Tagesüberblick 9.6., Stand 9.00 Uhr
Weiterhin diffuse Informationslage. Weitgehende Einigkeit besteht allerdings darin, dass die bisherigen 🇺🇦 Angriffe noch nicht die eigtl. Offensive sind. Möglicherweise wird mit zunehmendem Druck auf die 🇷🇺 Front nach potenziellen
/2
Bruchstellen gesucht, um dann ggf. einen Einbruch ausweiten zu können. Da die Angriffe der letzten beiden Tage aber gegen den am stärksten befestigten und offenbar auch von relativ guten Truppen verteidigten Abschnitt gingen, dienen sie mE immer noch dazu, die 🇷🇺 zum Einsatz
/3
ihrer Reserven zu zwingen, um dann an anderer Stelle durchbrechen zu können.
Ohne detailliertere Frontberichte sind die vom GSUA gemeldeten 🇷🇺 Verluste nicht abschließend zu interpretieren. Auffällig sind die gestern sehr hohen blutigen Verluste, erst der 9. Tag des gesamten
/4
Krieges mit mehr als 1000 Gefallenen, und zugleich der Anstieg bei den Spz (24) bei relativ wenig Kpz (10). nach den Erfahrungswerten deutet das auf massive Infanterieangriffe zur Rückgewinnung verlorener Stellungen. Das würde ggf. bedeuten, dass die 🇷🇺 versuchen, die
/5
vorderste Linie um jeden Preis zu halten.
Ansonsten weiterhin massive Bekämpfung von Ari und Fla/Drohnenabwehr. Waren im gesamten Mai 584 Ari-Systeme zerstört worden, weit mehr als in jedem anderen Monat, sind es im Juni bereits jetzt 252. Zudem weiterhin Schläge im
/6
Hinterland, teils mit Storm Shadow.
Zu den Frontabschnitten: 1. Belgorod: anscheinend immer noch Gefechte und Beschuß 2. N-Luhansk/Kreminna: kleinere 🇷🇺 Angriffe 3. Bachmut: pro-🇷🇺 Kartierer bestätigen kleinere 🇺🇦 Geländegewinne N wie S der Stadt.
/7
4. Donetsk-Front: Angriffe beider Seiten, keine größere Lageänderung 5. Wuhledar: auffällig ruhig 6. Welika Nowosilka: hier sollen die 🇷🇺 mit herangeführten Reserven einen Teil der verlorenen Stellungen zurückgewonnen haben. Vermutlich kam es dabei zu hohen Verlusten bei der
/8
Infanterie. Wie vermutet, dient der 🇺🇦 Angriff in diesem Bereich also primär der Bindung 🇷🇺 Kräfte 7. Orichiw: in diesem Raum die meisten Angriffe der letzten beiden Tage. Dabei ging auch erstmals ein Leo2 verloren. Bisher nur begrenzte Erfolge, die 🇷🇺 scheinen hier gut
/9
geführt zu werden und verlorene Stellungen meist rasch zurückzugewinnen. Heute Nacht neue Meldungen über begrenzte 🇺🇦 Einbrüche an Stellen, wo es vorgestern morgen schon ähnliche Meldungen gab - Fortgang ungewiß 8. Dnipro: die Scheitelwelle des Hochwassers ist in weiten
/10
Bereichen durch, der Wasserstand fällt, jedoch fließt immer noch Wasser aus dem See nach. Offensichtlich behindern die 🇷🇺 weiterhin nicht nur Rettungsarbeiten auf dem bestzten Ufer, sondern durch Beschuß auch rechts des Flusses. Seismische Messungen scheinen eine schwere
/11
Explosion um die Zeit des Dammbruchs zu bestätigen, es bleibt die Frage, ob die Sprengung zu diesem Zeitpunkt gewollt oder ein Versehen war - an einem 🇷🇺 Kriegsverbrechen bestehen keine ernsthaften Zweifel mehr
• • •
Missing some Tweet in this thread? You can try to
force a refresh
Tagesüberblick 11.6., Stand 8.30 Uhr
Die 🇺🇦 lockert ihre absolute Nachrichtensperre ein wenig, die Lagebeurteilung muss sich nicht mehr ausschließlich auf 🇷🇺 Quellen stützen.
Gestern offenbar schwere Kämpfe, 🇷🇺 Verluste auf sehr hohem Niveau (980 Gefallene, 17 Kpz, 24 Spz),
/2
viele LKW, Ari dagegen mit 20 Systemen geringer als zuletzt. Der 7-Tage-Durchschnitt ist aufschlussreich: bei Pz der höchste seit Nov, bei Nachschubfahreugen seit Sep. Anscheinend haben die fortgesetzten Angriffe die 🇷🇺 gezwungen, Reserven in Bewegung zu setzen, die so erkannt
/3
und von der mittlerweile überlegenen 🇺🇦 Ari sowie Drohnen gezielt bekämpft werden. Sehr gut zeigt dies ein Konvoi 🇷🇺 Ari, der auf dem Marsch aus dem Raum des AKW in Ri. auf Tokmak erkannt und früh beschossen werden konnte. Dies bestätigt die Interpretation, dass die bisherigen
/4
Tagesüberblick 10.6., Stand 7.30 Uhr
Die weiterhin fehlenden Informationen seitens der 🇺🇦 erschweren es zunehmend, zu einem klaren Lagebild zu gelangen. Die teils panischen Meldungen 🇷🇺 sprechen zwar einerseits für sich, enthalten aber oft keine brauchbare Information
/2
Gestern weiterhin sehr hohe Zahl 🇷🇺 Gefallener (890), bei stark rückläufigen Verlusten insbesondere an Spz. Spricht am ehesten für verstärkten Einsatz unbegleiteter Infanterie wie beim Kampf um Bachmut. Auch bei Ari vergleichweise geringe Verluste.
/3
Bei Bachmut offenbar weitere Geländegewinne der 🇺🇦. Ansonsten von der O-Front keine relevanten Meldungen.
Im S stehen nur die 🇷🇺 Berichte zur Verfügung. Die Kämpfe an den bisherigen Abschnitten scheinen weiterzugehen, Gerüchte über einen zusätzlichen Vorstoß N von Polohy haben
/4
Offensive - warum es einen (oder eher mehrere) operative Durchbruchsversuche der 🇺🇦 geben muss
Im Moment schwirrt in der Diskussion immer wieder herum, die "eine Großoffensive" der 🇺🇦 werde es nicht geben, bzw. die derzeitigen Angriffe, die maximal in Btl-Stärke ausgeführt
/2
werden, seien schon das, was man zu erwarten habe. Ein paar Gründe, weshalb das (hoffentlich) ein Irrtum ist.
Angriffe der momentanen Größenordnung, anscheinend meist in Kompaniestärke, können zwar Geländegewinne taktischer Art bringen. Nur - das Ziel der 🇺🇦 sind nicht
/3
irgendwelche lokalen Geländegewinne, sondern die Befreiung des GESAMTEN besetzten Gebietes. Wenn man das mit solchen kleinteiligen Aktionen erreichen wollte, wäre das Resultat ähnlich Bachmut: solange man feuerüberlegen ist und genügend Soldaten zum Verheizen hat, bringt das
/4
Tagesüberblick 8.6., Stand 8.00 Uhr
Nach unbestätigten Meldungen aus mehreren 🇷🇺 Quellen seit heute Nacht größere 🇺🇦 Angriffe an der S-Front. Teils widersprüchlich, zudem werden wie üblich große Siege gemeldet - möglich, dass es sich nur um kleinere Testangriffe handelt,
/2
die die 🇷🇺 mangels echter Siege aufbauschen. ggf. später ein Nachtrag.
Gestern etwas rückläufige Zahl 🇷🇺 Gefallener, jedoch hohe Verluste bei Panzern. Insbesondere die 18 Kpz fallen auf, der dritthöchste Tagesverlust diesen Jahres; der 7-Tage-Schnitt liegt auf dem höchsten
/3
Stand seit Anf Nov. Bei Spz mit gestern 16 Stück nur durchschnittlich wie schon die ganze Woche. Mangels Frontmeldungen nicht ganz klar zu deuten, am ehesten ein Hinweis darauf, dass die 🇷🇺 massiv Kpz einsetzen, um die 🇺🇦 Angriffe noch vor der ersten Grabenlinie abzuwehren.
/4
Tagesüberblick 7.6., Stand 9.30 Uhr
Weiterhin Unklarheit über die genaue Ursache des Dammbruchs bei Nowa Kachowka. Ausgeschlossen werden kann 🇺🇦 Beschuß, weil damit eine Staumauer nicht zu knacken ist. Am wahrscheinlichsten ist eine Sprengung durch die 🇷🇺, diskutiert wird auch
/2
eine unbeabsichtigte Explosion von in den Gebäuden gelagerter Mun sowie der Bruch der bereits leicht beschädigten Mauer durch Wasserdruck, nachdem der Pegelstand Rekordniveau erreicht hatte. Auch diese beiden Ursachen lägen allerdings klar in Verantwortung der 🇷🇺.
/3
Die Kühlung des AKW ist nicht gefährdet, ein Atomunfall ist daher derzeit nicht zu erwarten.
Von der Front nur sehr bruchstückhafte Nachrichten. Möglicherweise nutzen beide Seiten die Nachrichtenflut um den Dammbruch, um das Frontgeschehen in den Hintergrund zu rücken
/4
Tagesüberblick 6.6., 8.30 Uhr
Heute Nacht wurde der Staudamm bei Nowa Kachowka gesprengt. Selbstverständlich behaupten die 🇷🇺, die 🇺🇦 seien es gewesen, wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie es selbst waren. Hierzu dürfte man im Tagesverlauf mehr hören von Leuten, die die
/2
Schäden am Damm beurteilen können. Die Folgen sind zunächst Überschwemmungen im Delta, was kurzfristig 🇺🇦 Operationen behindert, nach Ablaufen des Wassers jedoch eher erleichtert, da auch Minenfelder in der Aue zerstört werden. Adressaten der Sprengung sind auch wir - die
/3
Atomsau lebt wieder auf, weil der See auch das Kühlwasser für das Kernkraftwerk liefert. Insgesamt zeigt die Sprengung wohl, für wie verzweifelt die 🇷🇺 Führung die Lage hält.
An der Front sind die 🇷🇺 Verluste sprunghaft angestiegen auf 800 Gefallene und 32 Panzerfahrzeuge.
/4