Bent Freiwald Profile picture
Journalist.

Sep 9, 2019, 8 tweets

In keiner anderen Branche würde sich ein so absurdes Geschäftsmodell wie das der großen wissenschaftlichen Verlage durchsetzen. Ein Thread:

Angenommen, in deiner Nachbarschaft soll von Steuergeld (also von deinem Geld) eine neue Straße gebaut werden.
Das Bauunternehmen bezahlt seine Mitarbeiter:innen nicht, sondern berechnet ihnen eine Gebühr dafür, dass sie die Straße bauen dürfen.

Die Bauaufsicht, die dafür verantwortlich ist, dass die Straße den Standards entspricht, wird auch nicht dafür bezahlt.

Und wenn du über die fertige Straße fahren willst, musst du ein teures Jahresabonnement abschließen oder 30 Euro Gebühren für eine einmalige Fahrt zahlen – obwohl die Straße von deinem Geld gebaut wurde.

Absurd. Aber nach dieser Logik funktioniert das Geschäftsmodell von Verlagen wie @ElsevierConnect und @SpringerNature.

Damit sind die profitabler als Google und Facebook:

Teil 1 meiner Serie bei @krautreporter zu #openaccess in der Wissenschaft. Von einer guten Idee bis zur Publikation. Und mit der Frage: Wie konnte es soweit kommen? Hier ohne Paywall: buff.ly/304GpSx #icanhazpdf

Und hier kommt Teil 2 meiner Serie, für die ich @BMittermaier vom @deal_projekt interviewt habe.
Was bedeuten die Verträge mit @WileyGlobal und @SpringerNature? Und wie steht es um @ElsevierConnect? Hier ohne Paywall: krautreporter.de/3069-in-deutsc…

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