Die Angriffe auf Brücken über den Nord-Krim-Kanal waren offenbar systematischer, als es nach ersten Berichten den Anschein hatte
Neben der Brücke in Armjansk wurde auch die bei Mirne angegriffen, aber nach RU Wegbeschreibungen nicht zerstört (grünes X), wohl aber die beiden dazwischen gelegenen, über die nur Nebensträßchen führen. Damit muss der gesamte Verkehr ohne Umgehungsmöglichkeit über die Straße parallel zum Kanal geführt werden - stets staugefährdet und ideales Drohnenziel
Über 2 weitere kleinere Brücken könnten bei Kalantschak Nebenstraßen auf der O-Seite des Kanals erreicht werden - zusammen mit der bei Mirne dürften sie die nächsten Ziele sein
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Problem für die RU: die Kanaluferstraße ist dann die einzige Nachschubstrecke für das gesamte Gebiet W des Kanals, denn die Hauptstraße Melitopol-Cherson führt S Nowa Kachowka nur 11km von der Front über den Kanal, in bequemer FPV-Reichweite; die Brücke dort kann zudem jederzeit mit Lenkbomben gesprengt werden
Ein Angriff auf die Brücke bei Petropawliwka würde auch die Verbindung Armjansk-Cherson unterbrechen, es bliebe dann einzig die S Ausweichstrecke nach Hola Pristan
Die Frage ist deshalb: sollen die Angriffe auf die Brücken die Krim vom Festland abschneiden - oder doch zunächst einmal eher das Festland von der Krim? Denn noch kommt über die Kertschbrücke Nachschub, das linke Dnipro-Ufer bei Cherson wird sicher überwiegend auf diesem Wege versorgt
Sollten die UA dann noch SOF einschleusen und ihre Partisanennetzwerke aktivieren, könnte das gesamte Gebiet W des Kanals für die RU unhaltbar werden - womit auch die Bedrohung der Zivilbevölkerung in Cherson durch die Menschenjäger bei der RU Drohnentruppe wegfiele
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@threadreaderapp unroll
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1. Eine Produktionsstätte für jammingresistente Antennen für Drohnen etc - 2 nach ersten Meldungen präzise Treffer mit Flamingo, dessen Treffsicherheit offenbar erheblich verbessert wurde 1/4
3. 2 Pumpstationen an Pipelines, NO bzw. O Moskau, brennen derzeit. Wtorowo wurde ebenso wie die beiden ersten Ziele bereits früher angegriffen, Lobkowo erscheingt nue auf der Liste 3/4
Das war die Lage in Donetzk Ende Apr - trotz massiver Angriffe va bei Pokrowsk waren die RU seit Jahresbeginn kaum vorangekommen bei dem Versuch, den Rest der Oblast einzunehmen, insbesondere der Zangenangriff von Pokrowsk nach NW, bei Liman nach SW war kaum vorangekommen
Seither hat sich die Lage für RU eher noch verschlechtert, besonders deutlich im N
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Im Vergleich zum Monatsbeginn haben die RU um den Frontbogen N Liman deutlich Gelände verloren; einziger Erfolg war die Ausweitung der grauen Zone nach SW, wo einzelnen Trupps die Überschreitung des Siwerski Donetz gelang - unklar, ob dort noch RU stehen
Überraschend der UA Angriff mit gepanzerten Kräften im N bei Ridkodub; Voraussetzung für Bereitstellung und Angriff dürfte gewesen sein, dass die RU Drohneneinheiten in diesem Raum weitgehend niedergekämpft sind
Im S weiten die UA ihren Frontvorsprung NO Liman kontinuierlich aus, andere Kartierer sehen Saritschne und den Wald W des Ortes bereits in der grauen Zone. Dort sind die RU Gewinne 1-4/2026 komplett verloren, die UA noch darüber hinaus vorgestoßen
Flächenmäßig ist der Gewinn unerheblich, aber dass die UA an einer Stelle, die für die RU Offensive zumindest operative Bedeutung hat, ihrerseits zum Angriff übergehen konnte, ist von Bedeutung und passt zu zunehmenden RU Klagen über die Lufthoheit UA Drohnen an manchen Abschnitten. Hier könnten die UA den RU Frontbogen langsam eindrücken und damit einen Zangenangriff auf die Agglomeration Kramatorsk-Slowjansk dauerhaft unterbinden
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Dies umso mehr, als auch der S Flügel der RU nicht vorankommt, obwohl Pokrowsk dauerhaft der Angriffsschwerpunkt ist; lt GSUA sollen die RU in diesem Abschnitt 100T Mann zusammengezogen haben
Insbesondere in der eigentlichen Stoßrichtung nach NW sind die RU im Mai keinen Meter vorangekommen. Die UA scheinen die Lage im für die RU Pläne kritischen Bereich zu kontrollieren. Allerdings gibt es Zweifel, ob das starre Festhalten der UA an dem Vorsprung zwischen Pokrowsk und Rodinske die Bedrohung durch RU Drohnen wert ist, oder ob eine kleinere Korrektur nicht Blut sparen würde
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Dieses Dekret ist natürlich viel mehr als nur gelungenes Trolling - es ist knallharte psychologische Kriegführung, die bei den RU Milbloggern auch Wirkung zeigt, sie toben heute
mE ist es der Anfang vom Ende der Ära Putin. Nicht weil es ein gelungener Scherz ist, sondern weil es in aller Deutlichkeit zeigt, dass RU den Krieg nicht mehr gewinnen kann. Das gleiche Dekret vor genau 2 Jahren - die RU Blogger hätten sich kaputtgelacht, wir hätten gegrinst über den Scherz, der mit der Realität wenig zu tun hat, Putins 5. Kolonne - @FabioDeMasi , @KrahMax und ihre Fußtruppen wie @JohannesVarwick - hätte Selenski als größenwahnsinnigen Kriegstreiber beschrieben. Heute:
Nichts. Und mit Nichts meine ich: überhaupt gar nichts. Nada. Niente. Kein einziger Trollbot unter meinen Tweets dazu - da würden sonst Kompanien aufmarschieren
Das heißt: Moskau hat keinen Plan, wie man damit umgehen soll und hat deshalb keine Weisungen dazu rausgeschickt. Oder man hofft, dass diese Demütigung bald vergessen ist
Wird sie aber nicht, am allerwenigsten in RU, bei den rechten Hardlinern. Die werden sich bei jeder brennenden Raffinerie daran erinnern. Das schürt Unruhe im Kriegslager
Vor allem aber: ein Mafia-Regime ist zuverlässig ein totales Macho-System, in dem der Chef keine Schwäche zeigen darf, sonst droht ihm das Ende. Und Selenskis Dekret lässt Putin als Schwächling dastehen, was die Wirkung der mickrigen Parade multipliziert. Dass er Trump um Hilfe bitten musste, um überhaupt einen Waffenstillstand bewilligt zu bekommen tut ein Übriges
Mit dem gestrigen Tag ist der Pate angezählt. Und Selenski wird bei Gelegenheit nachlegen - oder Budanow, womöglich sehr bald
Bringt es auf den Punkt. Und solch ein Eindruck ist nicht mehr einzufangen
#Ukraine
Die nächsten beiden Monate könnten eine Wende bringen, den endgültigen Übergang der Initiative an die UA.
Üblicherweise sind die RU Geländegewinne im Winter geringer und nehmen ab April/Mai deutlich zu. Dieses Jahr melden erste Kartierer ein fast ausgeglichenes Verhältnis der Gewinne beider Seiten für März+April. Besonders auffällig dabei die Situation bei Pokrowsk:
Dort lag im gesamten bisherigen Jahresverlauf der Schwerpunkt der RU Angriffe. Grund ist das RU Ziel, den Rest der Oblast Donetzk zu erobern. Die übliche RU Taktik ist es, befestigte Städte zu flankieren und dann von 3 Seiten zu stürmen, so zuletzt im Falle Pokrowsk. Um die Agglomeration Kramatorsk-Slowjansk so einzunehmen, versucht man, wie üblich entlang einer Bahnlinie von Pokrowsk nach N vorzustoßen, um so den Nachschub für Kramatorsk zuz kappen (und zugleich die Grenze der Oblast zu sichern), mit einem ergänzenden Stoß W Liman nach SW
Trotz der klaren Schwerpunktbildung sind die Geländegewinne gerade bei Pokrowsk sehr bescheiden und wurden ganz überwiegend bereits Jan/Feb erzielt, seither liegen die RU dort fest; kleinere Geländegewinne haben sie va im mittleren Abschnitt W Siwjersk erzielt, also im frontalen Vordringen
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Man versucht zwar, Kostjantiniwka mit der üblichen Flankierung zu nehmen, das wäre aber wie die Karte deutlich zeigt nur eine Frontbegradcigung, kein entscheidender Fortschritt
Dass gerade in der Hauptangriffsrichtung der RU die UA Verteidigung recht stabil steht, dürfte auch auf die zunehmenden Drohnenangriffe bis in 60km Tiefe gegen die RU Logistik zurückzuführen sein - Verstärkungen bzw. besser Ersatz für die hohen Verluste kommt nur unter eigenen Verlusten nach vorne, mech. Angriffsversuche scheiterten kürzlich schon bis zu 10km vor den UA Stellungen tief im RU kontrollierten Gebiet
Das zweite politische Ziel neben Donetzk ist Saporischje, Oblast wie Stadt, die nach RU Ansicht durch das Fake-Referendum ja bereits RU Territorium sind. Hier war schon länger ein Großangriff erwartet worden, der aber bisher ausblieb. Hier überwiegen seit Beginn des Jahres die UA Geländegewinne, seit etwa Mitte März ist beiderseits kaum noch Bewegung. Der UA Angriff von N flankierte den geplanten RU Vorstoß parallel zu bzw. hinter den UA Stellungslinien nach W, dort konnten die RU nur um Huljaipole noch kleinere Gewinne erzielen; zugleich gelang es den UA, den gefährlichen RU Einbruch entland des Dnipro nach N abzuriegeln und teils zurückzudrängen. Hier ist die taktische Situation für die RU insgesamt schlechter als zu Jahresbeginn, großangelegte Angriffe schwieriger geworden
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Die in den letzten Tagen nochmals stark gestiegenen RU Verluste, bei relativ geringer Zahl von Angriffsaktionen, sind am ehesten mit einer verstärkten UA Drohnenkampagne in der Tiefe zu erklären, die jeden RU Offensivversuch - der zur Erreichung der von Putin vorgegebenen Ziele bald kommen muss - bereits im Ansatz zerschlagen soll
Die nächsten beiden Monate werden zeigen, ob dieser Plan erfolgreich ist. Sollten nennenswerte RU Gewinne ausbleiben, rückt ein systematisches "Aushungern" RU Schwachstellen mittels Drohnen zwecks weiterer UA Gegenangriffe wie NO Huljaipole in Reichweite
Ein operativer Durchbruch ist in Zeiten des Drohnenkrieges zwar nicht zu erwarten, aber allein das Ende der geringen, aber kontinuierlichen RU Geländegewinne und das langsame Zurückdrängen der Front wird seine Wirkung auf die Kampfmoral beider Seiten nicht verfehlen
Ein Kriegsende wäre damit zwar noch nicht unmittelbar in Sicht, aber zusammen mit den zunehmenden Angriffen im RU Hinterland und dem Niedergang der Wirtschaft würde ein Ausgang wie 1918 an der Westfront greifbar: kein kompletter Zusammenbruch der RU Front, aber die innere Aufgabe vieler RU Soldaten, die dann ein UA Vorrücken auf breiter Front und die Befreiung zumindest großer Teile der besetzten Gebiete -auch auf der Krim, durch SOF und Partisanen - ermöglichen würde - ein Szenario, das im Verlauf des Jahres 2027 Realität werden könnte
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Weiter sehr hohe RU Materialverluste. Interessant der Vergleich mit dem Vorjahr, auch bei der Beschußintensität (jeweils lt. GSUA)
Ari-Beschuß ist stark rückläufig, sicher Folge der Bedrohung durch Drohnen, auch gut sichtbar am gleichzeitigen Anstieg der Geschützverluste
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Zusammengenommen führt das zu stark verkürzten Überlebenszeiten von Geschütz und Bedienung - statt durchschnittlich nach 140 Schuß wird das System nach 65 Schuß getroffen
Gleichzeitig hat sich der Drohneneinsatz (vermutlich gleichläufig auf UA Seite) mehr als verdreifacht 2/3
Auch der Lenkbombeneinsatz ist stark gestiegen - interessanterweise kein so großes Thema mehr, evtl. w/ erfolgreichem Jamming
Die sehr hohen Kfz-Verluste sind sicher va Folge der höheren Zahl verfügbarer Drohnen; beim Einsatz von Personal und PzFz sind die RU vermutlich vorsichtiger geworden
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