Joelina 👠 Profile picture
LINKE Queer. trans & trotzig. Co-Founder Masjid Al Musawwir Kollektiv.
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Jan 23 ‱ 8 tweets ‱ 2 min read
Ich lese das und denke nicht zuerst an Rettung. Ich denke an Leere. An den Punkt, an dem man aufhört, den Schmerz stoppen zu wollen, weil er nicht mehr auszuhalten ist, und beginnt, ihn zu betĂ€uben. Nicht aus Genuss. Nicht aus Trotz. Sondern um ĂŒberhaupt noch existieren zu können Es ist ein Leben in der Leere. Ein Weiterleben, das nichts heilt, sondern nur fortsetzt. Man nennt es Überleben, aber oft ist es nur ein Ausharren. Eine Unterbrechung. Kein Ankommen. Kein Ort, an dem ein Mensch wirklich gemeint ist.
Dec 30, 2025 ‱ 14 tweets ‱ 2 min read
Was wir gerade im Iran sehen, ist kein spontaner Aufruhr und auch kein bloßes Echo frĂŒherer Proteste. Es ist der Moment, in dem ökonomischer Kollaps und politische Verweigerung unĂŒbersehbar ineinandergreifen.
Ein kleiner Versuch der Einordnung. đŸ§” Seit dem 28. Dezember protestieren in Teheran tausende Menschen. Der Ausgangspunkt ist bezeichnend. Der Basar steht still. Handel, der jahrzehntelang als stilles RĂŒckgrat des Systems galt, ist nahezu zum Erliegen gekommen.
Jun 20, 2025 ‱ 13 tweets ‱ 2 min read
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Ich möchte ein paar Gedanken und GefĂŒhle teilen, die mich seit gestern nicht loslassen.
Die Begegnung mit Rabbi Amichai Lau-Lavie, die GesprÀche, der Film all das hallt nach.
Es ging um Schmerz, Zugehörigkeit und die Bedingungen, unter denen wir glauben dĂŒrfen.
EindrĂŒcke đŸ§” Image 2ïžâƒŁ
Ich traf gestern einen Rabbi. Amichai Lau-Lavie. Ein Mensch mit einer langen spirituellen Linie hinter sich, 39 Generationen von Rabbinern, tief verwurzelt in der orthodoxen jĂŒdischen Welt.
Jun 18, 2025 ‱ 14 tweets ‱ 2 min read
1/
Was die EHRC in Großbritannien gefordert hat und was der Supreme Court entschieden hat, ist keine neutrale juristische Notwendigkeit. Es ist eine ideologische Entscheidung. Eine bewusste Machtstrategie gegen trans Menschen. Und sie ist gefĂ€hrlich. 2/
Die EHRC war mal eine Institution zum Schutz von Minderheiten. Heute ist sie das Gegenteil. In den letzten Jahren wurde sie systematisch umgebaut. An die Spitze gesetzt wurden Menschen, die offen transfeindlich sind, vernetzt mit TERF-Gruppen und rechten Medien.
Jun 14, 2025 ‱ 23 tweets ‱ 3 min read
Israel hat den Iran angegriffen. Die Welt steht am Rande eines FlĂ€chenbrands. Ich habe dazu einen Text geschrieben – aus meiner Perspektive als linke, muslimische Frau, die Krieg und Gewalt nicht als Lösung sieht. đŸ§” 1.

Ich schreibe das hier nicht leicht. Nicht, weil mir die Worte fehlen sondern weil sie zu viele sind. Weil ich zusehen muss, wie die Welt erneut ins Feuer greift, und mir dabei eingestehen muss, dass wir nichts gelernt haben.
Apr 26, 2025 ‱ 9 tweets ‱ 2 min read
@pebe64 @ap_schulz @JankaKluge @orlando1678 @Fredelapetite @UserUswr54069 @LucilleCATmom @MoonSpell2 @Satireflausch @Ilona_GR_DE @HeuerChristine Mir platzt gerade der Kragen. Ich habe normalerweise echt besseres zu tun, muss das jetzt aber los werden. đŸ§”
Festhalten.. @pebe64 @ap_schulz @JankaKluge @orlando1678 @Fredelapetite @UserUswr54069 @LucilleCATmom @MoonSpell2 @Satireflausch @Ilona_GR_DE @HeuerChristine Was Leute wie @ap_schulz vorschlagen, ist nichts weniger als institutionalisierte Gewalt. Trans Frauen sollen unabhĂ€ngig vom Stand ihrer Transition in MÄNNERGEBÄNISSE gesteckt werden. Mit dem Zusatz: „mĂŒssen dort besonders geschĂŒtzt werden.“ Klingt nett, ist aber brutal.
Apr 25, 2025 ‱ 22 tweets ‱ 2 min read
Das neue Urteil des britischen Supreme Court ist ein Angriff auf das Existenzrecht von trans Menschen. Was hier passiert, ist Diskriminierung auf brutalster Stufe. đŸ§”. (1/20) Am 25. April 2025 veröffentlichte die britische Gleichstellungs- und Menschenrechtskommission ein Update zu den Folgen des Urteils For Women Scotland v The Scottish Ministers. (2/20)
Apr 19, 2025 ‱ 9 tweets ‱ 2 min read
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Sie wollen uns auslöschen.
Nicht metaphorisch. Nicht ĂŒbertrieben.
Ganz konkret. In Gesetzesform. In der TĂŒrkei.
Ein neuer Entwurf will queeren Sex verbieten, unsere Liebe kriminalisieren, unsere Sichtbarkeit bestrafen.
Bis zu 8 Jahre Haft fĂŒr ZĂ€rtlichkeit. 2/9
Sie nennen es „öffentliche Unzucht“.
Aber was sie wirklich meinen:
Wenn zwei MĂ€nner sich kĂŒssen – ins GefĂ€ngnis.
Wenn zwei Frauen sich lieben – ins GefĂ€ngnis.
Wenn du queeren Content teilst – ins GefĂ€ngnis.
Wenn du ĂŒber queeres Leben aufklĂ€rst – ins GefĂ€ngnis.
Apr 9, 2025 ‱ 6 tweets ‱ 1 min read
Fast vergessen!

Was in dem Abschnitt zum Selbstbestimmungsgesetz auch steht fast beilĂ€ufig , ist, dass es „eine bessere Nachverfolgbarkeit bei berechtigtem öffentlichen Interesse“ geben soll. Klingt technisch, oder?
1/
Aber was heißt das eigentlich?
Es heißt, dass Daten von trans Menschen insbesondere zum Geschlechtseintrag oder NamensĂ€nderungen speicherbar, auffindbar und rĂŒckverfolgbar gemacht werden sollen. Nicht anonym. Nicht geschĂŒtzt. Sondern abrufbar, falls jemand ein „berechtigtes Interesse“ hat.
2/
Apr 6, 2025 ‱ 4 tweets ‱ 2 min read
Damla. Ihr Name klingt weich, fast zĂ€rtlich, aber ihre Geschichte ist alles andere als das. Sie kommt aus Hatay, aus jener Region in der TĂŒrkei, die so viel Geschichte trĂ€gt und gleichzeitig so viel Schmerz. Seit drei Jahren ist sie hier, geflĂŒchtet vor Gewalt, vor UnterdrĂŒckung, vor einer Welt, die ihr keinen Raum zum Atmen ließ.

Doch hier, in einem Land, das sich gern als Schutzort inszeniert, kĂ€mpft sie weiterhin ums Überleben. Die Behörden? Kaum mehr als eine undurchdringliche Mauer aus Papierkram und Ignoranz. Ihre Belange werden kaum wahrgenommen, ihre BedĂŒrfnisse als GeflĂŒchtete und als Mensch einfach ignoriert.

Damla lebt mit den Narben ihrer Vergangenheit, und doch sind es die HĂŒrden im Hier und Jetzt, die ihre Wunden immer wieder neu aufreißen. Ihr Recht auf Gesundheitsversorgung? Immer wieder verweigert, verschleppt, verdrĂ€ngt. Es ist ein Kampf gegen WindmĂŒhlen, ein zermĂŒrbender, tĂ€glicher Kraftakt.

Aber Damla gibt nicht auf. Sie kÀmpft weiter, mit einer StÀrke, die so viele in ihrer Situation lÀngst verloren hÀtten. Und wir? Wir werden ihre Geschichte erzÀhlen. Wir werden ihren Kampf sichtbar machen, die Barrieren benennen, die ihr den Weg versperren.

Damla ist nicht allein. Und auch wenn die Behörden sie nicht hören wollen wir werden es tun. Wir werden hinschauen, laut sein, uns mit ihr verbĂŒnden. Denn niemand sollte diesen Kampf alleine fĂŒhren mĂŒssen.Image Damlas Geschichte wird nicht im Dunkeln bleiben. Wir werden dafĂŒr kĂ€mpfen, dass sie endlich die Unterkunft bekommt, die sie verdient einen sicheren Ort, frei von Angst und Gewalt. Ihre Gesundheitsversorgung? Ein Grundrecht, das ihr immer wieder verweigert wurde. Sie war sogar schon im Krankenhaus, aber nichts hat sich verbessert. Wer mich kennt, weiß ich lasse nicht locker. Hier kommen bald neue Infos. Wir machen das öffentlich. Und wir werden nicht schweigen.
Mar 24, 2025 ‱ 15 tweets ‱ 2 min read
So. Schnauze voll. Jetzt nehmen wir das mal auseinander. Was Elon Musk da tweetet und was das eigentlich bedeutet. Image Musk behauptet öffentlich, sein „Sohn“ Xavier sei gestorben.
Nicht etwa physisch.
Sondern, weil sie sich als trans geoutet hat.
Weil sie jetzt Vivian heißt.
Weil sie ihr Leben selbst gewÀhlt hat.
Und er nennt das allen Ernstes: „Woke Mind Virus“.
Mar 20, 2025 ‱ 7 tweets ‱ 3 min read
Meine Einordnung dazu:

Die Geschichte um die Berliner Polizeibeamtin Judy S. ist ein Paradebeispiel fĂŒr mediale Hetze und institutionellen Machtmissbrauch. Die „Bild“ und einige Bundespolizisten haben durch haltlose Anschuldigungen und Sensationsgier nicht nur den Ruf einer unschuldigen Frau ruiniert, sondern auch gezeigt, wie tief Transfeindlichkeit und strukturelle Gewalt in Polizei und Medien verankert sind.

Judy S., eine 27-jĂ€hrige trans Frau, wurde beschuldigt, zwei Bundespolizisten mit einer nicht existierenden Penispumpe sexuell belĂ€stigt zu haben. Diese absurde Geschichte verbreitete sich rasant, wurde von der „Bild“ aufgegriffen und in der Öffentlichkeit breitgetreten und wer sich daran mit aufgegeilt hat wissen wir ja alle. GrĂŒĂŸe an alle Terfs. „NIUS“ hatte auch sein großen Anteil dran. Dabei gab es nie Beweise, geschweige denn eine ernsthafte Grundlage fĂŒr diese VorwĂŒrfe. Am Ende stellte sich heraus: Alles war erstunken und erlogen. Trotzdem hatte die Hetzkampagne schon ihre Wirkung entfaltet Judy S. wurde öffentlich diffamiert, massiv bedroht und beruflich zerstört.

Das ist kein Einzelfall. Trans Frauen werden immer wieder als Bedrohung inszeniert, sei es durch „Toiletten-Debatten“ oder absurde Fake-Skandale wie diesen. Die Strategie dahinter ist altbekannt: Angst schĂŒren, Existenzen zerstören, Menschen aus dem öffentlichen Raum verdrĂ€ngen. Besonders perfide ist, dass es hier staatliche Akteurinnen waren Beamtinnen, die eigentlich fĂŒr Recht und Ordnung sorgen sollten, aber stattdessen eine Frau mit erfundenen VorwĂŒrfen vernichteten.

Mein Fazit? Dieser Fall zeigt, wie gefĂ€hrlich transfeindliche Narrative sind. Eine Kombination aus Polizeigewalt, Medienhetze und gesellschaftlicher Transmisogynie hat hier eine reale Person ins Verderben gestĂŒrzt und genau das ist das Ziel solcher Kampagnen. Wer jetzt immer noch glaubt, dass trans Menschen in Deutschland „zu viel Schutz“ oder „zu viel Einfluss“ haben, der sollte sich anschauen, was hier passiert ist: Eine trans Frau wurde durch LĂŒgen zerstört und die TĂ€ter*innen werden wahrscheinlich ungeschoren davonkommen.

Judy sollte alle Akteur*innen die beteiligt waren in Grund und Boden verklagen. Ich werde mal was prĂŒfen und gewisse Informationen weiterleiten falls juristisch vorgegangen werden soll. Wer den Artikel lesen möchte, meldet sich einfach bei mir.
Mar 8, 2025 ‱ 6 tweets ‱ 1 min read
Um mal was aufzurĂ€umen 😉
„Trans Frauen sind biologisch keine Frauen!“ – Blabla, dasselbe alte GewĂ€sch, das nur zeigt, dass Leute keine Ahnung haben, was Biologie wirklich ist. Also, Zeit fĂŒr Nachhilfe auch wenn es verkĂŒrzt ist: Geschlecht ist nicht nur Chromosomen. Wenn’s so einfach wĂ€re, dann erklĂ€r mir mal intergeschlechtliche Menschen? XY mit weiblichen Körpern? XX mit Testosteron-Dominanz? Existieren. Aber klar, Hauptsache, ihr habt euer einfaches Weltbild.
Jan 30, 2025 ‱ 7 tweets ‱ 5 min read
#CDU 27-Punkte Plan StaatsbĂŒrgerschaft zweiter Klasse und Abschiebung in den Tod?

Die CDU hat mal wieder zugeschlagen mit einem 27 Punkte-Plan zur „inneren Sicherheit“, der eigentlich nur eins bedeutet, Menschen entrechten, die nicht in ihr Weltbild passen. Besonders betroffen?
Queere GeflĂŒchtete und Menschen mit doppelter StaatsbĂŒrgerschaft. WĂ€hrend die einen abgeschoben werden, egal ob ihnen im Herkunftsland Folter oder Tod droht, werden die anderen als BĂŒrger zweiter Klasse markiert. Queere GeflĂŒchtete: Deutschland soll nicht euer sicherer Hafen sein!

FĂŒr queere Menschen ist die Flucht oft die einzige Chance auf Überleben. HomosexualitĂ€t zum Beispiel ist in ĂŒber 60 LĂ€ndern strafbar, in einigen droht die Todesstrafe. Aber die CDU/AfD/FDP (ich bennen diese Rechte Front im Text nur als CDU, aber es sind alle drei inkludiert) will genau diese Menschen an der Grenze abweisen, wenn sie aus einem „sicheren Drittstaat“ einreisen. Was sicher ist, bestimmt natĂŒrlich die Politik, nicht die LebensrealitĂ€t der Betroffenen.
Ein Beispiel: Ein schwuler zis Mann aus Uganda ĂŒberlebt die Flucht in ein Nachbarland wie Kenia – wo HomosexualitĂ€t zwar nicht mit dem Tod, aber mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft wird. Von dort aus versucht er, nach Deutschland zu kommen. Die CDU wĂŒrde ihn abweisen. Schließlich war er ja schon „sicher“. Dass er dort weiter in Angst vor Gewalt, Verhaftung und Verfolgung leben muss? Egal. Deutschland soll „attraktiv“ bleiben – aber bitte nicht fĂŒr Menschen, die Schutz brauchen.
Das ist nicht nur eine rechtliche Grauzone, sondern menschenverachtend. Es geht nicht um Sicherheit, es geht um Abschottung. Queere Menschen sollen draußen bleiben, selbst wenn das ihren Tod bedeutet
Nov 21, 2024 ‱ 4 tweets ‱ 3 min read
Wenn Sprache zur Gewalt wird !Transfeindliche Sprache und Hetze. Neue Analyse. #TransRightsAreHumanRights

Sprache ist ein mĂ€chtiges Werkzeug, das nicht nur Informationen ĂŒbertrĂ€gt, sondern auch gesellschaftliche RealitĂ€ten prĂ€gt. Transfeindliche Sprache und Hetze sind Ausdruck von Diskriminierung, die nicht nur das soziale Klima vergiften, sondern auch konkrete Gewalt begĂŒnstigt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Mechanismen und Auswirkungen solcher Sprache zu analysieren, um ihre destruktive Wirkung zu verstehen und ihr entgegenzuwirken.

1. Definition und Mechanismen transfeindlicher Sprache

Transfeindliche Sprache umfasst Worte, AusdrĂŒcke und Narrative, die darauf abzielen, trans* Personen zu entmenschlichen, ihre IdentitĂ€t zu leugnen oder sie in der Gesellschaft zu marginalisieren. Diese Sprache bedient sich oft folgender Mechanismen:

Entmenschlichung:

Trans* Personen werden auf bestimmte körperliche Merkmale reduziert (z. B. die Betonung des „bei Geburt zugewiesenen Geschlechts“).
Begriffe wie „Ideologie“ oder „Wahn“ werden verwendet, um trans* IdentitĂ€ten als unnatĂŒrlich oder unwissenschaftlich darzustellen.

Pathologisierung:

Trans* IdentitĂ€ten werden als Krankheit oder psychische Störung dargestellt, was die Idee stĂŒtzt, dass trans* Personen „geheilt“ oder „korrigiert“ werden mĂŒssten.

Stereotypisierung:

Trans* Menschen werden auf problematische Stereotype reduziert, z. B. die Darstellung von trans Frauen als „Bedrohung fĂŒr FrauenrĂ€ume“ oder trans MĂ€nner als „irregeleitete Frauen und oder verlorene Lesben“.

Framing als Gefahr:

Die Trans Community wird oft als Bedrohung fĂŒr Kinder, Familien oder die Gesellschaft dargestellt, was die Akzeptanz von Gewalt oder Diskriminierung begĂŒnstigt.

2. Sprache als Gewalt

Transfeindliche Sprache ist nicht nur beleidigend, sondern kann zu einer Form der symbolischen Gewalt werden. Pierre Bourdieu beschreibt symbolische Gewalt als subtile, aber effektive Mittel, um MachtverhÀltnisse zu reproduzieren und Minderheiten zu marginalisieren.

Direkte psychologische Gewalt:

Trans* Personen sind hĂ€ufig Zielscheiben von Verhöhnung, Beleidigungen und Diffamierungen, die zu Isolation, Angst und psychischen Belastungen fĂŒhren.

Strukturelle Gewalt:

Transfeindliche Sprache wird oft genutzt, um diskriminierende Gesetze oder gesellschaftliche Exklusion zu rechtfertigen, z. B. in Debatten ĂŒber den Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen oder Toiletten.

Förderung physischer Gewalt:

Studien zeigen, dass Hassrede die Wahrscheinlichkeit physischer Gewalt gegen marginalisierte Gruppen erhöht, indem sie ein Klima schafft, in dem Gewalt als akzeptabel oder gerechtfertigt wahrgenommen wird.

3. Beispiele transfeindlicher Sprache

In Medien und Politik:

Politiker*innen oder Journalist*innen, die Begriffe wie „Trans-Ideologie“ oder „Gender-Wahn“ verwenden, legitimieren Feindbilder, die sich gegen trans* Personen richten.
Narrative, die Transrechte als Gefahr fĂŒr „Frauenrechte“ oder „Kinderschutz“ darstellen, spielen mit Ängsten und schĂŒren Misstrauen.

Online-Hetze:

Soziale Medien sind ein zentraler Ort fĂŒr transfeindliche Hetze. Hashtags und Memes werden benutzt, um gezielt trans* Menschen zu diffamieren.
Trolle und organisierte Hassgruppen zielen darauf ab, trans* Personen durch Massendiffamierung („Dogpiling“) mundtot zu machen. 4. Auswirkungen transfeindlicher Sprache

Die Folgen solcher Sprache sind vielfÀltig und gravierend:

Individuelle Auswirkungen:

Psychische Gesundheit: Trans* Personen sind aufgrund von Diskriminierung und Hassrede einem erhöhten Risiko fĂŒr Depressionen, Angststörungen und SuizidalitĂ€t ausgesetzt.
Selbstwert: Die stĂ€ndige Negierung der eigenen IdentitĂ€t kann das SelbstwertgefĂŒhl nachhaltig schĂ€digen.

Gesellschaftliche Auswirkungen:

Normalisierung von Diskriminierung: Transfeindliche Sprache verstÀrkt Vorurteile und verhindert gesellschaftliche Akzeptanz.
GefÀhrdung von Rechten: Hassrede kann politische Bewegungen stÀrken, die darauf abzielen, Transrechte einzuschrÀnken. Dir wiederum als Einfallstor genutzt werden um auch andere Rechte einzuschrÀnken.

Gewaltspirale:

Laut Studien (z. B. des FBI Hate Crime Reports) besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Hassrede und HasskriminalitĂ€t. Trans* Personen sind ĂŒberproportional hĂ€ufig Opfer von Gewalt.

5. Wie lÀsst sich transfeindlicher Sprache begegnen?

Bewusstsein und Bildung:

AufklĂ€rung ĂŒber die RealitĂ€t trans* IdentitĂ€ten und die schĂ€dlichen Auswirkungen transfeindlicher Rhetorik ist essenziell.
Medienkompetenzprogramme können helfen, manipulative Narrative zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.

Verantwortung in der Öffentlichkeit:

Politiker*innen, Medien und Plattformen mĂŒssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und transfeindliche Sprache nicht tolerieren.
Plattformen können Algorithmen und Moderation einsetzen, um Hassrede effektiv zu bekÀmpfen.

Gesetzliche Maßnahmen:

Hassrede gegen trans* Personen sollte durch Antidiskriminierungsgesetze klar sanktioniert werden.
Strengere Regulierung fĂŒr soziale Medien kann helfen, Hetze einzudĂ€mmen.

SolidaritÀt und Empowerment:

BĂŒndnisse zwischen trans* und cizgeschlechtlichen Menschen stĂ€rken den Widerstand gegen transfeindliche Hetze.
Empowerment-Projekte fĂŒr trans* Personen können helfen, Diskriminierung zu ĂŒberwinden und ihre Stimmen zu stĂ€rken.