahrgänge ziemlich schlampig retrodigitalisiert haben.)
Bei den Treffern nach 1990 fällt auf, dass sie meist nichts mehr mit der ursprünglichen Debatte zu tun haben. “Technikfeindlichkeit” ist nun so weit im Sprachgebrauch etabliert, dass der Begriff außerhalb seines ursprünglichen Kontextes verwendet werden kann.
Die wenigsten Menschen, die heute von "Technikfeindlichkeit" sprechen, werden dabei Assoziationen an Franz Josef Strauß, den Ingenieurmangel der frühen 1980er Jahre oder fast vergessene SPD-Kanzlerkandidaten haben.
Nichtsdestotrotz kriege ich alle paar Tage einen Google Alert: Eine Benachrichtigung, dass im Bundestag, in einem Blog oder einer Tageszeitung vor zu viel "Technikfeindlichkeit" gewarnt wurde.
So! Ich hoffe, ich war nicht zu langweilig, und ihr konntet etwas Nützliches und Spannendes aus diesem ewiglangen Thread ziehen 😅 Ein paar allgemeine Gedanken zum Schluß:
1.) Natürlich könnt ihr im Alltag von “Technikfeindlichkeit” sprechen - allerdings wollt ihr vielleicht die Info haben, dass ihr damit einen Begriff verwendet, der in den 1980ern durch konservative Politiker*innen im politischen Diskurs etabliert wurde.
Der dazu diente, Jugendliche als unverantwortlich und weltfremd darzustellen und die Sinnhaftigkeit von Umweltschutz anzuzweifeln.
2.) Auch rein semantisch spricht aus meiner Perspektive nichts dafür, von “Technikfeindlichkeit” zu sprechen - es ist einfach eine schlechte Kategorie. Ein bißchen, wie wenn man Leuten, die sich vor der Nosferatu-Spinne ekeln, “Tierfeindlichkeit” vorwerfen würde.
Wenn man so gut wie alle Technologien ablehnen muss, um "technikfeindlich" zu sein - dann ist niemand wirklich technikfeindlich. Wenn die Ablehnung einer einzelnen Technologie dafür ausreicht - dann sind wir es alle.
3.) Falls ihr um Akzeptanz für eine bestimmte Technologie werben wollt, solltet ihr Begriffe wie “Technikfeindlichkeit” vermeiden. Die lassen nämlich nicht nur die Argumente eurer Gegner*innen entgleisen - sondern auch eure, weil ihr plötzlich über etwas ganz anderes diskutiert.
Sehr viel besser: Die Metaebene “Technik” komplett aussparen - und stattdessen konkret darüber sprechen, was die Pro und Kontras dieser bestimmten Technologie sind.
Und das schreibe ich als jemand, der regelmäßig Leuten bestimmte Technologien erklären muss (und angesichts des allgemeinen Unverständnisses öfters mit den Zähnen knirscht) ^^
Falls ihr bis hierher gekommen seid: Vielen Dank fürs Lesen! 💙💙💙
--- End of 🧵 ---
• • •
Missing some Tweet in this thread? You can try to
force a refresh
Heute würde ich euch gerne etwas über "technische Mythenbildung" erzählen (🧵).
Konkret meine ich damit sowas wie urbane Legenden zu Wissenschafts- und Technik-Themen, die immer wieder weitererzählt und weiterverbreitet werden.
Einige solcher Anekdoten kennt ihr vielleicht - und möglicherweise habt ihr sie sogar selbst schon mal als Beispiel verwendet, um einen Gedankengang zu veranschaulichen.
Meine These: Technische Mythen sind weiter verbreitet als man denken könnte. Und sie beeinflussen unser Denken über Wissenschaft und Technik auf erstaunliche Weise - und vielleicht mehr, als wünschenswert wäre.
Sitze immer noch an meiner Satzfahne - zu den beruhigenden Klängen eines einstündigen Tracks namens "Peaceful Power Nap Music". Durch meine Masterarbeit brachte mich hingegen eine Playlist mit dem Titel "Overly Dramatic Essay Writing Music":
Solange ich hier sitze, sehr akribisch lese und gelegentlich die Stirn runzele, die Frage in die Runde: Hört ihr Musik beim Arbeiten - oder lenkt euch das eher ab? Und falls ersteres: Was ist die ideale Musik für euren Studien- oder Arbeitsplatz?
Lieblingszitat aus dem Abstract einer Studie im Journal "Psychology of Music" von 2005, die ich auf die Schnelle gefunden habe:
"Results indicated that state positive affect and quality-of-work were lowest with no music, while time-on-task was longest when music was removed."
Aktuell halten sich die Leute, die gerne mehr über meine eigene Forschung wissen wollen, grob die Waage mit denen, die mehr über Technikgeschichte erfahren wollen. Mein Vorschlag: Ich präsentiere euch heute in einem Parforce-🧵ein paar Makrotheorien aus der Technikgeschichte.
Von denen eine schon veraltet ist, andere ziemlich aktuell - die aber alle ein genaueres Bild von den Fragestellungen entstehen lassen, die wir beforschen. Wir lernen sie auf jeden Fall im Grundstudium (und nicht nur wir, auch die Leute in Techniksoziologie/-philosophie und STS).
(Kleiner Disclaimer: Andere Leute in meiner Disziplin hätten vielleicht eine unterschiedliche Auswahl getroffen, ich kann also nicht für _alle_ Technikhistoriker*innen sprechen 🤷♂️ Und meine Deutungen müssen nicht dieselben sein wie die anderer Leute aus meiner Fachrichtung.)
Wir könnten mit einem Mini-Crashkurs starten, was es mit Technikgeschichte auf sich hat und was wir so anstellen* - und zwar als 🧵, damit alle aussteigen können, die das weniger spannend finden.
___
(* in 280-Zeichen-Häppchen - seid nachsichtig mit mir, fellow historians 🙏)
Aaalso: Rein von der Wortzusammensetzung her bedeutet "Technikgeschichte", historisch zu Technik und Technologien zu forschen. Also grundsätzlich "Was ist wann passiert?". Aber wie in allen historischen Disziplinen gibt es noch sehr viel mehr, was uns interessiert:
Wie wirken sich Technologien auf Mensch und Umwelt aus? Wie geschehen Innovationen? Wer gestaltet Technik - und wer nicht? Was versprachen sich die Leute davon, die erfanden oder das finanziell förderten? Und wie wird eine Technologie innerhalb einer Gesellschaft bewertet?