Heute vor 9 Jahren Jahren saßen 283 Passagiere an Bord des Fluges #MH17 der #MalaysianAirlines von Amsterdam nach Kuala Lumpur. 15 Crewmitglieder gingen ihrer Arbeit nach, während das Flugzeug den Luftraum über der Ostukraine durchflog. /1
Gegen 13.20 Uhr UTC (15.20 Uhr Ortszeit) brach der Funkkontakt zum Flugzeug ab. Kurz darauf verschwand es vom Radar. Wie Untersuchungen ergaben, wurde die Boeing 777 von einer Buk-Flugabwehrrakete von russischen Kämpfern der sogenannten Volksrepublik Donezk abgeschossen . /2
Zu den Tätern gehört der FSB-Offizier Igor Girkin/Strelkov, der die Befehle dazu gab. Girkin war ein Paradebeispiel, dass die sogenannten Volksrepubliken eigentlich von #Russland gesteuert wurden. Girkin hatte nie in der Ukraine gelebt und war von Russland entsendet worden. /3
Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft beschränkte sich auf Schock. Unternommen wurde nichts gegen die russischen Urheber des Angriffs. Die russische Desinformation emittierte Dutzende falsche Ursachen für den Abschuss. Westliche Medien kolportierten sie unkritisch. /4
Hätte man damals entschieden auf diesen Angriff reagiert, bei dem viele Bürger von EU-Staaten von Russland getötet wurden und hätte man schon damals der Ukraine geglaubt und sie unterstützt, wären wir heute wohl nicht mehr in diesen mörderischen Angriffskrieg. /5
Ich finde es ziemlich ernüchternd, wie hier einige angebliche Ukraine-Unterstützer sowohl die ukrainischen Demonstranten, wie auch Journalisten wie @VassiliGolod oder mich, die kritisch über das Gesetz von Selenskyj berichten, hier angehen. Dazu mal ein 🧵
1. Im Moment protestieren genau die Menschen, die das Rückgrat der Zivilgesellschaft sind, also Leute, die die Soldaten auch unter persönlichem Einsatz stark unterstützen. 2. Auch bei Frontsoldaten und bei vielen Einheiten ist die Kritik an dem Gesetz vom Dienstag groß.
3. Selenskyj sagte, er wolle damit russische Agenten in den Antikorruptionsbehörden bekämpfen. Dafür gibt es bisher keine Beweise. Die Durchsuchungen vom Montag beruhten auf Verkehrsdelikten und angeblichen Kontakten - nicht auf richterlichen Beschlüssen.
Derzeit kursiert ein Video, in dem sich ein deutscher Youtuber zu Besuch in der Ukraine aufregt, dass es dort teure Autos gibt und dass unsere Steuergelder in der Ukraine verschwendet würden - als ob die G-Klasse direkt von Lieschen Müller aus Bottrop finanziert wurde. /1
Einige hier kommentieren fleißig den Originalpost und pushen ihn so auch noch. Das lasse ich mal. Stattdessen ein paar Anmerkungen von jemand, der regelmäßig in der Ukraine ist und kürzlich für eine Woche in Charkiw war: 1) Natürlich gibt es auch "Luxusautos" in der Ukraine. /2
Abgesehen davon, dass ein gebrauchter Tesla wirklich kein Luxusauto ist (neu sind die im Video nicht): warum sollte es die auch nicht geben? Die Ukraine ist zum Glück nicht kommunistisch und Privateigentum wird geachtet und nicht konfisziert. /3
Ein Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums der letzten Legislaturperiode und Mitglied der Fraktion einer Koalitionspartei der Bundesregierung fliegt nach Aserbaidschan und trifft sich dort mit Vertrauten eines wegen Kriegsverbrechen angeklagten Staates. /1
Mit dabei auch andere einschlägige Hardliner der Moskau-Connection aus CDU, SPD und Lobbyorganisationen. Es ging dem Bericht nach um die Zukunft des Petersburger Dialogs, den Wirtschaftstreffen der deutschen Russlandlobby mit dem Putin-Regime. /2
Stegner gibt an, dort privat gewesen zu sein. Auch die Bundesregierung will die Teilnehmer nicht geschickt haben, auch wenn sie vorwiegend aus den Parteien der Regierungskoalition kommen. /3
Viktoria Roschtschyna wurde in russischer Haft brutal gefoltert. Das ergibt sich aus Berichten von überlebenden Mithäftlingen und aus der Obduktion ihrer Leiche. "Ihr Gehirn, ihre Augen und Teile ihres Kehlkopfs seien von russischer Seite entfernt worden", schreibt das ZDF. /1
Weiter heißt es dort, dass damit der Nachweis von Folter womöglich wesentlich erschwert werden soll. Ihr Zungenbein war gebrochen und an ihren Füßen wurden Spuren von Verbrennungen gefunden, die auf Elektroschocks hindeuten. Sie magerte zum Schluss wohl auf 30 Kilogramm ab. /2
Vor ihrem Tod konnte sie sich nur noch durch die Hilfe ihrer Mithäftlinge bewegen.
Zuvor war die ukrainische Journalistin über Russland in das von russischen Truppen besetzte Enerhodar gereist. Dort wollte sie recherchieren, was mit verschwundenen Kraftwerksmitarbeitern des /3
Seit 6 Uhr deutscher Zeit hat die Ukraine die Durchleitung russischen Gases durch Pipelines auf ukrainischem Territorium eingestellt. Damit endet eine fast 60-jährige Geschichte der Gasversorgung der früheren RGW-Staaten durch die UdSSR/Russland. /1
An den Pipelines haben viele Arbeiter aus der DDR mitgewirkt, die den Abschnitt der Sojus-Pipeline, bekannt auch als "Druschba", in der Zentralukraine bauten. Nun fließt kein sibirisches Erdgas mehr durch, nachdem die Ukraine das Abkommen darüber fristgerecht auslaufen ließ. /2
Vor allem Ungarn und die Slowakei sowie die russisch gesteuerte Region Transnistrien in Moldau werden die Auswirkungen spüren. Der slowakische MP Robert Fico lehnte Alternativen ab. Ungarns MP Viktor Orban wollte russisches Gas vor der Grenze zu ungarischem Gas erklären 🤡/3
Es muss irgendwo eine Blaupause für das Verhalten von Diktatoren geben. Im Video führt Clarissa Ward durch die Fahrzeugsammlung der Familie #Assad in #Syrien. Neueste deutsche Luxus-SUVs neben amerikanischen Oldtimern. Ich habe fast das gleiche schon einmal gesehen. /1
Auch der in der Revolution der Würde gestürzte ukrainische Autokrat Viktor Janukowytsch hatte in seinem durch Korruption finanzierten Anwesen Meschyhirja eine Halle mit gesammelten Oldtimern. Er hatte zudem - typisch für ein "Dieb im Gesetz" auch einige sowjetische Oldtimer. /2
Nach dem Euromaidan wurde Meschyhirja zu einem "Museum der Korruption" umgewandelt. Seitdem dient es der Allgemeinheit und man kann durch das weitläufige Areal, inklusive Piratenschiffrestaurant und Privatzoo spazieren. /3