Schon gewusst? "Der Himmel möge mir auf den Kopf fallen! Es ist schon spät!" Majestix in #Asterix der Gallier, Seite 10. Woher diese Angst der Gallier, die in den Heften 36 Mal thematisiert wird, ursprünglich stammt, erkläre ich nun in 3 Teilen.🧵
Ein Lateinlehrer aus den Niederlanden hat sich auf die Suche gemacht. Naheliegend wäre gewesen, dass Cäsar dieses, wie auch andere Begebenheiten über die Kelten, in seinem Werk über den gallischen Krieg, De Bello Gallico, erwähnt hatte. Die Antwort ist: Nein. [1/3]
Das Zitat ist auch keine Idee der Asterix-Autoren René Goscinny oder Albert Uderzo. Der altgriechische Geschichtsschreiber Arrianus erzählt in seiner Alexandergeschichte über die Feldzüge von Alexander dem Großen, als dieser 335. v.Chr. die Kelten zum Festessen einlädt. [2/3]
Dort fragt er sie, was sie am meisten fürchten - natürlich in der Hoffnung, dass er selbst genannt wird. Überliefert ist stattdessen die Antwort: „Wir fürchten nichts, außer dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte.“ WRRRUMM! [3/3]
Bonus: Für alle die es genau wissen wollen: Der Nachweis findet sich bei Arrian in seinem Buch Alexandri Anabasis (Der Alexanderzug) im 1. Buch Kap. 4 Abs.8: ... δεδιέναι μήποτε ὁ οὐρανὸς αὐτοῖς ἐμπέσοι
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Die Küstenlinie in #Asterix auf Korsika wird von 46 Römerlagern mit wohlklingenden Namen gesäumt. Während die eingezeichneten Städte (Agylla, Mariana, Aleria, Portus Syracusanus) historisch verbürgt sind, sind die Namen der Lager frei erfunden. Ein Rundgang in 11 Teilen:
Im Uhrzeigersinn oben beginnend hier die Inspiration des Namens der Übersetzerin Gudrun Penndorf: 1. Toblerorum (Schokolade mit Rum der Firma Tobler - heute Kraft Jacobs Suchard) 2. Geranium (Geranien = Blumenart) 3. Postscriptum (lat.: Postskript (P.S.) = Nachtrag) [1/11]
4. Actienbum (Aktien "boom" = Hoch der Aktienbörse) 5. Ultimatum (lat.: letzte Aufforderung) 6. Auditorium (lat.: Zuhörerschaft oder auch Universitätshörsaal) 7. Podium (zweiter, höher liegender Fußboden) [2/11]
Wusstest du, dass Obelix als Kind geärgert wurde und warum eigentlich Asterix daran schuld ist, dass er als Kind in den Zaubertrank geplumpst ist? Die Erklärung in 6 Teilen:🧵
Asterix erzählt die Geschichte "Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist" aus seiner Erinnerung. Obelix, der Sohn des Maßschneiders, ist sein bester Freund. Er beschreibt ihn als sehr freundlich und überaus sensibel. [1/6]
Obelix mochte sich nie schlagen, oft wurde er deshalb für die anderen zum Ziel ihrer Hänseleien. Asterix verteidigte seinen Freund und deshalb teilte Obelix auch immer sein Frühstück mit ihm: Wildschweinbraten. [2/6]
Schon gewusst? Auf der letzten Seite von #Asterix und der Greif wird eine kleine, traurige Eule abgebildet, die mit einem Rucksack aus dem Bild läuft. Diese Eule und der heulende Idefix haben eine besondere Bedeutung, hier in 3 Teilen erklärt:
Diese Eule wurde von den Autoren als Hinweis auf den Tod von Albert Uderzo, einem der beiden Schöpfer von Asterix, gezeichnet, als dieser während der Entstehung dieser Geschichte im März 2020 starb. [1/3]
Ähnlich hatte Albert Uderzo auf den Tod von René Goscinny im Jahr 1977 reagiert. In #Asterix bei den Belgiern symbolisiert am Ende der Geschichte das kleine Kaninchen die Trauer all derjenigen, die René Goscinny kannten und besonders die von Albert Uderzo. [2/3]
Schon gewusst? Bei den Texten zum Einmarsch der Athleten in #Asterix bei den Olympischen Spielen auf Seite 38 gibt es keine Zufälle. Die Übersetzerin ins Deutsche, Gudrun Penndorf, hat versucht zu retten, was zu retten war. Anspielungen und Kunstgeschichte in 5 Teilen:
"Angeführt wird der Zug von den Teilnehmern aus Thermopylen, dann folgen die siegessicheren Samothraker...". So siegessicher, weil eine griechische Skulptur, die die Siegesgöttin darstellt, als "Nike von Samothrake" bezeichnet wird, die sich heute im Louvre befindet. [1/5]
"...die aus Milo sind auch schon da." Der Wortwitz aus dem Original war leider nicht zu übersetzen: "...ceux de Milo sont venus aussi...". Der französische Leser assoziiert mit der Wortwahl "Milo ... venus" natürlich die Skulptur der Venus von Milo. [2/5]
Das Käsefondue – wie es begann und wie es endete, ein Thread in 6 Teilen: Wer kennt ihn nicht, den Käsefondue-Klassiker aus #Asterix bei den Schweizern. Genial von Goscinny erzählt, märchenhaft von Uderzo gezeichnet und einprägend von Gudrun Penndorf übersetzt. #Schweiz [1/6]
Der Statthalter von Genava, der göttliche Feistus Raclettus (!), lädt auf Seite 19 zu einer Orgie ein und verkündet die Regeln. Mit dabei: Römer und Römerinnen, unter anderem der glücklose Gaius Infarctus. [2/6]
Auftritt Gaius Infarctus: Er startet auf Seite 19 den Countdown, denn er verliert das Brot im geschmolzenen Käse und bekommt den (sauberen) Stock zu spüren: "Hier isch er! Hier isch er!" [3/6]
Schon gewusst? Der kleine Gallier #Asterix ist 1,19 m groß. Woher wir das wissen? Die historisch verbürgte Herleitung in einem kurzen Thread in 3 Teilen:
Schritt 1: Asterix bei den Olympischen Spielen, Seite 25. Grundlage ist die einzige überlieferte feste Größe, die heute noch messbar ist. Die Höhe der Säulen des Parthenon auf der Akropolis sind bekannt: 10,43 m. Troubadix' Größe wird durch den Dreisatz bestimmt: 1,85 m [1/3]
Schritt 2: Asterix und der Kupferkessel, Seite 11. Troubadix' Größe ist nun bekannt. Die Größen von Miraculix (1,85 m), Majestix (1,60 m), Methusalix (1,21 m) können nun auch bestimmt werden. Die leichte perspektivische Verzerrung ignorieren wir ausnahmsweise. [2/3]