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Jan 12, 2025 11 tweets 9 min read Read on X
@SkyMartiner Mir macht es das Leben schwer... Ich platze mit meinem ganzen Wissen, aber solange ich nicht verstehe, was Markus Barun damit zu tun hat, muss ich mir auf die Zunge beißen... #wirecard #wirecardsaga
Diese Woche der nächste Zeuge, der eine Show abziehen wird...
@SkyMartiner So wie James bergman...

#wirecard #wirecardsaga
Er ist der falsche Zeuge! Man wird ihn fragen, ob er PayEasy kennt, er wird "nein" sagen und alle werden weiter den Stuss von @fd glauben, der halt keine Ahnung vom Geschäft hatte... Image
@SkyMartiner @FD Benjamin Bayr bräuchte man als Zeugen, Ines Kring, Ines petersen, Andreas Bischoff,... aber die kennt Födisch wahrscheinlich nicht einmal... #wirecard #wirecardsaga #ccbill
Ich habe 5000 Fundstellen zu CCBill. 5000!
Von Paradise papers bis Novi Sad!
offshoreleaks.icij.org/nodes/55022764Image
@SkyMartiner @FD Am 16. September 2017 recherchierte eine gewisse @daphnefdtn zu der Firma.
daphnecaruanagalizia.com/2017/09/adrian…

Kurze Zeit später sah ihr Auto so aus:
npr.org/sections/thetw…
#wirecard #wirecarsaga #theweb
@SkyMartiner @FD @daphnefdtn "Her work targeted many powerful figures, including money-laundering banks, Mafia-linked gambling companies and politicians allegedly receiving covert payments"
#wirecard #wirecardsaga #theweb
Zeitliche Koinzidenz ist nur zeitliche Koinzidenz. Aber es IST eine Koinzidenz.
@SkyMartiner @FD @daphnefdtn Vielleicht klingelt er ja mal wieder bei der Wirecard, der Benjamin Bayr? Oder bringt einen Brief an Fahmis Richter Rakoff vorbei?
@SafkhetCapital
Wer weiß, vielleicht macht ja Bello die Türe auf?
#wirecard #wirecardsaga

#wirecard #wirecardsaga Image
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#wirecard #wirecardsaga
Jaja, von Bergkirchen bis nach Fort Lauderdale ist es manchmal nur ein Klick...
Und weil man sich ja kennt, kann man auch "Merchant Accounts at Reputable Acquiring Partners" anbieten...
Die von Bayr erwähnte Firma in Luxemburg ist nicht so eindeutig, vielleicht ist es die iCard des Bulgaren Christo georgiev?

Langsam...

Als Marina maurer in Stadelheim aussagte, lachte sich @meyerar kaputt, statt zuzuhören:

"iCard: Zusammenarbeit mit Webinc, keine Erinnerung an die Händler"

iCard kommt x-mal vor in Stadelheim...Image
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vielleicht habe ich da jetzt was verwechselt...
Weigand/Georgiev ist IPAY, nicht ICARD, oder?
web.archive.org/web/2016082301…
Seite 43

Intercard, Icard, Ipay,...

iPAY International S.A., Société Anonyme.
Siège social: L-1471 Luxembourg, 412F, route d'Esch.
R.C.S. Luxembourg B 147.655.
In the year two thousand and thirteen, on the sixteenth day of January.
Before us, Maître Jean SECKLER, notary residing in Junglinster, Grand-Duchy of Luxembourg, undersigned.
There appeared:
Intercard Finance AG, a company incorporated under the laws of Switzerland, whose registered office is at Hufgasse
17, CH-8008 Zurich (Switzerland),
acting in its capacity as sole shareholder (the "Sole Shareholder") of the company iPAY International S.A., a public
limited liability company (société anonyme) governed by the laws of the Grand-Duchy of Luxembourg, having its registered
office at 412F, route d'Esch, L-2086 Luxembourg, registered with the Luxembourg Trade and Companies Register under
number B 147.655, incorporated pursuant to a deed of the undersigned notary, on 31 July 2009, published in the Mémorial
C, Recueil des Sociétés et Associations, dated 8 September 2009, number 1734 (the "Company").
Jedenfalls ist das MyPOS und eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Intercard und ICard dasselbe sind und das Leupay heißt, besteht ja schon, oder? #wirecard #wirecardsaga
Eigentlich immer noch dasselbe, als damals, als der fabian Thylmann noch seine Billingkaskaden vermarktete, eher er Manwin übernahm...Image
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Ruben Weigand googlete sich mal zusammen mit Irfan Rasmally, Leupay, was eine Alternative zu boon von wirecard war...

"Wirecard ist für Dreiste Abzocke bekannt, berechnen für die Eröffnung eines Girokontos 39,99 € für jede Überweisung und für jede eingehende Buchung Horrende Gebühren für eine Kontoschliessung ebenfalls. Wer Lust hat für eine Abzock App sich Menschenunwürdig sich asozial abzocken zu lassen darf gerne diese App nutzen. Solche Apps müssen kostenlos sein denn für jede Transaktion bekommt die Firma Provision. Eine echte Alternative ist LeuPay Wallet komplett kostenlos plus sogar sofern man braucht eine kostenlose Kreditkarte"

Irfan Rasmally hat eine der lustigsten Karrieren, die man im Zusammenhang mit #wirecard haben kann.

Erinnert hr Euch an mein obiges Zitat zu Marina Maurer, das @meyerar vor lauter Kichern, weil Braun sie fragte, ob sie ihre topkunden kennt, wohl nicht mitgekriegt hat?

Marina maurer war Webinc, das ist quasi ein Ableger der Enterpayment, das ist der Gülleaprtikel-Verhau aus seligenstadt, aus dem eigentlich irgendwie die Wirecard entstand und der schon 2006 im Zusammenhang mit Shanmugaratnam in Singapur auftauchte via Julien lankry, dem die editions Sans Frontier gehören durfte, die man von der Commerzbankmeldung kennt (oder war es da die publication without borders?)

Irfan Rasmally kommt aus???

Mauritius, wo er 2002 zur dortigen Staatsbank ging, nebenher studierte, 2007 nach Wiesbaden wechselte zur Enterpayment (zum Jochen Hochrein, dem Vorgänger von markus Braun).

Dann fehlen einige Monate in seinem CV, ehe er Anfang 2010 bei der "Global tec systems" auftauchte.

Diese Global Tec systems war die frühere Enterpayment International und sie wurde 2012 vom früheren CFO der Infogenie/Wirecard liquidiert.

2011 traf sich ein gewisser Herr Chris bauer in Wiesbaden mit diesem Irfan Rasmally.

Bauer versprach, die Bedürfnisse von Markus und Rasmally über eine türkische Bank zu erledigen.

Markus ist nicht Braun, eher Tarara ;)

Der Nachfolger von tarara war Marina maurer...

Während (!) Rasmally bei der Global tec war, war er zuglöeich bei einer Firma "Comtec Consulting Ltd" auf Mauritius.

Diese Comtec Consulting Ltd ist entweder identisch oder namensidentisch mit der Comtec Consulting Ltd, die in den US-Gerichtsverfahren wegen der Gamblinggelder genannt wird im Zusammenhang mit der Kolyma, was wieder zur Wirecard führt

Die Comtec Consulting könnte aber auch die Firma sein, die später "Totally It Limited" hieß.

vielleicht ist es auch die in California, wer weiß...

jedenfalls war Irfan Rasmally bei der Comec Consulting in mauritius, die natürlich bei Trustlink war, wie alle mit Wirecard (oder der Adani Group) verbundenen Firmen seit 2005 (obwohl es auch wieder Verbindungen von mauritius nach Consett und/oder Shanmugaratnam gibt, was sich ja auch 2015 zeigt mit der EMIF, was aber nicht dasselbe ist, aber ich will es an dieser Stelle dabei belssen)

Irfan Rasmally ging dann wieder zur Webinc (die ja quasi Nachfolger der Global tec also Enmterpayment war, also die gleichen Güllepartikel wie schon 2001...)

an März 13 war er dann bei der ICARD SERVICES in Bulgarien, von Jan 15 bis Nov 16 parallel bei Christo groziev und Ruben Weigands IPAY in Lexemburg (der Weigand, der mit Ray Akhavan und Oliver Hargreaves und co und eaze über die Schwabacher Cannabis vertickte, wo dann der benjamin bayr, der oben bei Wirecard klingelte, worauf ihn Bellenhaus empfing, einen Brief schrieb an den richter Rakoff, der sich schon 2019 mit Fahmi Quadir in einer Posiumsdiskussion über die Betrugsfirma wirecard unterhielt)...

oh, jetzt bin ich drausgekommen...

Im November 16 ging er dann zur Ipay International in London, im Februar 18 zu Mypos in UK und dann zu Mypos World und was weiß ich, wo er heute ist, wahrscheinlich bei der deutschen bank in eschborn.

Kann mir noch jemand folgen?

einfach gesagt: Das kreiselt alles um Seligenstadt.

Letzte Woche gab es einen Smalltalk zwischen Bellenhaus und Trautmann und da konnte man kaum hören, was Trautmann sprach...

es ging um LiveJasmin/Escalion und ich war leider der einzige im Saal, der hörte, dass Trautmann sagte "Ach, LiveJasmin? Das ist dann eher Seligensta...

Er wollte das zauberwort sagen!

Seligenstadt!

Der Seligenstädter Kreisel.

Von Anbeginn an!!!

aber mir glaubt ja keiner...

Nie glaubt mir einer :(Image
Image
"Irfan ist seit mehr als 20 Jahren in der Zahlungsverkehrsbranche tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Banken, Zahlungs-Gateways, Zahlungsdienstleistern und Kartensystemen. Seine berufliche Laufbahn begann er 2002 bei der State Bank of Mauritius, bevor er 2007 als Business Development Manager und Direktor zu einem deutschen PSP wechselte.

Irfan übernahm 2013 die Leitung der Geschäftsentwicklung bei myPOS, und im Jahr 2024 übernahm er die Leitung der Kerneinheit für Zahlungen. Er besitzt einen Master-Abschluss in Computerwissenschaften der Universität von Mauritius und hat das Oxford Fintech Programme der Saïd Business School der University of Oxford absolviert."

mypos.com/de-de/leadersh…

und sein Chef?

"Zu Beginn seiner Karriere war Mario Aktienanalyst bei Goldman Sachs in New York und Strategieberater bei Bain in London."

Das hältst du im Kopf nicht aus...

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Jan 24
#wirecard

Systematisches Blah-Blah in der FAZ über wirecard und cum-ex, präsentiert ausgerechnet von Jans Schwester und dem geheimnisvollen Wirtschaftsprüferprüfer, der auch noch 'Wirecard-Aufklärer" genannt wird - und das ausgerechnet in der FAZ.

Wir haben so viele angebliche Wirecard-Aufklärer, von Singapur über London bis nach Dubai und New York- nur haben wir kurioserweise immer noch keine Wirecard-Aufklärung.

Nur eine der Absurditäten dieses Falles...

Dazu erfährt man in diesem Gespräch eigentlich gar nichts - aber es ist halt Anne Kaffeekanne.

faz.net/aktuell/wirtsc…
#wirecard
zur inhaltlichen Abrechnung mit diesem typischen System-Blah-Blah der FAZ:

fontaane.wordpress.com/2026/01/25/wir…
#wirecard
Anne Kaffeekanne?

Über nervige Bettelmails.

fontaane.wordpress.com/2025/12/27/mai…
Read 11 tweets
Jan 2
#wirecard

wollen wir ein bisschen gegen die Regierung stänkern?
Ein vergesslicher Olaf Scholz, der abgelöst wurde durch einen Blackrock-Anwalt?

Und was hat das mit cum-ex und wirecard zu tun?

nun ja,...

Gesicherte Schuld, unbelegte Schuld – und ein politisches Schutzinteresse

Im Fall der Wirecard AG werden bis heute zwei grundverschiedene Sachverhalte miteinander vermengt: nachgewiesenes Prüfversagen und strafrechtlich nicht bewiesene Täterschaft. Diese Vermengung ist kein Zufall – sie hat eine klare Funktion. Sie schützt Wirtschaftsprüfer, deren Schuld feststeht, und verschiebt Verantwortung auf eine Person, deren Schuld rechtlich nicht erwiesen ist.

Die Pflichtverletzungen von Ernst & Young sind dokumentiert und sanktioniert. Die Abschlussprüfer haben über Jahre hinweg elementare Prüfungsstandards verletzt: Sie unterließen direkte Bankbestätigungen, akzeptierten zweifelhafte Treuhandkonstruktionen, ignorierten Warnsignale und erteilten dennoch uneingeschränkte Testate. Diese Vorwürfe sind nicht Gegenstand offener Beweisfragen, sondern Ergebnis abgeschlossener Aufsichtsverfahren. Die Schuld der Wirtschaftsprüfer ist damit festgestellt. Nur: Sie haften nicht!

Demgegenüber ist die Schuld von Markus Braun bis heute nicht bewiesen. Trotz eines seit Jahren laufenden Strafprozesses ist kein Urteil ergangen, das ihn als Haupttäter eines umfassenden Betrugssystems qualifiziert.

Die öffentliche Darstellung suggeriert jedoch genau das: Braun gilt vielerorts bereits als überführter Großbetrüger – obwohl die Beweisführung bislang ausgeblieben ist.

Diese Vorverurteilung ist nicht nur juristisch problematisch, sondern politisch brisant. Denn sie ist die Voraussetzung für die Entlastungserzählung der Wirtschaftsprüfer. Nur wenn Wirecard als perfekt organisierte kriminelle Organisation erscheint, nur wenn Braun als mastermind eines außergewöhnlichen Betrugs gilt, lassen sich die Prüfungsfehler als verständliches Scheitern darstellen – nicht als professionelles Versagen.

An diesem Punkt wird der Fall politisch. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie EY sind keine beliebigen Marktakteure. Sie prüfen nicht nur Konzerne, sondern auch staatliche Beteiligungen, öffentliche Institutionen und Projekte im Auftrag der Bundesregierung. Sie sind Teil der finanziellen Kontrollarchitektur des Staates.

Wenn ihre Glaubwürdigkeit fundamental in Frage steht, betrifft das nicht nur vergangene Mandate, sondern laufende und zukünftige staatliche Aufträge.

Ein Staat, der sich auf diese Prüfer stützt, hat daher ein objektives Interesse daran, deren systemisches Versagen nicht zu tief greifen zu lassen. Das erklärt, warum die Erzählung vom einzigartigen Betrug so hartnäckig fortlebt – selbst ohne gerichtliche Bestätigung. Die Annahme der Schuld von Markus Braun wirkt wie ein Schutzschild: Sie individualisiert das Problem und verhindert, dass die Verantwortung institutionell und politisch adressiert wird.

Wer also weiterhin so tut, als sei die Schuld von Markus Braun erwiesen, trifft keine neutrale Feststellung. Er stabilisiert ein Narrativ, das gesicherte Schuld relativiert und staatlich relevante Akteure schützt. Die eigentliche Schieflage besteht darin, dass belegtes Prüfversagen erklärungsbedürftig gemacht wird – während unbelegte Täterschaft als Tatsache gilt.

Der Wirecard-Skandal ist damit nicht nur ein Wirtschafts- oder Justizfall. Er ist ein politischer Fall. Er zeigt, wie sehr die Frage, wessen Schuld als gesichert gilt, davon abhängt, wessen Schuld politisch tragbar ist.
#wirecard

wenn man das alles konsequent weiter. denkt, könnte man Markus Braun als politischen Häftling bezeichnen...

Wer jahrelang gehirngewaschen wurde von zahlreichen Artikeln, Büchern, Dokumentationen - in denen Markus Braun als Kopf einer Bande vorverurteilt wurde, könnte das für völlig absurd halten - ich kann aber versichern: so absurd ist das gar nicht...

#wirecard

fontaane.wordpress.com/2025/12/27/wir…
#wirecard
drehen sie das ganze doch einmal um: nehmen sie mal an, uns wurde tatsächlich jahrelang eine Geschichte von wirecard erzählt, die gar nicht stimmt - was wäre denn der Sinn davon?

das politische versagen und das Versagen der wirtschaftsprüfer wird kleiner mit einem bandenchef. ganz logisch.

und wenn man sich anschaut, wie zum Beispiel der Fall cumex öffentlich behandelt wird, kann man parallelen entdecken

fontaane.wordpress.com/2025/12/24/kos…
Read 20 tweets
Dec 30, 2025
#wirecard
#janmarsalek Image
#Wirecard #janmarsalek Image
#wirecard #janmarsalek Image
Read 20 tweets
Dec 22, 2025
#wirecard #enjoythesilence

Das "Stadelheimer Glaubensbekenntnis"
fontaane.wordpress.com/2025/06/18/5-j…Image
#wirecard #enjoythesilence
Das "Stadelheimer Glaubensbekenntnis"
fontaane.wordpress.com/2025/11/09/wir…Image
#wirecard #enjoythesilence
Das "Stadelheimer Glaubensbekenntnis"
fontaane.wordpress.com/2025/12/15/der…Image
Read 16 tweets
Dec 16, 2025
#silencespeaks #wirecard #enjoythesilence
#schandelsblättchen @ReneBenderRB



Truth Benders? Image
#wirecard #schandelsblättchen #enjoythesilence #silencespeaks #medienskandl

Zusammenfassung Ihres Ausschnitts (Handelsblatt Crime – Wirecard/Markus Braun)

In der Folge geht es um den Strafprozess zum Wirecard-Skandal. Im Mittelpunkt steht Markus Braun, Ex-CEO des früheren DAX-Konzerns, der zusammen mit zwei Mitangeklagten wegen bandenmäßigen Betrugs, Untreue und u. a. (auch) Marktmanipulationsvorwürfen angeklagt ist. Es geht um Milliarden, insbesondere um das angebliche Drittpartnergeschäft und die fehlenden 1,9 Mrd. Euro auf Treuhandkonten.

1) Prozesslage und Rollen

Der Prozess läuft seit 8. Dezember 2022 am LG München (Hochsicherheitssaal).

Zunächst sagte Oliver Bellenhaus aus (geständiger Mitangeklagter/Kronzeuge). Danach äußerte sich Markus Braun ausführlich.

Bellenhaus’ Version: Wirecard sei über Jahre ein Betrugssystem gewesen; Braun habe „alles gewusst“ und das System mitgetragen.

Brauns Version: Eine „Bande“ um Bellenhaus und den flüchtigen Ex-Vorstand Jan Marsalek habe den Betrug ohne sein Wissen organisiert; er sei Opfer.

2) Brauns Auftreten und Verteidigungslinie

Braun wirkt im Gericht „kühl“, zahlengetrieben, sachlich; wenig Emotionen.

Er bezeichnet den 18. Juni 2020 (Tag der fehlenden 1,9 Mrd. Euro) als Tag von „Schmerz/Bedauern“, weist aber alle Anklagepunkte zurück und betont: keine Kenntnis von Fälschungen/Veruntreuungen.

Er präsentiert seine Sicht teils mit PowerPoint (60+ Folien), nennt Firmenkonstrukte/Belege/Strukturen und behauptet: Das Drittpartnergeschäft habe existiert, Gelder seien nur abgeflossen.

3) Richterliche Skepsis (Markus Födisch)

Der Vorsitzende Richter unterbricht Braun mehrfach, äußert Verständnisprobleme („viel geredet, wenig gesagt“) und stellt kritische Plausibilitätsfragen, u. a.:
Warum sollte man Bilanzen aufwendig fälschen, wenn man – nach Brauns Theorie – „echte“ Umsätze hatte und Geld „einfach“ abziehen könnte?
Wozu dienten Treuhandkonten, wenn man sie faktisch nie brauchte?
Warum gab es offenbar keine robuste Überprüfung der Treuhänder?

Zur Ad-hoc-Mitteilung April 2020 (KPMG-Sonderprüfung): Der Richter hält Braun vor, die Kommunikation habe eher „das Gegenteil“ der Lage vermittelt; Maßstab seien nicht Brauns Überzeugungen, sondern Tatsachen.

4) Verteidigung vs. Staatsanwaltschaft

Brauns Anwalt Alfred Dierlamm fährt eine konfrontative Linie:
Vorwurf „schlampiger Ermittlungen“ und verspäteter/überbordender Aktenlieferungen („Aktenflut“), die faire Verteidigung erschwere.
Anträge auf Aussetzung/Unterbrechung werden bislang abgelehnt.

Richter Födisch wird als streng, detailorientiert und „nicht deal-affin“ beschrieben; er weist Verteidiger deutlich zurecht („entscheide ich selbst“).

5) Kronzeuge Oliver Bellenhaus

Bellenhaus wird als widersprüchlich-bunt charakterisiert (Mails/Umgangston), tritt im Gericht zunächst unsicher auf, wird dann stabiler.

Motiv: Als Kronzeuge hofft er auf deutlich mildere Strafe, muss dafür zur Aufklärung beitragen und andere belasten.

Kernaussage: Braun sei ein „absolutistischer“ CEO gewesen; nichts sei ohne ihn gelaufen. Wirecard wird als „Krebsgeschwür“ beschrieben.

Zusätzlich attackiert Bellenhaus den dritten Angeklagten Stefan von Erffa (äußert sich bislang nicht); möglich, dass von Erffa später prozessentscheidend wird.

6) Ausblick / zentrale Pointe der Folge

Nach Brauns Einlassung startet stärker das Beweisprogramm (Ermittler, später u. a. Compliance-Aufarbeitung nach Insolvenz).

Die Folge verdichtet die Lage auf eine zugespitzte Alternative: Braun gehe entweder als extrem inkompetenter CEO („wusste nichts“) oder als krimineller CEO („wusste alles“) in die Geschichte ein.

Strukturierte Kernaussagen in 6 Stichpunkten

Erstmals in der Nachkriegsgeschichte steht ein Ex-DAX-Topmanagement wegen bandenmäßigen Betrugs in dieser Dimension vor Gericht (Folgenrahmung).

Prozess ist ein Duell zweier Narrative: „Braun als Mastermind“ vs. „Braun als Opfer“.

Dreh- und Angelpunkt: Existierte das Drittpartnergeschäft oder war es weitgehend fiktiv?

Richterliche Nachfragen deuten auf erhebliche Plausibilitätszweifel an Brauns Darstellung.

Verteidigung setzt auf Verfahrens-/Ermittlungsangriffe (Akten, Fairness, Ermittlungsqualität).

Bellenhaus liefert belastende Aussagen gegen Braun; von Erffa könnte als zusätzlicher Faktor die Beweislage weiter verschieben.
#didiholzprinkkasperletheater #wirecard #enjoythesilence #silencespeaks #truthbenders

Wenn es #truthbenders mehr um ein Foto geht als um den Inhalt und wenn das #schandelsblättchen Gechichte "korrigiert"

"Fall 2: Wirecard – „Luftbuchungen“ und Streit um Fotos (Oliver Bellenhaus)

Peter Koppe: Spannend waren die Prozesse rund um unsere Wirecard-Berichterstattung. Wir berichteten früh über „Luftbuchungen“. Wirecard ging dagegen vor – ohne Erfolg.

Sehr umfangreich war der Streit mit Oliver Bellenhaus. Er erwirkte aus der Untersuchungshaft eine einstweilige Verfügung: Wir sollten seinen Namen nicht nennen und sein Foto nicht veröffentlichen.

Wir gingen dagegen vor, zunächst ohne Erfolg. In der Berufung schlossen wir vor dem OLG München einen Vergleich: Wir durften den Namen nennen, aber das Foto nicht zeigen – klassischer 50/50-Vergleich.

Host: Und später?

Peter Koppe: Als Anklage erhoben wurde, rief René Bender sofort an: „Dann dürfen wir das Foto doch wieder zeigen?“ Redaktion wollte eine große Titelgeschichte, am liebsten mit Bild.

Ich sagte: Mit Anklage ist ein neues Stadium erreicht – aber damals waren wir noch im Zwischenverfahren: Anklage erhoben, aber noch nicht zugelassen. Ich wollte das Risiko reduzieren: Foto ja, aber nicht aufs Titelbild, weil ein Titelbild bei einer Verfügung besonders problematisch ist. Wir wählten: Foto im Innenteil, nicht auf dem Titel.

Bellenhaus beantragte wieder eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht München gab uns zunächst Recht. In der Berufung vor dem OLG München verloren wir dann – mit dem Argument: Anklage zwar erhoben, aber noch nicht zugelassen; Geständnis nur teilweise.

Kurz darauf wurde die Anklage zugelassen – ab dann war die Fotoveröffentlichung praktisch unstreitig."

---

Das #schandelsblättchen und seine "frühen" Berichte über Luftbuchungen?

"Vor allem das Handelsblatt trifft die Kritik von McCrum. Er erzählt, dass er eines der Schlüsseldokumente ans Handelsblatt weitergegeben hatte, damit sie, wie er sagt, sich selbst davon überzeugen konnten, dass sich die Financial Times das nicht ausgedacht hatte. Sie hätten es aber nur genutzt, um ein Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Braun zu führen und ihm die Möglichkeit zu geben, alles, was die Financial Times gesagt hatte, zu widerlegen.
Wirecard: McCrum kritisiert Handelsblatt

Ein anderes Mal im Juli 2019, kurz vor der Veröffentlichung der bisher größten Geschichte mit den nach McCrums Meinung wichtigsten Beweisen zur Enttarnung von Wirecard, erscheint ein Artikel im Handelsblatt, der von schweren Vorwürfen gegen die Financial Times schreibt. Es gebe Tonbandaufnahmen, auf denen ein angeblich britischer Geschäftsmann von einem weiteren kritischen Artikel der Financial Times über Wirecard berichte, der bald veröffentlicht werde. Der Artikel zitiert ein Wirecard-Schreiben, das behaupte, es würde "unwiderlegbare Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Financial Times und Short Sellern geben".

McCrum erzählt die Geschichte sehr nachdenklich und sagt, dass es der größte Moment des Zweifelns für ihn gewesen sei. Sie hatten alle Beweise dafür, dass Wirecard ein einziger Schwindel war. Die Welt schien aus den Fugen geraten, wie er sagt. Wirecard habe etwas sehr Cleveres gemacht, meint McCrum: "Sie versuchen nicht selbst an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie geben dieses Band und die Geschichte an ein paar befreundete Journalisten des Handelsblatts weiter, die reißerische Schlagzeilen machen, nach dem Motto: 'Die Tonbandaufnahme, hier ist endlich ein echter Beweis dafür, dass die Financial Times vielleicht korrupt ist.' Und so kommt es, dass wir vom Moment des Sieges dazu übergehen, dass die Financial Times, um ihren eigenen Ruf zu schützen, eine interne Untersuchung einleiten muss und dafür einen externen Anwalt engagiert."

br.de/nachrichten/wi…
Read 19 tweets
Dec 6, 2025
#wirecard
#silencespeaks

"Und  gerade deshalb wende ich mich an die vielen Journalist:innen, die früher zur Aufklärung von Wirecard beigetragen haben:

Dan McCrum, Olaf Storbeck, Ingo Malcher, Felix Holtermann, Sönke Iwersen, Rene Bender, Klaus Ott, Lena Kampf, Jörg Schmitt, Georg Meck, Bettina Weiguny, Melanie Bergermann, Volker ter Haseborg, Oliver Schröm, Thomas Steinmann, Lars Wienand, Christian Kirchner, Hans-Martin Tillack, Marta Orosz, Georg Mascolo, Jörn Leogrande, Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule, Martin Hesse, Jörg Diehl, Tim Bartz, Christoph Giesen, Nicolas Richter, Meike Schreiber, Heinz-Roger Dohms, Johannes Munzinger, Johannes Bauer, Frederik Obermaier, Ralf Wiegand, Nils Wischmeyer, Jan Disteldorf u.v.m."

fontaane.wordpress.com/2025/12/06/wir…
#wirecard
#silencespeaks

Wirecard: Sitzt seit 15 Monaten der falsche Schattenmann hinter Gittern? - FOCUS online share.google/sNZrUUgT8PL2ja…
#wirecard
#silencespeaks

Markus Braun attackiert Justiz: Ex-Wirecard-Chef: "Der Prozess war von Beginn an eine Farce" - ntv.de share.google/qW6FNOrTokJbo9…
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