Ulrich Leth - #LobauBleibt Profile picture
Verkehrsplaner, Proj.-Ass. @tuvienna, Berater v. @radlobby u. @gehtdoch_at, Mit-Initiator von @platzfuerwien und @wirmachenwien. Hier privat.

May 28, 2020, 5 tweets

Weil ich jetzt mehrmals auf das "radfeindlich" angesprochen wurde: da geht's überhaupt nicht um die Intention des geschützten Radwegs, die eine unterstützenswerte ist, sondern um die mMn verbesserungswürdige Umsetzung und v.a. um die zugrundeliegende Planungsphilosophie! 1/5

Es geht darum, dass eine suboptimale Umsetzung (z.B. fehlende Leitlinien, sodass die Menschen den pop-up-Radweg nicht finden; enge Verschwenke; zu geringe Breite), die vermeidbar wäre, der Sache einen Bärendienst erweist. 2/5

Es geht darum, dass in der planenden Behörde offensichtlich Kfz-Fahrbahnbreiten so stark priorisiert werden, dass eine Unterschreitung der Radweg-Mindestbreiten laut Richtlinien akzeptiert wird. 3/5

Oder darum, dass bei Kfz-Verkehrsmengen, bei denen die Richtlinien eine bauliche Trennung des Radverkehrs verlangen, Mischverkehr in Form von nachweislich gefährdenden Mehrzweckstreifen verordnet wird - und das nicht temporär sondern permanent. Vgl. Wattgasse. 4/5

Meine Befürchtung ist, dass wir mit so einer Planungsphilosophie die dringend notwendige #Mobilitätswende nicht schaffen werden. (Von den notwendigen StVO- und RVS-Anpassungen gar nicht zu reden - aber um die geht's hier nicht.) 5/5

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