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4 Kinder (9-23) #Feminismus #Antifa #Bildung #Homeschooling #SozialeArbeit #Chancengleichheit #Mobbing #Armut

Jan 21, 2020, 9 tweets

Wenn wir #Armut bekämpfen wollen, muss in 1. Linie Sozialhilfebezüger*innen erlaubt werden, nicht mehr für zu tiefe Löhne und prekären Arbeitsbedingungen zu arbeiten.

Vielleicht sollte man es sogar verbieten, solche Jobs anzunehmen.

(a thread)

Viele Sozialhilfebezüger*innen sind #workingpoors. D.h. sie arbeiten, verdienen aber damit nicht genug Geld, um überleben zu können.
Weil man aber bestraft wird, wenn Arbeitsstellen abgelehnt, bzw. gekündet werden, müssen die Menschen die Bedingungen akzeptieren.

Der Staat zwingt Menschen dazu, sich ausbeuten zu lassen. Das muss man sich mal vor Augen führen.

Zudem sind die Beträge, die die Sozialhilfe auszahlt, viel zu tief. Sozialhilfebezüger*innen können am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen.

Noch nicht mal die Existenz ist langfristig gesichert. Dies wäre aber ein von der Verfassung geschütztes Recht.

Was heisst das also in Bezug auf die Löhne von workingpoors? Wie tief sind, die, wenn noch nicht einmal die zu tief angesetzten Sozialhilfebeiträge erreichen?

Teilweise sind die Löhne zwar nicht wahnsinnig tief, die Arbeitnehmer*innen werden aber auf Abruf genau so lange eingesetzt, dass die Löhne nicht die Grenze für die Pensionskasse erreichen. Diese Menschen haben dann 2-3 solcher Arbeitnehmer.

Sie arbeiten sich krumm und haben keine Altersvorsorge!

Wir alle müssen für faire Löhne einstehen. Wir dürfen doch Menschen nicht in die Armut zwingen. Genau das machen wir aber. Der Staat macht es. Er zwingt Menschen, sich ausbeuten zu lassen. Das darf nicht mehr sein.

Und diese Spirale wird weiter vorangetrieben.
Es wird dann gesagt, die Sozialhilfebeiträge müssen sinken, damit es wieder lukrativ werde, eine Arbeit anzunehmen. Danach fallen die Löhne weiter.

Viele Schweizer*innen fallen darauf rein.
Es tönt ja logisch.

Ich frage mich, wo die Politiker*innen bleiben, die solch einfache Zusammenhänge aufzeigen. Was ich beschrieben habe ist leicht verständlich. Es ist nachvollziehbar, was das bedeutet.
Warum setzt sich keine Partei massiv für Arbeiterrechte und Sozialhilfebezüger*innen ein?!

Wir wissen, dass Armut krank macht.
Wir wissen, dass Armut Armut nach sich zieht.
Wir wissen, dass Armut Teilhabe verhindert.
Wir wissen, dass Armut einsam macht.
Wir wissen, dass Armut #Bildungschancen vernichtet.

Es muss was gehen!

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