Der Reihe nach... Schau den ersten Screenshot an...
Payeasy, du erkennst "64522"
Arne hat die zahlungen gesehen und denkt bis heute, dass das ausreicht, sie auch zu erklären...
Noch im januar 2024 gab es unumwunden zu, man könne sich die zajlungen eben nicht erklären. Mit Logik scheint man es in Norddeutschland nicht so zu haben, denn wenn man sich die Zahlungen nicht erklären kann, dann könnte es eben so sein, wie Braun vermutet/behauptet und dann müsste man das klären - nicht ignorieren, wie es die inzestuöse Bubble da im Stettnerkeller betreibt...
"Anteile der entsprechenden TPA-Erträge werden ebenfalls in 2018 über von Bellenhaus beschaffte virtuelle Konten zusammen mit Kommissionszahlungen der Onestopmoneymanager und der PowerCash21 vom Konto 64522 der Payeasy vor allem in die Pittodrie Finance ausgeleitet."
Das ist doch genau das, was Arne und Josef da zeigen in dem Screenshot!
Das Programm, in dem das gesendet wurde, heißt KONTROVERS.
Man kann wirecard gerne KONTROVERS diskutieren, aber die Pfützentaucher diskutieren ja gerade NICHT.
Bereits im Beweisantrag am 13.07.2023 spielte 64522 eine Rolle.
"Es finden sich in den EMailaccounts zahlreiche Belege dafür, dass Händler aus dem Wirecard Netzwerk vom Wirecard Vertrieb, vor allem durch Jan Marsalek selbst, an PayEasy vermittelt wurden. Außerdem wurden Partnerschaften mit externen Acquirern abgeschlossen, über die PayEasy Kreditkartentransaktionen in großem Umfang abwickelte. So wurde bereits sehr früh der Acquirer GrayPay für PayEasy angeschlossen. Über die Konten von PayEasy mit den Nummern 64522 und 66415 bei der Wirecard Bank flossen im Zeitraum von 2016 bis Juni 2020 insgesamt rd. 355
Mio. €. Bei den Einzahlungen handelt es sich um Zahlungsvorgänge aus Transaktionsgeschäft"
Selbst wenn das Volumen WÄRE und nicht Provision, sind 355 Mio € eine Menge und dann wäre die Provision immer noch eine Menge Gewinn in einem Geschäft, dass es laut Bellenhaus überhaupt nicht gab.
Es kann mir doch keiner erzählen, dass Arne zu dumm ist, diesen Widerspruch zu erkennen???
Dies ausschließend bleibt nur, dass er zu feige ist, es auszusprechen!
#wirecard #wirecardsaga
In Frage 81 des Fragenkatalogs an bellenhaus fragte die verteidigung beriets im März 2023 nach diesem konto:
"In einer Mail vom 23.09.2017 forderten Sie bei Frau
Maghrebi Kontoauszüge 11/2016 an für 58677 64244 58677 66420 67141 58654 58613 64522 7553 52004“
Was war der Grund dieser Abfrage?
Eine sinnvolle Antwort gab bello nicht.
Die Staatsanwaltschaft erklärt einfach, dies seien "halt irgendwelche Händlerzahlungen". Beweise, belege oder Fakten, die das unterstützen? Braucht man nicht, denn Arne stellt keine Fragen.
LIVELLO TRADING LTD PODGORICA? Nie gehört
ARMAND NETWORKS LTD PODGORICA usw
wenn die Verteidigung feststellt, dass nichts davon bei wirecard landete, ist das kein Beleg dafür, dass es veruntreut wurde... Aber auch kein beleg, dass all diese Zahlungen nichts bedeuten - genau das sagt aber die StA und sie sagte das bereits im Juli 2020, da konnte sie das aber gar nicht wissen.
Diese Farge hielten wir ale für relevant, die Ahnung hatten. Aber Arne hat die Frage vergessen...
Die StA hat - jedenfalls nach menem aktuellen Kenntnisstand - die Kontobewegungen des im Screenshot zu erkennenden Kontos bei der STANDARD CHARTERED BANK (HONG KONG) LI MITED nicht eingeholt.
Dazu sagte der SOKO-Chef "naja, es gab da irgendwie so eine grüne Liste und da haben wir halt irgendwie geschaut ob das relevant ist oder ob man das vielleicht gar nicht und überhaupt ich weiß ja auch nicht genau - aber Braun ist schuld"
Markus Braun ist der Robert habeck des Matthias Bühring ;)
"geht es dabei um Geldwäsche?"
Na klar, ihr bayerischen Superagenten...
Lauter Zahlungen mit der Kalenderwoche und als Betreff einem Händler... Wenn das nichts mit Wirecard zu tun haben soll und Geldwäsche ist - wo sind dann die Ermittlungen dazu?
Wen verarscht ihr egentlich nachts so...
Centurion Online Solutions?
ab nach Antigua zu Calvin?
Alles irrelevant?
"fließen 55 Mio € ab 2018 großteils an dubiose Briefkastenfirmen"
sind das die Antiguafirmen?
von Calvin?
Der denselben schweizerischen Bankbearbeiter hat wie die Monterosa?
wieviel ergibt eigentlich 1 + 1 in den redaktionsstuben des Bayerischen rundfunks? Nulleinviertel?
wer ist denn "call centre services"?
Na ratet doch mal in der Schlaumeierfünffingerblase?
Und dann machen steuerfinanzierte Pfützentaucher eine steuerfinanzierte Bildunsreise nach Prag und suchen Xprt services?
Und finden Strohfirmen?
Und folgern: da kann ja nix sein...
Dabei residierte die US-börsennotierte größte Partnerbörse der welt, Kunde der Wirecard, auch nur in einem Backsteinhäuschen in Consett.
Und jetzt? Nutzt man steuerfinanziert die Xprt services eines schweizerischen geldwäscheexperten, der natürlich bestätigt, was man wissen will "oha, riecht nach geldwäsche"
Ich zeige Euch mal eine Firma, riecht sicher nach geldwäsche...
Die Firma sitzt in einem Postfach. Muss ja geldwäsche sein. Und Geschäft machen die sicher nicht...
Wenn es sich nicht um geldäwsche handelt, sind es eben Händlererlöse. damit speiste der Oberdimpflmoser die BR-Investigativ-11km-taucher ab...
wenn es aber Händlererlöse sind, die von X auf das Konto Y fließen und dann fließt ein kleiner teil des geldes an Wirecard? was ist das dann? na, round tripping... klar...
aber wie kann es round tripping sein, wenn es gr nicht von wirecard kommt?
Da wird alles irgendwie hingebogen...
ich fasse es nicht...
wartet mal ab, was in Stadelheim noch passiert...
#wirecard #wirecardsaga
"wenn die 18 Mio machten, hätte die Firma ein Volumen von mehreren hundert Millionen haben müssen"
Totaler Schwachsinn!
Um mit Zahlungen bei Aldi oder Lidl 18 Mio Provision zu machen, braucht man hunderte Millionen - aber nicht bei high Risk.
Bei Eaze hat Akhavan fast 15% Provision bekommen!
Dann verbrät man weiteres sinnloses Steuerzahlergeld, um in Podgorica die Mayhem Media zu suchen...
Die steht auf der Kundenliste der webInc (was quasi die frühere Enterpayment ist, die ich schon 2003 recherchiert habe und die bereits 2005/2006 im Zusammenhang mit Shanmugaratnam in Singapur auftauchte, von wo es wiederum einen direkten draht gibt zur Editions sans frontier bzw Publication without borders, was einem belesenen Wirecardexperten ja auch was sagt)
Die Struktur ist seit 20 jahren dieselbe und die entscheidenden Personen sind auch geblieben, auch wenn ich den Avraham Veenstra tatsächlich nicht kannte...
Mann mann mann, das kann doch nicht Euer Ernst sein...
in diesem fall hat sich der Pfützentauchkurs auf Steuerzahlerkosten wenigstens gelohnt... und zwar für die paar sekunden, in denen man das Logo von "Maxbet" sieht...
49% waren ihnen 140 Mio € wert, peter jackson war happy
Ich bin nicht mehr auf dem laufenden, welche Glücksspielfirma gerade wem gehört, aber Flutter hatte was mit der StarsGroup zu tun, deren Lobbyisten man aus dem Wirecard-PUA kennt.
Oder von diversen Feiern auf sylt. Fragt mal @KubickiWo (wenn er gerade mal nüchtern ist)
Flutter kaufte The Stars group, das war früher Amaya und da krebsten die baazov-Brüder rum, die in hannover BetOnUSA hatten und deren paymentsparte war webtrade/Inatec und die wurde im Büro des Wirecardanwalts verhökert an Bauer-Schlichtegroll und Trautmann, was der unlängst erst erzählt hat in Stadelheim. Da war aber Arne leider schon wieder weg...
Ach @meyerar - Consett ist eine hässliche Stadt, da fährt ein steuerfinanzierter investigativer Jour nalist sicher nicht hin... Falls aber doch... ganz in der Nähe liegt Newcastle...
Dort gab es einst die "Newcastle Building Society" und die hatten aus einem schwer erklärlichen hrund plötzlich Lust, die größte Prepaidkartenfirma Europas zu werden.
Plötzlich verging ihnen die Lust so schnell, wie sie gekommen war und sie verhäkerten die ... ich krieg den namen nicht hin Newcastle Card Services oder so... an Oliver Bellenhaus...
Daraus wurde die Card Solutions UK, die hatten eine banklizenz.
Jörg Kukies kennt die Firma gut, sein Schweigegelübdebruder Wolfgang Schmutzfink oder so war im PUA und erzählte, dass Goldmankunden dort Millionen hatten. Er wollte dazu noch Informationen beibringen, hat das aber wohl nie getan...
Noch lange vor der offiziellen eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde die Card Solutions UK in ihre Einzelteile zerlegt...
Die BaFin spielte mit, die britische FCA wollte eigentlich eine Geldwäscheuntersuchung machen, aber da war ja dann nix mehr...
Auf Seiten des Käufers (!) agierte Jens Röhrborn, der Wirecardanwalt seit 1999, als die Firma ja noch die EBS war...
Der Käufer bekam aus dem großen Universum das nötige Kleingeld, kurz darauf wurde denen wegen geldwäscheproblemen die Lizenz in Litauen einkassiert und sie gingen in die insolvenz, die assets landeten bei irgendwelchen Investoren, darunter die begehrten Mastercard-Bincodes.
Die gingen zu einer Bank, die Richard Bransons Virginbank gehörte.
und heute werden dieselben BIN-codes auf Flüchtlingskarten gefunden und laut Mastercard gehören die BIN-Codes jetzt einer Firma in Bulgarien,...
warum aber hatten Goldmankunden Geld in die Wirecard Card Solutions gesteckt?
es war eben nicht Wirecard, die die Erdinger Flüchtlingskarte betrieben haben, es war die Wirecard Card Solutions...
#wirecad #wirecardsaga
Diese Newcastle Building Society war früher Herausgeber der Moneybookers Prepaidkarten.
Moneybookers wurde übernommen von einem Investor, da mischte kein geringerer als Thomas Middelhoff mit. Der hatte über den Kölner Baulöwen Josef Esch Beziehungen zum späteren EBS-Direktor (2002) Wulf Matthias, der später (2008) in den AR der wirecard kam und der von allen Zeugen als der tattergreis beschrieben wird, so auch von Trautmann, obwohl der Wirecard faktisch ja schon 2009 verlassen hat - und da war Matthias noch kein Tattergreis. Aber zu Wulf Matthias darf man nichts fragen, sonst würden zuviele Fragen entstehen... Denn 2016 war der noch "Senior Consultant" oder so eines gewissen Herrn olearius von der CumEx-Warburg...
Aus Moneybookers wurde dann Skrill und aus newcastle wurde Wirecard und so änderten sich die namen, aber alles bleib, wie es war...
und wenn die Pfützentaucher nicht gestorben sind, dann tauchen sie noch heute, dabei erzähle ich die Antworten doch mittlerweile wirklich schon fast auf Kindergartenlevel...
#wirecard #wirecardsaga
wie weit runter soll ich denn noch mit dem Niveau, bis der Bayerische Rundfunk wieder mitkommt?
Systematisches Blah-Blah in der FAZ über wirecard und cum-ex, präsentiert ausgerechnet von Jans Schwester und dem geheimnisvollen Wirtschaftsprüferprüfer, der auch noch 'Wirecard-Aufklärer" genannt wird - und das ausgerechnet in der FAZ.
Wir haben so viele angebliche Wirecard-Aufklärer, von Singapur über London bis nach Dubai und New York- nur haben wir kurioserweise immer noch keine Wirecard-Aufklärung.
Nur eine der Absurditäten dieses Falles...
Dazu erfährt man in diesem Gespräch eigentlich gar nichts - aber es ist halt Anne Kaffeekanne.
wollen wir ein bisschen gegen die Regierung stänkern?
Ein vergesslicher Olaf Scholz, der abgelöst wurde durch einen Blackrock-Anwalt?
Und was hat das mit cum-ex und wirecard zu tun?
nun ja,...
Gesicherte Schuld, unbelegte Schuld – und ein politisches Schutzinteresse
Im Fall der Wirecard AG werden bis heute zwei grundverschiedene Sachverhalte miteinander vermengt: nachgewiesenes Prüfversagen und strafrechtlich nicht bewiesene Täterschaft. Diese Vermengung ist kein Zufall – sie hat eine klare Funktion. Sie schützt Wirtschaftsprüfer, deren Schuld feststeht, und verschiebt Verantwortung auf eine Person, deren Schuld rechtlich nicht erwiesen ist.
Die Pflichtverletzungen von Ernst & Young sind dokumentiert und sanktioniert. Die Abschlussprüfer haben über Jahre hinweg elementare Prüfungsstandards verletzt: Sie unterließen direkte Bankbestätigungen, akzeptierten zweifelhafte Treuhandkonstruktionen, ignorierten Warnsignale und erteilten dennoch uneingeschränkte Testate. Diese Vorwürfe sind nicht Gegenstand offener Beweisfragen, sondern Ergebnis abgeschlossener Aufsichtsverfahren. Die Schuld der Wirtschaftsprüfer ist damit festgestellt. Nur: Sie haften nicht!
Demgegenüber ist die Schuld von Markus Braun bis heute nicht bewiesen. Trotz eines seit Jahren laufenden Strafprozesses ist kein Urteil ergangen, das ihn als Haupttäter eines umfassenden Betrugssystems qualifiziert.
Die öffentliche Darstellung suggeriert jedoch genau das: Braun gilt vielerorts bereits als überführter Großbetrüger – obwohl die Beweisführung bislang ausgeblieben ist.
Diese Vorverurteilung ist nicht nur juristisch problematisch, sondern politisch brisant. Denn sie ist die Voraussetzung für die Entlastungserzählung der Wirtschaftsprüfer. Nur wenn Wirecard als perfekt organisierte kriminelle Organisation erscheint, nur wenn Braun als mastermind eines außergewöhnlichen Betrugs gilt, lassen sich die Prüfungsfehler als verständliches Scheitern darstellen – nicht als professionelles Versagen.
An diesem Punkt wird der Fall politisch. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie EY sind keine beliebigen Marktakteure. Sie prüfen nicht nur Konzerne, sondern auch staatliche Beteiligungen, öffentliche Institutionen und Projekte im Auftrag der Bundesregierung. Sie sind Teil der finanziellen Kontrollarchitektur des Staates.
Wenn ihre Glaubwürdigkeit fundamental in Frage steht, betrifft das nicht nur vergangene Mandate, sondern laufende und zukünftige staatliche Aufträge.
Ein Staat, der sich auf diese Prüfer stützt, hat daher ein objektives Interesse daran, deren systemisches Versagen nicht zu tief greifen zu lassen. Das erklärt, warum die Erzählung vom einzigartigen Betrug so hartnäckig fortlebt – selbst ohne gerichtliche Bestätigung. Die Annahme der Schuld von Markus Braun wirkt wie ein Schutzschild: Sie individualisiert das Problem und verhindert, dass die Verantwortung institutionell und politisch adressiert wird.
Wer also weiterhin so tut, als sei die Schuld von Markus Braun erwiesen, trifft keine neutrale Feststellung. Er stabilisiert ein Narrativ, das gesicherte Schuld relativiert und staatlich relevante Akteure schützt. Die eigentliche Schieflage besteht darin, dass belegtes Prüfversagen erklärungsbedürftig gemacht wird – während unbelegte Täterschaft als Tatsache gilt.
Der Wirecard-Skandal ist damit nicht nur ein Wirtschafts- oder Justizfall. Er ist ein politischer Fall. Er zeigt, wie sehr die Frage, wessen Schuld als gesichert gilt, davon abhängt, wessen Schuld politisch tragbar ist.
#wirecard
wenn man das alles konsequent weiter. denkt, könnte man Markus Braun als politischen Häftling bezeichnen...
Wer jahrelang gehirngewaschen wurde von zahlreichen Artikeln, Büchern, Dokumentationen - in denen Markus Braun als Kopf einer Bande vorverurteilt wurde, könnte das für völlig absurd halten - ich kann aber versichern: so absurd ist das gar nicht...
#wirecard
drehen sie das ganze doch einmal um: nehmen sie mal an, uns wurde tatsächlich jahrelang eine Geschichte von wirecard erzählt, die gar nicht stimmt - was wäre denn der Sinn davon?
das politische versagen und das Versagen der wirtschaftsprüfer wird kleiner mit einem bandenchef. ganz logisch.
und wenn man sich anschaut, wie zum Beispiel der Fall cumex öffentlich behandelt wird, kann man parallelen entdecken
Zusammenfassung Ihres Ausschnitts (Handelsblatt Crime – Wirecard/Markus Braun)
In der Folge geht es um den Strafprozess zum Wirecard-Skandal. Im Mittelpunkt steht Markus Braun, Ex-CEO des früheren DAX-Konzerns, der zusammen mit zwei Mitangeklagten wegen bandenmäßigen Betrugs, Untreue und u. a. (auch) Marktmanipulationsvorwürfen angeklagt ist. Es geht um Milliarden, insbesondere um das angebliche Drittpartnergeschäft und die fehlenden 1,9 Mrd. Euro auf Treuhandkonten.
1) Prozesslage und Rollen
Der Prozess läuft seit 8. Dezember 2022 am LG München (Hochsicherheitssaal).
Zunächst sagte Oliver Bellenhaus aus (geständiger Mitangeklagter/Kronzeuge). Danach äußerte sich Markus Braun ausführlich.
Bellenhaus’ Version: Wirecard sei über Jahre ein Betrugssystem gewesen; Braun habe „alles gewusst“ und das System mitgetragen.
Brauns Version: Eine „Bande“ um Bellenhaus und den flüchtigen Ex-Vorstand Jan Marsalek habe den Betrug ohne sein Wissen organisiert; er sei Opfer.
2) Brauns Auftreten und Verteidigungslinie
Braun wirkt im Gericht „kühl“, zahlengetrieben, sachlich; wenig Emotionen.
Er bezeichnet den 18. Juni 2020 (Tag der fehlenden 1,9 Mrd. Euro) als Tag von „Schmerz/Bedauern“, weist aber alle Anklagepunkte zurück und betont: keine Kenntnis von Fälschungen/Veruntreuungen.
Er präsentiert seine Sicht teils mit PowerPoint (60+ Folien), nennt Firmenkonstrukte/Belege/Strukturen und behauptet: Das Drittpartnergeschäft habe existiert, Gelder seien nur abgeflossen.
3) Richterliche Skepsis (Markus Födisch)
Der Vorsitzende Richter unterbricht Braun mehrfach, äußert Verständnisprobleme („viel geredet, wenig gesagt“) und stellt kritische Plausibilitätsfragen, u. a.:
Warum sollte man Bilanzen aufwendig fälschen, wenn man – nach Brauns Theorie – „echte“ Umsätze hatte und Geld „einfach“ abziehen könnte?
Wozu dienten Treuhandkonten, wenn man sie faktisch nie brauchte?
Warum gab es offenbar keine robuste Überprüfung der Treuhänder?
Zur Ad-hoc-Mitteilung April 2020 (KPMG-Sonderprüfung): Der Richter hält Braun vor, die Kommunikation habe eher „das Gegenteil“ der Lage vermittelt; Maßstab seien nicht Brauns Überzeugungen, sondern Tatsachen.
4) Verteidigung vs. Staatsanwaltschaft
Brauns Anwalt Alfred Dierlamm fährt eine konfrontative Linie:
Vorwurf „schlampiger Ermittlungen“ und verspäteter/überbordender Aktenlieferungen („Aktenflut“), die faire Verteidigung erschwere.
Anträge auf Aussetzung/Unterbrechung werden bislang abgelehnt.
Richter Födisch wird als streng, detailorientiert und „nicht deal-affin“ beschrieben; er weist Verteidiger deutlich zurecht („entscheide ich selbst“).
5) Kronzeuge Oliver Bellenhaus
Bellenhaus wird als widersprüchlich-bunt charakterisiert (Mails/Umgangston), tritt im Gericht zunächst unsicher auf, wird dann stabiler.
Motiv: Als Kronzeuge hofft er auf deutlich mildere Strafe, muss dafür zur Aufklärung beitragen und andere belasten.
Kernaussage: Braun sei ein „absolutistischer“ CEO gewesen; nichts sei ohne ihn gelaufen. Wirecard wird als „Krebsgeschwür“ beschrieben.
Zusätzlich attackiert Bellenhaus den dritten Angeklagten Stefan von Erffa (äußert sich bislang nicht); möglich, dass von Erffa später prozessentscheidend wird.
6) Ausblick / zentrale Pointe der Folge
Nach Brauns Einlassung startet stärker das Beweisprogramm (Ermittler, später u. a. Compliance-Aufarbeitung nach Insolvenz).
Die Folge verdichtet die Lage auf eine zugespitzte Alternative: Braun gehe entweder als extrem inkompetenter CEO („wusste nichts“) oder als krimineller CEO („wusste alles“) in die Geschichte ein.
Strukturierte Kernaussagen in 6 Stichpunkten
Erstmals in der Nachkriegsgeschichte steht ein Ex-DAX-Topmanagement wegen bandenmäßigen Betrugs in dieser Dimension vor Gericht (Folgenrahmung).
Prozess ist ein Duell zweier Narrative: „Braun als Mastermind“ vs. „Braun als Opfer“.
Dreh- und Angelpunkt: Existierte das Drittpartnergeschäft oder war es weitgehend fiktiv?
Richterliche Nachfragen deuten auf erhebliche Plausibilitätszweifel an Brauns Darstellung.
Verteidigung setzt auf Verfahrens-/Ermittlungsangriffe (Akten, Fairness, Ermittlungsqualität).
Bellenhaus liefert belastende Aussagen gegen Braun; von Erffa könnte als zusätzlicher Faktor die Beweislage weiter verschieben.
Wenn es #truthbenders mehr um ein Foto geht als um den Inhalt und wenn das #schandelsblättchen Gechichte "korrigiert"
"Fall 2: Wirecard – „Luftbuchungen“ und Streit um Fotos (Oliver Bellenhaus)
Peter Koppe: Spannend waren die Prozesse rund um unsere Wirecard-Berichterstattung. Wir berichteten früh über „Luftbuchungen“. Wirecard ging dagegen vor – ohne Erfolg.
Sehr umfangreich war der Streit mit Oliver Bellenhaus. Er erwirkte aus der Untersuchungshaft eine einstweilige Verfügung: Wir sollten seinen Namen nicht nennen und sein Foto nicht veröffentlichen.
Wir gingen dagegen vor, zunächst ohne Erfolg. In der Berufung schlossen wir vor dem OLG München einen Vergleich: Wir durften den Namen nennen, aber das Foto nicht zeigen – klassischer 50/50-Vergleich.
Host: Und später?
Peter Koppe: Als Anklage erhoben wurde, rief René Bender sofort an: „Dann dürfen wir das Foto doch wieder zeigen?“ Redaktion wollte eine große Titelgeschichte, am liebsten mit Bild.
Ich sagte: Mit Anklage ist ein neues Stadium erreicht – aber damals waren wir noch im Zwischenverfahren: Anklage erhoben, aber noch nicht zugelassen. Ich wollte das Risiko reduzieren: Foto ja, aber nicht aufs Titelbild, weil ein Titelbild bei einer Verfügung besonders problematisch ist. Wir wählten: Foto im Innenteil, nicht auf dem Titel.
Bellenhaus beantragte wieder eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht München gab uns zunächst Recht. In der Berufung vor dem OLG München verloren wir dann – mit dem Argument: Anklage zwar erhoben, aber noch nicht zugelassen; Geständnis nur teilweise.
Kurz darauf wurde die Anklage zugelassen – ab dann war die Fotoveröffentlichung praktisch unstreitig."
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Das #schandelsblättchen und seine "frühen" Berichte über Luftbuchungen?
"Vor allem das Handelsblatt trifft die Kritik von McCrum. Er erzählt, dass er eines der Schlüsseldokumente ans Handelsblatt weitergegeben hatte, damit sie, wie er sagt, sich selbst davon überzeugen konnten, dass sich die Financial Times das nicht ausgedacht hatte. Sie hätten es aber nur genutzt, um ein Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Braun zu führen und ihm die Möglichkeit zu geben, alles, was die Financial Times gesagt hatte, zu widerlegen.
Wirecard: McCrum kritisiert Handelsblatt
Ein anderes Mal im Juli 2019, kurz vor der Veröffentlichung der bisher größten Geschichte mit den nach McCrums Meinung wichtigsten Beweisen zur Enttarnung von Wirecard, erscheint ein Artikel im Handelsblatt, der von schweren Vorwürfen gegen die Financial Times schreibt. Es gebe Tonbandaufnahmen, auf denen ein angeblich britischer Geschäftsmann von einem weiteren kritischen Artikel der Financial Times über Wirecard berichte, der bald veröffentlicht werde. Der Artikel zitiert ein Wirecard-Schreiben, das behaupte, es würde "unwiderlegbare Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Financial Times und Short Sellern geben".
McCrum erzählt die Geschichte sehr nachdenklich und sagt, dass es der größte Moment des Zweifelns für ihn gewesen sei. Sie hatten alle Beweise dafür, dass Wirecard ein einziger Schwindel war. Die Welt schien aus den Fugen geraten, wie er sagt. Wirecard habe etwas sehr Cleveres gemacht, meint McCrum: "Sie versuchen nicht selbst an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie geben dieses Band und die Geschichte an ein paar befreundete Journalisten des Handelsblatts weiter, die reißerische Schlagzeilen machen, nach dem Motto: 'Die Tonbandaufnahme, hier ist endlich ein echter Beweis dafür, dass die Financial Times vielleicht korrupt ist.' Und so kommt es, dass wir vom Moment des Sieges dazu übergehen, dass die Financial Times, um ihren eigenen Ruf zu schützen, eine interne Untersuchung einleiten muss und dafür einen externen Anwalt engagiert."
"Und gerade deshalb wende ich mich an die vielen Journalist:innen, die früher zur Aufklärung von Wirecard beigetragen haben:
Dan McCrum, Olaf Storbeck, Ingo Malcher, Felix Holtermann, Sönke Iwersen, Rene Bender, Klaus Ott, Lena Kampf, Jörg Schmitt, Georg Meck, Bettina Weiguny, Melanie Bergermann, Volker ter Haseborg, Oliver Schröm, Thomas Steinmann, Lars Wienand, Christian Kirchner, Hans-Martin Tillack, Marta Orosz, Georg Mascolo, Jörn Leogrande, Arne Meyer-Fünffinger, Josef Streule, Martin Hesse, Jörg Diehl, Tim Bartz, Christoph Giesen, Nicolas Richter, Meike Schreiber, Heinz-Roger Dohms, Johannes Munzinger, Johannes Bauer, Frederik Obermaier, Ralf Wiegand, Nils Wischmeyer, Jan Disteldorf u.v.m."