#Ukraine
Die nächsten beiden Monate könnten eine Wende bringen, den endgültigen Übergang der Initiative an die UA.
Üblicherweise sind die RU Geländegewinne im Winter geringer und nehmen ab April/Mai deutlich zu. Dieses Jahr melden erste Kartierer ein fast ausgeglichenes Verhältnis der Gewinne beider Seiten für März+April. Besonders auffällig dabei die Situation bei Pokrowsk:
Dort lag im gesamten bisherigen Jahresverlauf der Schwerpunkt der RU Angriffe. Grund ist das RU Ziel, den Rest der Oblast Donetzk zu erobern. Die übliche RU Taktik ist es, befestigte Städte zu flankieren und dann von 3 Seiten zu stürmen, so zuletzt im Falle Pokrowsk. Um die Agglomeration Kramatorsk-Slowjansk so einzunehmen, versucht man, wie üblich entlang einer Bahnlinie von Pokrowsk nach N vorzustoßen, um so den Nachschub für Kramatorsk zuz kappen (und zugleich die Grenze der Oblast zu sichern), mit einem ergänzenden Stoß W Liman nach SW
Trotz der klaren Schwerpunktbildung sind die Geländegewinne gerade bei Pokrowsk sehr bescheiden und wurden ganz überwiegend bereits Jan/Feb erzielt, seither liegen die RU dort fest; kleinere Geländegewinne haben sie va im mittleren Abschnitt W Siwjersk erzielt, also im frontalen Vordringen
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Man versucht zwar, Kostjantiniwka mit der üblichen Flankierung zu nehmen, das wäre aber wie die Karte deutlich zeigt nur eine Frontbegradcigung, kein entscheidender Fortschritt
Dass gerade in der Hauptangriffsrichtung der RU die UA Verteidigung recht stabil steht, dürfte auch auf die zunehmenden Drohnenangriffe bis in 60km Tiefe gegen die RU Logistik zurückzuführen sein - Verstärkungen bzw. besser Ersatz für die hohen Verluste kommt nur unter eigenen Verlusten nach vorne, mech. Angriffsversuche scheiterten kürzlich schon bis zu 10km vor den UA Stellungen tief im RU kontrollierten Gebiet
Das zweite politische Ziel neben Donetzk ist Saporischje, Oblast wie Stadt, die nach RU Ansicht durch das Fake-Referendum ja bereits RU Territorium sind. Hier war schon länger ein Großangriff erwartet worden, der aber bisher ausblieb. Hier überwiegen seit Beginn des Jahres die UA Geländegewinne, seit etwa Mitte März ist beiderseits kaum noch Bewegung. Der UA Angriff von N flankierte den geplanten RU Vorstoß parallel zu bzw. hinter den UA Stellungslinien nach W, dort konnten die RU nur um Huljaipole noch kleinere Gewinne erzielen; zugleich gelang es den UA, den gefährlichen RU Einbruch entland des Dnipro nach N abzuriegeln und teils zurückzudrängen. Hier ist die taktische Situation für die RU insgesamt schlechter als zu Jahresbeginn, großangelegte Angriffe schwieriger geworden
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Die in den letzten Tagen nochmals stark gestiegenen RU Verluste, bei relativ geringer Zahl von Angriffsaktionen, sind am ehesten mit einer verstärkten UA Drohnenkampagne in der Tiefe zu erklären, die jeden RU Offensivversuch - der zur Erreichung der von Putin vorgegebenen Ziele bald kommen muss - bereits im Ansatz zerschlagen soll
Die nächsten beiden Monate werden zeigen, ob dieser Plan erfolgreich ist. Sollten nennenswerte RU Gewinne ausbleiben, rückt ein systematisches "Aushungern" RU Schwachstellen mittels Drohnen zwecks weiterer UA Gegenangriffe wie NO Huljaipole in Reichweite
Ein operativer Durchbruch ist in Zeiten des Drohnenkrieges zwar nicht zu erwarten, aber allein das Ende der geringen, aber kontinuierlichen RU Geländegewinne und das langsame Zurückdrängen der Front wird seine Wirkung auf die Kampfmoral beider Seiten nicht verfehlen
Ein Kriegsende wäre damit zwar noch nicht unmittelbar in Sicht, aber zusammen mit den zunehmenden Angriffen im RU Hinterland und dem Niedergang der Wirtschaft würde ein Ausgang wie 1918 an der Westfront greifbar: kein kompletter Zusammenbruch der RU Front, aber die innere Aufgabe vieler RU Soldaten, die dann ein UA Vorrücken auf breiter Front und die Befreiung zumindest großer Teile der besetzten Gebiete -auch auf der Krim, durch SOF und Partisanen - ermöglichen würde - ein Szenario, das im Verlauf des Jahres 2027 Realität werden könnte
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Weiter sehr hohe RU Materialverluste. Interessant der Vergleich mit dem Vorjahr, auch bei der Beschußintensität (jeweils lt. GSUA)
Ari-Beschuß ist stark rückläufig, sicher Folge der Bedrohung durch Drohnen, auch gut sichtbar am gleichzeitigen Anstieg der Geschützverluste
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Zusammengenommen führt das zu stark verkürzten Überlebenszeiten von Geschütz und Bedienung - statt durchschnittlich nach 140 Schuß wird das System nach 65 Schuß getroffen
Gleichzeitig hat sich der Drohneneinsatz (vermutlich gleichläufig auf UA Seite) mehr als verdreifacht 2/3
Auch der Lenkbombeneinsatz ist stark gestiegen - interessanterweise kein so großes Thema mehr, evtl. w/ erfolgreichem Jamming
Die sehr hohen Kfz-Verluste sind sicher va Folge der höheren Zahl verfügbarer Drohnen; beim Einsatz von Personal und PzFz sind die RU vermutlich vorsichtiger geworden
3/3
Ich wäre nicht überrascht, wenn es diese Nacht noch zu Schießereien käme - womöglich ein paar SOF (ISR und/oder USA), mit ein paar Kurden dabei, die Feuerwerk machen um das Geschehen in Gang zu bringen
#Iran
Trump beginnt einen Krieg
- ohne Legitimation durch den Kongress
- ohne Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit
- ohne realistische Kriegsziele
Das ist der sichere Weg in die (politische, nicht militärische) Niederlage
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Unrealistische Kriegsziele
- Atomprogramm: angeblich schon im Jun zerstört - warum sollte das jetzt klappen? Tiefer verbunkert als zuvor?
- Regimesturz: wohl zu spät, jetzt stabilisiert es das Regime eher, der äußere Feind schweißt die Anhänger und Profiteure besser zusammen
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als der innere
- Alles andere wie das Ende der Unterstützung auswärtiger Terrorgruppen sind ohnehin nur Sekundärziele, die ohne Regimesturz unerreichbar sind
Krimineller Wahlkampf mit Bomben, aber wie bereits Talleyrand sagte: "schlimmer als ein Verbrechen, eine Dummheit"
3/3
Weiterhin Meldungen über UA Erfolge NO Huljaipole. Wahrscheinliches taktisches Ziel: Wiedergewinnung des Panzergrabens der alten Verteidigungslinie, der im Sep durchbrochen worden war, ein Annäherungshindernis, das mit Drohnen verteidigt werden kann 1/2
Möglich, dass man im Erfolgsfalle weiter vorzustoßen versucht, um RU Angriffe von Huljaipole nach W in den Rücken der UA Stellungslinie zu flankieren und so zu unterbinden
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Nach diesem Lagebericht eines meist gut informierten Accounts stehen Einheiten der 95. LL-Brig weiter S als zumeist kartiert, liegen dort aber vor RU beherrschten Höhen fest. 1/2
Verdammt viel Aufwand, um einen leeren Tanker, dem man seit Tagen von der Karibik bis in den Nordatlantik folgt, jetzt vielleicht aufzubringen (warum eigentlich nicht schon Tage früher? Es soll bei der USNavy Leute geben, die sowas beruflich machen) 1/2