FatalNismus Profile picture
born at 350.21 ppm | twittert über #Armut | liebt Bücher | außerdem #notjustsad | ist wütend und twittert dementsprechend | she/her | pan & gray ace | #noafd
May 9 13 tweets 3 min read
Thread zu:

Auf die Planung kommt es an: Hartz-IV-Mutter: „Wer am Monatsende nur noch Toastbrot isst, kann mit Geld nicht umgehen“ focus.de/94004520

⬇️ Ich habe die Schnauze einfach so gestrichen voll von Menschen, die anderen Armutsbetroffenen so dermaßen in den Rücken fallen und glauben, ihre Art zu "hauhalten" und "organisieren" wäre 1. allen möglich und 2. die einzig richtige Art zu leben.

In dem Artikel geht es also

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Apr 29 7 tweets 2 min read
"Die Hartz-IV-Beziehenden in meiner Nachbarschaft genießen ihr Leben!"

Ich schwöre euch Stein und Bein darauf, dass Menschen, die solche Sätze sagen, noch nie überhaupt mit irgendjemensch aus ihrer angeblichen Hartz-IV-Nachbarschaft gesprochen haben.

Es ist ein von

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Außen beurteilen.

Und mal im Ernst. Natürlich spendieren wir unseren Kinder mal ein Eis. Wir tun das mit Bauchschmerzen, innerlich rechnend, ob es dann noch zum Monatsende reicht, aber wir lächeln dabei, damit die Kinder sich nicht schlecht fühlen.

Wir kaufen uns auch

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Apr 23 4 tweets 1 min read
Immer wenn es um Armut, Ernährung und zu niedrige Sätze geht, kommt von irgendwoher: "Ja, Containern sollte nicht unter Strafe stehen!"

Exfuckingcuse me? Wir müssen dringend gesellschaftlich etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun. Aber Containern als Lösung für Armut?

⬇️ Entschuldigt, aber gerade als Betroffene hat das einen Beigeschmack von: "Joa, "diesen" Personen können wir gern die weggeschmissenen Lebensmittel aus den Mülltonnen der Supermärkte überlassen."

Es ist schon bei den Tafeln teilweise wirklich schwierig, was da angeboten wird,

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Apr 16 7 tweets 2 min read
"Im Weltvergleich bist du nicht arm! Anderen geht es schlechter! Zumindest verhungerst du nicht!"

Das sind furchtbare Totschlagargumente. Wenn wir danach gingen, dürften wir uns nur ganz selten über irgendwas beschweren, weil es vergleichsweise immer jemanden gäbe, dem

⬇️ es noch viel, viel schlechter ginge.

Zumal wir langsam bitte auch mal aufhören könnten, relative Armut mit absoluter Armut zu vergleichen. Niemensch wird in Abrede stellen, dass absolute Armut natürlich wesentlich schneller und gravierender existenziell bedrohlich wird.

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Mar 25 7 tweets 2 min read
Wohin eins gerade schaut:

Menschen versuchen (auch nötige & wichtige) Dinge zu verkaufen, um über den Monat zu kommen. Sich irgendwie über die letzten 5-10 Tage zu retten, um schlimmstenfalls im nächsten Monat vor dem gleichen Problem zu stehen, weil's erneut nicht reicht.

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Währenddessen beschließt die Ampel ein #Entlastungspaket, das an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist.
Das Rentner*innen, Student*innen und Azubis komplett vergisst.
Das auch Porschefahrer und Menschen mit sehr hohen Löhnen bedenkt, Armutsbetroffene aber viel zu wenig.

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