Mich erreichen vermehrt Rückfragen, was an der Darstellung der @NZZ denn irreführend sei. Ich kann darauf aber nicht antworten, weil der stellvertr. Chefredaktor @_freidel mich blockiert hat.
Daher auf diesem Wege: Irreführend ist daran erstens das Diagramm. Es baut eine
reine Korrelation unzulässig zur Kausalität aus, indem es impliziert, die gesamte Stromerzeugung in Deutschland sei wegen des Wind- und Solarausbaus gesunken. Dafür liefert die NZZ keinen Beleg.
Viele Leser der NZZ verstehen dieses Diagramm aufgrund der Beschriftung so, dass...
der Stromertrag aus Wind und Sonne in dieser Zeit gesunken ist (er ist gestiegen). Eine seriöse Beschriftung wäre "installierte Leistung Wind- und Solar" + "gesamte Strommenge aus allen Kraftwerken".
Es ist vermutlich ein gezielt erzeugtes Missverständnis.
Generell ist es fragwürdig, für den Erfolg der Energiewende als Metrik die erzeugte Gesamtstromenge heranzuziehen. Das primäre Ziel der Energiewende ist ja, den Strom sauberer zu machen.
Die Erzeugung ging zudem runter, weil Importe stiegen und der gesamte Verbrauch sank.
Ein weiterer scheinbarer Beleg soll der Blick in andere Länder sein, Deutschland sei da ein Sonderfall. Zahlreiche Daten von 2000 bis 2024 will man ausgewertet haben, laut denen Spanien und die Niederlande EE ausgebaut und die Gesamtstromerzeugung gesteigert hätten.
Aha. Das ist die karge Ernte aus den "zahlreichen" Daten? In zwei anderen Ländern mit stabilem Wirtschaftswachstum wächst der Strombedarf, während er in Deutschlands mit sinkendem industriellen Output sinkt. Wer hätte das gedacht?
Genau, alle.
Hinzu kommt, dass die deutsche Stromerzeugung / Capita ohnehin recht hoch lag und jetzt auf dem spanischen Niveau angekommen ist.
Wie gesagt, grundsätzlich eine ziemlich willkürliche Metrik um den Erfolg der Energiewende zu messen, denn die Ursachen liegen hier ganz woanders.
Erfundenen Metriken mögen sie bei der NZZ, so hat man dort schon 2022 die Metrik "Auslastung<20%" erfunden und definiert, dass alles darunter unrentabel sei.
Was das für Schweizer Speicherwasser mit 18% bedeutet, will mir die NZZ bis heute nicht beantworten 🤷
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Die Daten in der VON IHM VERLINKTEN Studie belegen seine Aussage "Sobald Tunnel gebaut werden müssen, lässt sich das Projekt endgültig nicht mehr mit dem Klimaschutz begründen." halt nicht.
Nehmen wir gerne die Strecke der Studie mit dem hohem Tunnelanteil. Frankfurt-Köln geht quer durch den Westerwald, das resultiert in knackigen 47 km Tunnel auf 219 Streckenkilometern.
Abgesehen vom traurigen Niveau isses hier vor Allem ineffektiv geworden. Drüben bei bluhskai kann ich einfach einen Link zu meinem Artikel posten UND Leute bekommen ihn ausgespielt. UND ich muss danach nicht 2 Stunden lang moderieren.
1/5
Wer mich kennt, weiß: Ich komme sehr gut mit anderen Meinungen klar. Im Prinzip war das hier sogar lange der USP: Leute mit anderer Meinung verfechten sie mir gegenüber so, dass es eine echte Debatte gibt und ich meine danach ggf. ändere. Es WAR ein global townsquare.
2/5
Das sehe ich hier nicht mehr. Meinungen werden jetzt einfach künstlich verstärkt/abgeschwächt und es zählt nicht mehr die Stichhaltigkeit eines Arguments, sondern welches lauter in den townsqure gebrüllt wird.
Für die Kosten der Energiewende werden in dieser "Studie" Baukosten UND die Erlöse der Anlagen zusammenaddiert.
Als würde ich auf den Kaufpreis einer Wohnung die folgenden 20 Jahre Miete obendrauf addieren und sagen, diese Gesamtsumme wären die Kosten für die Wohnung?!
[2]
Dass diese Gaga-Rechnung nicht korrigiert, sondern weiterverbreitet wurde, fühlt sich nach genau der Ideologie an, die die @welt gerne bei anderen sieht.
Die Studie nimmt übrigens einfach chinesische Bauzeiten an, die auch das dortige, autoritäre Regime erst emöglicht.
[3]
Zustand der Bahn nach 3 Jahren FDP-Führung des Verkehrsministeriums. Nicht nur die Reservierungen werden nicht digital angezeigt, jetzt wird sogar die ganze Waggonnummer auf Papier geschrieben.
Durchsagen funktionieren nicht.
Klos sind defekt.
Es ist einfach peinlich.
Ja, der Vorwurf ist nicht 100% fair, weil @Wissing schon einen maroden Konzern geerbt hat.
Aber solange hier nichts gelöst wird und wir Bahn-Investitionen immer weiter verschleppen, um einem hübschen Kontostand zu frönen, wird das wohl schlimmer werden.
Ich sehe jetzt nicht, wie er das Problem löst, indem Geld von Schiene auf Straße umgelegt wird.
Darf ich vorstellen? Der weltgrößte Minenbagger für den Einsatz in einer kanadischen Kupfermine. Diesel? Hallo, wir haben 2024, das Ding aus deutscher Produktion läuft natürlich elektrisch. 😍🇩🇪⚡️
Die Motoren leisten 2 * 2.000 PS und heben damit pro Ladevorgang 42 m³ ...
1⃣
... Kupfererz in die ebenfalls elektrisch betriebenen Großmuldenkipper. Es wird somit ohne fossile Brennstoffe aus der Erde geholt, im Idealfall ohne fossile Brennstoffe raffiniert und kann dann genutzt werden, um noch mehr solcher Bagger oder E-Busse, Windkraftanlagen, ...
2⃣
Stromnetze, Wärmepumpen oder was auch immer herzustellen. Um damit dann noch mehr fossile Brennstoffe loszuwerden (!). Ist das Konzept jetzt langsam greifbar?
Hergestellt wird das Ding in Deutschland von Komatsu, dem Nachfolger der in Hannover bekannten Hanomag AG.
As the "BUT LITHIUM IS BAD" BS might work less and less, the @washingtonpost identified another metal framing it as EV misery metal: Aluminum.
Thing is: We used millions of tons of aluminum in our cars long before @Tesla even produced their first one.
1⃣
This must be one of the stupidest Anti EV story ever.
just from 2000 to 2014 global aluminum consumption doubled while in 2014 Tesla sold sth. tiny like 30.000 units.
What do you think aluminum ore came from back then? Right, from Guinea (among others).
2⃣
Seriously, we use aluminum (aluminium, aluminio in other languages) in nearly everything, bc it's lighter than steel but with a quite similar strength (in alloys) and bc its electrical conductivity.