💙💛 Regina Laska Profile picture
Gemeinsam gg. Demokratiefeinde aller Art!💙💛 No Welcome DMs, PLEASE 🙏
Jan 4 4 tweets 4 min read
Der Preis war Maduro: Ein Coup in drei Akten
Der Schattenmann: Richard Grenell – ihr erinnert euch? Der US-Botschafter in Berlin, der Deutschland belehrte, mit AfD-Sympathisanten dinierte, der so auftrat, dass selbst die Union erleichtert war, als er ging. Der Mann, der immer Deals macht, an den offiziellen Kanälen vorbei.

Jetzt wissen wir, was er nebenbei noch gemacht hat.
Schon am 31. Januar 2025, nur 10 Tage nach Trumps Inauguration, flog Grenell nach Caracas und traf Nicolás Maduro im Präsidentenpalast – das erste hochrangige US-Venezuela-Treffen seit Jahren. Offiziell ging es darum: Geiseln freizukaufen. Inoffiziell: Er sondierte, wer im Regime verhandlungsbereit wäre.

Und er fand: Delcy Rodríguez.

Die Schlüsselfigur: Die Vizepräsidentin, 56, Tochter eines marxistischen Guerilleros. Ihr Vater Jorge Antonio Rodríguez hatte 1976 einen US-Manager entführen lassen – angeblich ein CIA-Mann. Drei Jahre Geiselhaft. Kurz danach wurde er verhaftet. Als Delcy ihn im Gefängnis besuchte, stößt die Geheimpolizei sie in seine Zelle und zündet eine Tränengasgranate. Sie ist sieben Jahre alt. Bis heute führt sie ihr Asthma auf dieses Trauma zurück. Wenig später wird ihr Vater zu Tode gefoltert.

„Die Revolution ist unsere Rache für den Tod unseres Vaters“, sagt sie Jahre später.
Sie studiert Jura, geht nach Paris und London, wird Diplomatin, Außenministerin, Vizepräsidentin. Maduro nennt sie seinen „Tiger“. Zwanzig Jahre treue Chavista. Und obwohl es im Laufe der Jahre Sanktionen aus den USA, der EU, der Schweiz und Kanada hagelt:

Sie und ihr Bruder Jorge, der Parlamentspräsident, sind die einzigen im inneren Machtzirkel ohne US-Anklage. Anders Geheimdienstchef Diosdado Cabello: Auf ihn wurde ein 25-Millionen-Dollar-Kopfgeld ausgesetzt. Verteidigungsminister Padrino? 15 Millionen. Die Rodríguez-Geschwister? Nichts.

Der Deal: Im April 2025 passiert etwas Bemerkenswertes. Über Mittelsmänner in Qatar – das kleine Emirat, das sich bereits in vielerlei Hinsicht als neutraler Vermittler positioniert hat – erreicht eine Nachricht Washington: Die Rodríguez-Geschwister bieten einen Deal an. „Madurismo ohne Maduro.“ Maduro solle ins Exil gehen, nach Qatar oder in die Türkei. Delcy würde die Präsidentschaft übernehmen. Im Gegenzug öffne Venezuela seinen Ölmarkt für US-Firmen, reduziere die Kooperation mit Russland, China und Iran.

Das Argument der Geschwister: Sie hätten keine US-Anklagen am Hals. Sie seien „vorzeigbarer“.
Im September kommt ein zweiter Vorschlag. Detaillierter: Maduro trete in drei Jahren ab, ein Ex-General führe die Übergangsregierung, Delcy bliebe die Schlüsselfigur. Laut Miami Herald habe Maduro beide Vorschläge abgesegnet.

Richard Grenell bringt diese Angebote ins Weiße Haus und ins State Department.
Hier wird es kompliziert. Grenell und Außenminister Marco Rubio, beide Trump-Loyalisten, verfolgen völlig unterschiedliche Strategien. Grenell will den Deal. Möglicherweise war er von Trump beauftragt, in seinem Namen dafür zu sorgen, die Öl-Magnaten, die seinen Wahlkampf großzügig unterstützen, zurück nach Venezuela zu bringen.

Rubio will aber den Sturz der Maduro-Regierung. Semafor schreibt im September 2025, Grenell habe „eine neue Form von Maduro-Fanfiction erfunden, in der der Diktator einfach ein Guter ist, der missverstanden wird.“ Ein anderer Trump-Berater nennt die Rodriguez-Vorschläge „Cartel Lite“ – und nicht akzeptabel.

Am 2. Oktober 2025 ruft Trump Grenell persönlich an. Die Order: Alle Verhandlungen stoppen. Sofort.
Zwei Wochen später enthüllt der Miami Herald die Qatar-Gespräche. Rodriguez dementiert wütend. „FAKE!! Psychologischer Krieg gegen Venezuela!“ Sie postet ein Selfie mit Maduro, beide lächeln: „Zusammen und vereint, den Weg von Chávez konsolidieren.“

Drei Monate später, in der Nacht zum 3. Januar 2026, fliegen Delta-Force-Soldaten nach Caracas und holen Maduro aus dem Bett.

Stunden später telefoniert Delcy Rodríguez mit Marco Rubio. Trump sagt bereits gestern Abend auf seiner Pressekonferenz: „Sie hatte ein langes Gespräch mit Marco und sagte: ‚We‘ll do whatever you need.‘“

Warum Rubio doch zum Hörer griff? Weil er erkannt hat, dass man einen Diktator stürzen kann, um sein Gesicht zu wahren, aber eine funktionierende Bürokratie braucht, um das Öl fließen zu lassen. Es war ein Sieg für Grenells Plan: Rubio lieferte die Delta Force für das Ende von Maduro, aber Grenell lieferte Delcy für den Tag danach.

Am gleichen Tag, im venezolanischen Staatsfernsehen, umgeben von Generälen und Ministern klingt die Vizepräsidentin dann anders: „Es gibt nur einen Präsidenten in Venezuela, und sein Name ist Nicolás Maduro! Nie wieder Kolonie!“

Diese Doppelzüngigkeit ist atemberaubend. Aber sie ergibt Sinn, wenn man die Geschichte kennt.
Senator Mark Warner, Vizevorsitzender des US-Geheimdienstausschusses, kannte sie offenbar nicht. Er sagt CBS: „In vielen, vielen Briefings, als wir darüber sprachen, wer nach Maduro übernehmen würde – das Militär? Die Opposition? – gab es keine Konversation darüber, dass die Vizepräsidentin eine tragfähige Figur wäre.“

Die Qatar-Verhandlungen liefen vollständig am Kongress vorbei. Wie der gestrige Coup. Und Grenells Spezialität.

Doch Trump wusste es. Und als er die Gespräche im Oktober stoppte, wusste er auch: Rodriguez ist bereit zu kooperieren, falls es hart auf hart kommt. Er musste nur noch den Preis festlegen.
Der Preis war Maduro.

Das Alibi: Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, die eigentlich die demokratische Opposition anführt und Trump ihren Nobelpreis widmete? Kam gar nicht erst ins Rennen. Sie war das „weiche“ Alibi, um Trumps Venezuela-Ambitionen menscheln zu lassen. Über sie sagt er gestern: „Sehr nette Frau, aber sie hat nicht den Respekt.“ Eine Frau, ohne Macht. Eine Frau, die nicht garantieren kann, dass die Karten so ausgespielt würden, wie es sich Trump wünschte.

Die Tochter des Märtyrers hingegen, die Frau, deren ganzes Leben „Rache“ war – mit der kann er arbeiten.

Die beste Rache ist nicht der Sozialismus.
Die beste Rache ist die Macht.
Und die Ölverträge unterschreibt jetzt sie. Hier noch für Interessierte eine Venezuela-Rückschau der Geschehnisse, in der obiger Text eingebettet ist.
Kostenlos, ohne Zwangsanmeldung und Spam-Mails auf meinen Antwortseiten.
antwortseiten.org/venezuela-volk…
Nov 25, 2025 4 tweets 3 min read
Jetzt haltet euch fest.
Steve Witkoff, Trumps "Sondergesandter", hat dem Kreml erklärt, wie man den Friedensplan am besten an seinen Chef verkauft. Nicht umgekehrt. Bloomberg hat die Telefonaufnahmen.

Am 14. Oktober ruft Witkoff bei Putins außenpolitischem Chefberater Jurij Uschakow an. Sein Vorschlag: Lasst uns doch gemeinsam einen Ukraine-Plan basteln – so wie bei Gaza. Putin solle das Thema dann direkt bei Trump platzieren.

Es wird noch besser.
Witkoff rät Uschakow, Putin solle doch Trump anrufen – und zwar bevor der sich in der gleichen Woche mit Selenskyj treffen wollte. Ob das sinnvoll wäre?
Ja klar, sagt Witkoff. Er solle einfach sagen: Glückwunsch zum Gaza-Deal. Ach, und der Steve und der Jurij haben sich da was Ähnliches für die Ukraine ausgedacht. Vielleicht interessiert's dich ja.

Wenige Tage später telefonieren Trump und Putin. "Sehr produktiv", schwärmt Trump hinterher. Na sowas.

In einer zweiten Telefonaufnahme besprechen Uschakow und Kreml-Berater Dmitrijew, wie hart Moskau seine Maximalforderungen durchdrücken könne.

Dmitrijew bleibt ganz entspannt: Selbst wenn die Amerikaner nicht alles übernehmen – sie werden "etwas sehr Ähnliches" tun. Man kenne ja seinen Steve.

Ergebnis: Ein 28-Punkte-Plan, der laut US-Senator Rounds klingt, als wäre er "von Anfang an auf Russisch geschrieben" worden.
Doch das Weiße Haus dementiert und die ganze Welt sieht hilflos dabei zu, wie Trump Selenskyj den Stift auf einem Vertrag führt, den Putin selbst geschrieben hat - und zwar mit den MAXIMALFORDERUNGEN.
Wer hätte das gedacht.
Quelle: Spiegel / Bloomberg, 25.11.2025 Unfassbar! Image
Nov 22, 2025 7 tweets 4 min read
Das glaubt ihr jetzt nicht!
Das ist die Story zum 28-Punkte-Friedensplan, die der Journalist Michael Weiss auf Substack gepostet hat.
Dieser Plan, der gerade Europa in den Abgrund reißen will, ist demnach von vorne bis hinten ein einziger Fake, der sich auf wundersame Weise verselbständigt hat.
Dan wurde er brandheiß und gipfelt nun darin, dass die ganze Welt gerade Panik schiebt, wie es mit der Ukraine weitergeht.
Die Europäer redeten sich darüber in Johannesburg den Mund fusselig. Und morgen geht das Drama in der Schweiz weiter - wohlgemerkt mit Ultimatum am 27.11.!

Hier die Geschichte, auch wenn sie sich nicht kurz erzählen lässt. Lest den Originalartikel von Michael Weiss, er ist köstlich geschrieben! Link folgt im nächsten Post.

Die Chronologie der Ereignisse

1. K. (Kirill Dmitriev) schreibt den Plan.
Er ist der tatsächliche Autor bzw. Hauptarchitekt der „28 Punkte“.
Das geht aus mehreren Stellen eindeutig hervor.

2. K. leakt den Plan an die Presse — bevor irgendjemand in den USA ihn offiziell hat.
Der Substack-Artikel sagt ausdrücklich, dass Dmitriev selbst der primäre On-Record-Informant von Axios war.
Er schickt die Story raus, bevor sie überhaupt intern abgestimmt ist.
→Das heißt: Der Plan ist öffentlich, bevor er „existiert“.

3. Erst danach wird Steve Witkoff von K. überhaupt eingeklinkt.
Witkoff trifft Dmitriev nur für ein paar Stunden (nicht drei Tage), nachdem der Plan bereits als Leak im Umlauf ist.
Dann erhält er seine „Version“ — quasi als nachgereichte Legitimation.
Der Artikel macht klar: Dmitriev hat ein Produkt verkauft, das noch niemand im Regal hatte.
→Er nutzt Witkoff, um dem Ganzen nachträglich „Gewicht“ zu geben.

4. Der Plan ist draußen – aber alle im Weißen Haus sind komplett überrumpelt.
State Department: keine Ahnung.
Rubio: distanziert sich.
Graham: weiß von nichts.
Pentagon/Intelligence: laufen normal weiter, autorisieren ATACMS.
Treasury verhängt zeitgleich neue Sanktionen.
→Ein enttarnter Amateurputsch gegen die US-Außenpolitik.

5. Dann kommt Witkoffs fataler Tweet, ihr erinnert euch sicher
Der Tweet sollte eigentlich eine DM sein, wird aber öffentlich gepostet:

„Er muss das von K bekommen haben.“

Damit bestätigt Witkoff unabsichtlich:
dass K. der Autor ist
dass der Plan nicht aus den USA stammt
dass die Story von Axios ein russischer PR-Move war
→ Der entscheidende Fehler, der für Weiss alles enttarnt.

6. Trump kriegt Wind davon und lobt den Plan.
Trump ist 24 Stunden still — ungewöhnlich.
Dann, nachdem die Story um den Friedensplan explodiert, bestätigt ein „hochrangiger Beamter“, der Plan habe Trumps Unterstützung.
Später lobt Trump den Plan öffentlich und tut so, als sei es sein großer Wurf.

→Trump, der Entertainer, übernimmt die Show, wie immer.

7. Das Ultimatum kommt – „Ukraine muss zustimmen oder verlieren.“
Die Deadline wird gesetzt.
Eine Form von außenpolitischem Zeitdruck, die keinerlei diplomatische Grundlage hat.
→Das ist der Moment, in dem die Gefahr real wird.

8. Selenskyj hält seine „Auch Stahl kann brechen“-Rede, die ihn beinahe tatsächlich bricht.
„Wir verlieren unsere Würde oder die USA als Partner.“
Die Stimmung ist düster, existenziell.

→Der Moment, in dem klar wird, wie gefährlich die Sache tatsächlich geworden ist.

9. Heute ruderte Trump übrigens leicht zurück. Das stand aber nicht im Weiss-Artikel:
Auf Nachfrage, ob wirklich „kein Spielraum“ besteht, sagt er „Nein“ — es gebe natürlich Optionen, er wolle ja nur Frieden.

Trumps klassisches Verhaltensmuster, wenn er spürt, dass die öffentliche Lage kippt. open.substack.com/pub/macspaunda…
Jun 14, 2025 6 tweets 3 min read
„Мы можем сделать это снова!“
(„Wir können es wiederholen!“)
So tönt es jedes Jahr aus der Propagandamaschine des Kreml zum 9. Mai.

Wir sagen: Ja. Können wir. Kann die Barwinka!

Wir wiederholen es laut, live und in Farbe:
die Wahrheit über die russischen Kriegsverbrechen.
Mit der beschossenen Barwinka, einem Rettungsfahrzeug aus der Ukraine.
Heute an mehreren Standorten in Berlin.
Wir beginnen vor dem Russischen Haus!
Weil es so schön ist 💙💛

Möge die Wahrheit mit uns sein!
Gleich ist sie wieder da, die BARWINKA!
In Berlin! Vor den Augen der Russen!
Nehmt das!
„Мы можем сделать это снова!“ („Wir können es wiederholen!“)
#Barwinka #operationtruthload #GedenkenStattPropagandaImage Der Countdown läuft!
Es wird die Ankunftszeit 10:59 gemeldet.
Alle sind in Stellung.

Derweil noch ein Hintergrund zum Satz: „Мы можем сделать это снова“

"Wir können es wieder tun" stammt ursprünglich aus dem sowjetischen Sieg über Nazi-Deutschland.

Seine heutige Verwendung hat eine neue, bedrohliche Dimension erhalten.
Seit der Annexion der Krim (2014) nutzt das russische Regime den Spruch
„Мы можем сделать это снова“ – „Wir können es wieder tun“ – als martialischen Slogan.
Er ziert T-Shirts, Memes und Militärparaden. Gemeint ist:
Wir haben Berlin vorher erreicht, schon einmal, mit der Barwinka. Und wenn nötig – tun wir es wieder!

Drohung?
Ist unser zweiter Vorname!
#OperationTruthload #NAFOFellas #NAFO4Europe
May 24, 2025 30 tweets 10 min read
Etwas ist im Anflug. In Berlin.

Seit dem frühen Morgen bewegt sich etwas durch die Hauptstadt.
Diskret. Präzise. Koordiniert.
Vier Fahrzeuge blockieren seit Stunden einen prominenten Ort.
Nicht aus Zufall. Sondern aus Überzeugung.

Alpha2 hat Alpha3 aufgenommen.
Das Ziel ist klar. Die Route getaktet.
„Henry, zieh deinen Helm an“, heißt es im Funk. Der Countdown läuft.

Was hier gerade vorbereitet wird, hat ein Ziel: Erinnerung, Konfrontation, Sichtbarkeit.
Nicht laut. Aber unübersehbar.
Bleibt dran! 💙💛☝️🥳
#operationraskolnikovImage Ahhhhh! ☝️
Um ca. genau 11:36 passiert‘s.
Noch 10 Minuten 🫵
May 9, 2025 48 tweets 13 min read
Guten Morgen, es ist Freitag, der 9.5.2025.
Auch heute sind wir wieder in Berlin mit #GedenkenStattPropaganda.

Die ersten sind schon vor Ort, um auch heute unser Zeichen gegen russische Propaganda zu setzen. Unsere Leute sind schon vor Ort und kümmern schon mal darum, dass nachher alles wieder hübsch 💙💛 aussieht!

Was steht am frühen Morgen auf dem Programm?

🛑 Wir sind dabei, wenn am Ehrenmal in Berlin Trepotow wird ab 8:45 der russische Botschafter erwartet wird

🛑 Ab ca. 10 Uhr ist er dann am Ehrenmal in Tiergarten.

Wie gestern erfahrt ihr hier über den ganzen Tag von allem, was wichtig ist.
Danke für Euer Interesse!Image Treptow, 9.5.2025:
Unser Team meldet: "Hier ist noch sehr wenig los."
Das wird vermutlich nicht ganz so ruhig bleiben.
Wir hoffen auf einen friedlichen Tag des Gedenkens mit offenen Diskussionen und einem guten Umgang miteinander.

Aber nun erst einmal mal das leckere UND GESUNDE Frühstück verspeisen. 😁Image
Image
May 8, 2025 11 tweets 7 min read
9:00 Treptower Park in Berlin. Unser Newsfeed beginnt - heute ist der 8. Mai 2025 #GedenkenstattPropaganda, Tag 1 :

Ja, wo laufen sie denn?
Ah, die Heinzelmännchen haben über Nacht schon ihre Spuren hinterlassen.
🇺🇦 Gelb-Blau an Bäumen, Pfeilern, Laternen –
der Treptower Park trägt heute Farben der Solidarität.

Today is the day! 💙💛
Gedenken statt Propaganda!
Alles so schön bunt hier…
und bitter nötig.

👇 In den Kommentaren findet ihr ab jetzt fortlaufend aktuelle News von vor Ort.

Für alle Kurzentschlossenen:
Wir erinnern heute an alle, die im Zweiten Weltkrieg gegen den Faschismus kämpften – darunter tausende Ukrainer.
Während Russland das Gedenken für sich exklusiv beansprucht, sagen wir:

👉 Wer die russischen Kriegsverbrechen nicht verurteilt, sollte am 8./9. Mai lieber schweigen!

☝️ Kommt vorbei:
📍 Treptow: maps.app.goo.gl/AH1beBTPExiSUj…
& 📍Tiergarten: maps.app.goo.gl/HuU2sf547t3gpV…
🕙 HEUTE ab 10 Uhr
📸 Mahnwachen, Namenslesungen, Stimmen, Solidarität.
Danke an @HenryLindo123 für diese Initiative und natürlich allen Helfern vor Ort!
Viel Spaß und gutes Gelingen! 🥰
#SlavaUkraïni 💙💛Image
Image
Image
Image
9 Uhr 30, Treptower Park:
🕵️‍♀️ Ein verdächtiger Aufkleber im Park direkt neben wunderschönen Farben:

Russophrenie 🤔
Diagnose oder Doppeldenk?
Was meint ihr?

#GedenkenstattPropagandaImage
Feb 24, 2025 6 tweets 7 min read
Heute vor genau drei Jahren begann Hannas Albtraum.

In meinem B2-Deutschkurs unterrichte ich eine junge Frau aus der Ukraine. Sie kommt aus Butscha. Sie war dort, als die russischen Truppen einmarschierten. Lange hatte ich mich nicht gewagt, sie zu drängen, mir ihre Geschichte zu erzählen, obwohl ich wusste, aus welchem Ort sie kommt. Ich hatte nur einmal vorsichtig gefragt.
Doch jetzt, als der Jahrestag näher rückte, wollte sie mir von sich aus davon erzählen, damit die Welt davon erfährt. Ihre Geschichte ist eine von Tausenden, aber sie ist auch einzigartig. Ich nenne meine Schülerin Hanna.

Drei Jahre Butscha: Hannas Geschichte
Am Abend des 23. Februar 2022 verbringt Hanna einen unbeschwerten Abend mit ihrem Freund in Ukrajinka, einer Stadt nahe Kyjiw. Obwohl in den Nachrichten von einem möglichen Krieg die Rede ist, erscheint ihr das absurd. "Kann so etwas wirklich passieren? Wir sind im 21. Jahrhundert. Russland wird doch solch ein großes Land mitten in Europa nicht angreifen."
Doch am frühen Morgen des 24. Februar reißt sie eine Nachricht aus dem Schlaf, sie kommt von ihrer Freundin Nastya: „Der Krieg hat begonnen.“ Ihr Herz rast, als sie auf das Telefon starrt. Draußen herrscht bereits das Chaos.
Hanna hat nur einen Gedanken. „Ich muss nach Butscha.“Ihre Mutter lebt dort. Sie sieht die Panik in den Augen der Menschen in der U-Bahn, in den überfüllten Straßen. „Alle wollten zum Bahnhof. Ich war eine der wenigen, die in die andere Richtung fuhren.“
Die ansonsten kurze Fahrt wurde zu einer Zerreißprobe für ihre Nerven. „An normalen Tagen dauert die Fahrt von Kyjiw nach Butscha 25-40 Minuten, aber ich war mehr als 2 Stunden unterwegs. Die Straßen waren mit Autos verstopft.“
In Butscha angekommen, ist die Angst greifbar. In Gostomel, nur sechs Kilometer entfernt, sollen bereits russische Truppen gelandet sein. Und dann beginnt Hannas Albtraum.
Mit ihrer Mutter und den Nachbarn flüchtet sie sofort in den Keller ihres Wohnhauses in der Neuen Chaussee 17. Eigentlich ein Fitnessraum. Das Haus befindet sich direkt hinter der Kirche des Heiligen Apostels Andreas des Erstberufenen und Allerheiligen. Die Kirche mit den goldenen Türmen wird später Ort eines Massengrabs.
📷: Die Kirche und Hanna mit einer Freundin im Keller. 1/xImage
Image
„In der ersten Nacht hörten wir die ersten Kampfgeräusche. Es war die erste Nacht, die wir im Keller unseres Hauses verbrachten. Von diesem Moment an schliefen meine Mutter und ich zwei Wochen lang im Keller und verbrachten unsere Tage dort, bis wir evakuiert wurden.“

Die Tage im Keller sind eine Mischung aus Angst und Hoffnung. „In der ersten Woche hatten wir noch Internet, Strom, Wasser. Dann nicht mehr. Wir wussten nichts mehr.“ Auch ihre Nachbarn bleiben im Keller, weil sie nirgendwo anders hinkönnen. Sie teilen das Essen, versuchen, nicht durchzudrehen. Aber die Explosionen hören nie auf.

Die Luft ist stickig. Es riecht nach Kunststoff von der Folie auf dem Boden, nach kaltem Essen, ungewaschenen Körpern. Es gibt keine Fenster, nur eine einzige schmale Treppe nach oben. Die Dunkelheit ist drückend. „Wir kamen nur nach oben, wenn es ruhig war, für 10 Minuten, um etwas zu essen und uns zu waschen. Später hatten wir gar kein Wasser, keinen Strom und kein Gas. Von der Internetverbindung rede ich gar nicht erst.“
In einem Video hält Hanna die Bilder aus dem Keller fest.
📷: Video aus dem Keller
Mar 7, 2023 4 tweets 2 min read
Guten Morgen mit leider kritischen News. 😃

China zeigt nun offen - gg. alle sonstigen Gepflogenheiten - sein Gesicht. Nicht gut!

Xi wirft dem Westen vor, China zu unterdrücken.

China kommuniziert bekanntlich sonst nur in höflichen Andeutungen.

Erneut haben wir es mit… twitter.com/i/web/status/1… Wer bitte hat, wenn nicht der Westen, Länder wie Russland und China aus ihrer Hungersnot herausgeholt?

Wer hat sie zu mächtigen Ländern gemacht, in denen die Führer und Oligarchen, aber auch ein Großteil der Bevölkerung inzwischen satt leben kann?

Wandel durch Handel und… twitter.com/i/web/status/1…
Mar 6, 2023 6 tweets 2 min read
Dieser Time-Artikel fasst gut zusammen, was der Westen tun müsste, damit die 🇺🇦 gewinnen kann:

Hier das Wichtigste in Stichpunkten zusammengefasst:

Die direkte Nutzung von Atomwaffen durch den Kreml gegen die USA und die NATO ist unwahrscheinlich.
1/6
time.com/6258132/what-t… Putin hat mehrere seiner roten Linien für den Einsatz von Atomwaffen überschritten, ohne dass es zu einer Eskalation kam.

Putin bleibt ein vorsichtiger Entscheidungsträger und wird sich auf den Kampf in der Ukraine konzentrieren.

Eine US-Politik, die auf der Annahme beruht,
2/6
Feb 12, 2023 8 tweets 3 min read
Anstatt dummdreiste, menschenverachtende Manifeste zu verfassen, sollten wir uns anschauen, welche Szenarien es gibt, wie der Krieg enden könnte.

Die ersten 10 können kostenlos lesen. Für den Rest geht es hier weiter:
1/
spiegel.de/ausland/ein-ja… 1. Die Ukraine gewinnt:
Es ist möglich, dass die 🇺🇦 den Krieg militärisch für sich entscheiden kann. Die Unterstützer aus 🇺🇸 & 🇪🇺müssten für dieses Ziel aber deutlich klarer eintreten – und wenn, müssten sie deutlich mehr an Unterstützung liefern!!!
2/8
Nov 27, 2022 32 tweets 6 min read
Kseniya ist auch aus Saporischschja. Sie ist eine Kollegin von @karpenkooo.

Die Großmutter und andere Verwandte ihres Mannes kommen aus Mariupol. Diese Stadt ist wie kaum eine andere ein Sinnbild für die brutale Vernichtungswut der Russen.
Kseniya berichtet uns heute,
1/25 was sie selbst erlebt hat und was sie von den Verwandten ihres Mannes über das Leben in Mariupol weiß:

Als die russische Invasion begann, hatten wir Ukrainer sogar eine Art Mitleid mit den fast ungeschickten russischen Soldaten. Wir glaubten beinahe, sie hätten sich einfach
2/25
Oct 28, 2022 50 tweets 8 min read
Putin hat gestern eine Rede voller manipulativer Schuldumkehr gehalten.

Meine Kollegin @karpenkooo und ich halten es in diesen Zeiten für wichtig, seine "Thesen" allen zugänglich zu machen.

Sie hat aus dem Russischen ins Englische, ich dann ins Deutsche übersetzt.🧵Teil 1
1/25 "Die Ereignisse entwickeln sich weiterhin in Richtung eines negativen Szenarios, über das wir bei früheren Treffen mehr als ein- oder zweimal gesprochen haben.

Darüber hinaus haben sich die Ereignisse zu einer groß angelegten, systemischen Krise entwickelt, und zwar
2/25
Oct 27, 2022 4 tweets 2 min read
Russen sollten sich vor der "Bedrohung schützen", die durch gleichgeschlechtliche Beziehung entstehe, so der hochrangige Duma-Abgeordneter Alexander Khinshtein in den sozialen Netzwerken.

Das Unterhaus des 🇷🇺 Parlaments, die Duma, stimmte heute
1/4
kyivpost.com/world/russia-p… für die Verschärfung eines berüchtigten des „Propagandagesetzes für Schwule“ aus dem Jahr 2013.

Laut Menschenrechtsaktivisten bedeute das: Jede öffentliche Erwähnung gleichgeschlechtlicher Paare wird dann kriminalisiert.
2/4
Oct 27, 2022 6 tweets 1 min read
In einem Akt perfekter Schuldumkehr hat sich Putin heute als vom bösen Westen gemobbtes Opfer dargestellt.

„🇷🇺 hat sich nicht als Feind des Westens betrachtet und betrachtet sich auch heute nicht so. 🇷🇺 hat versucht, Beziehungen zum Westen und zur NATO aufzubauen - immer
1/6
mit der der gleichen Botschaft – lasst uns in Freundschaft zusammenleben“, sagte er bei einem Treffen des Waldai-Clubs vor Journalisten, Politikern, Experten/Wissenschaftlern und Personen des öffentlichen Lebens.

Die jüngsten Ereignisse auf der Welt hätten zu grundlegenden
2/6
Oct 27, 2022 4 tweets 1 min read
Die Ukraine hat nicht nur mit dem Krieg und der damit einhergehenden Zerstörung zu kämpfen.

Auch in der Ukraine gibt es weiterhin Corona. In der vergangenen Woche wurden mit 22.000 Neuinfektionen 37% weniger gezählt als in der Vorwoche. Ob & inwiefern
slovoidilo.ua/2022/10/25/nov…
1/4
der starke Rückgang ggf. auf weniger durchgeführte Tests zurückzuführen ist, konnte ich nicht ermitteln.

Ein Grund könnte der massive Beschuss des Landes in den vergangenen Wochen sein.

Laut ukrainischem Gesundheitsministerium
2/4
Oct 27, 2022 5 tweets 2 min read
Russland benutzt auch weiterhin den Vorwand von "Erholungsreisen", um ukrainische Kinder nach Russland und in von Russland besetzte Gebiete zu verschleppen.

Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW).

So brüstete sich gestern die Besatzungsverwaltung der
1/5 Ukrainische Kinder mit Maria Lvova-Belova. Foto vom Pressedi der Oblast Saporischschja, dass allein in diesem Jahr über 500 Kinder aus Enerhodar „Urlaub“ in Jewpatoria auf der Krim und in Anapa in der Region Krasnodar machten.

Ebenfalls gestern berichteten russische Medien, dass die russische Kommissarin für Kinderrechte,
2/5 Kinder, die aus dem besetzten Melitopol auf die besetzte Kri
Oct 26, 2022 10 tweets 3 min read
Ein glückliches Paar, Hand in Hand der 🇺🇦 Sonne entgegen. Sie sind jung. Sie haben im Juli geheiratet.

So könnte das Märchen weitergehen.

Doch Taras und Kateryna Redkin kam der Krieg dazwischen.

Taras starb am 25.9.2022, vor ziemlich genau einem Monat.

Am Vorabend
1/10 seines Todes hatte Taras noch einmal seine Frau angerufen.

Die Geschichte der beiden jungen Menschen hat die Gemüter in der Ukraine sehr getroffen. In zahlreichen News-Outlets wird davon erzählt.

Vom letzten Anruf.
Wie Kateryna lächelte, als ihr geliebter Mann anruft:
...
2/10
Oct 26, 2022 6 tweets 2 min read
Die 🇺🇦 muss „desatanisiert“ werden:

Das fordert Aleksey Pavlov, stellv. Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation,.

Die Ukrainische Prawda zitiert hierfür die Kreml-nahe Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Wieder einmal spielt der
1/4

pravda.com.ua/eng/news/2022/… "wahre Glaube" in der Weltgeschichte eine Rolle.

Denn Pavlov behauptet: Die Ukraine habe sich in eine „totalitäre Hypersekte“ verwandelt, in der die Bürger ihre orthodoxen Werte aufgegeben hätten.

Deshalb müsse die „Entsatanisierung“ zu einem dringenden Thema werden.
2/4
Oct 26, 2022 5 tweets 2 min read
Gibt es doch Wege, um 🇷🇺 die ständige Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat zu entziehen?

Zumindest sieht die Kommission über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa - kurz U.S. Helsinki Commission - wohl einen Weg.

Jetzt forderte sie in einem Brief die US-Regierung auf,
1/4 Schritte zu unternehmen, um Russland als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates abzusetzen.

Hierfür solle die Ukraine offiziell und schriftlich den Sitz für sich reklamieren.

Damit bekämen die Vereinigten Staaten oder eine andere Nation die Möglichkeit,
2/4
Oct 17, 2022 24 tweets 5 min read
Erinnert ihr euch noch an dieses Haus?

Es steht in #Saporischschja und wurde am 9.10.2022 von russischen Bomben zerstört.

Bei diesem Terroranschlag sind mindestens 15 Menschen um Leben gekommen, Dutzende liegen immer noch in Krankenhäusern.

Meine Kollegin @karpenkooo
1/ Image hat eine Geschichte gefunden, die einer der Hausbewohner erzählt, der diese Nacht durch puren Zufall überlebt hat.

Sie wurde bei Instagram veröffentlicht. Anastasiya hat sie aus dem Ukrainischen ins Englische übersetzt.

Hier für euch auf Deutsch:
"Vor ein paar Tagen hat