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Aug 13, 2020, 8 tweets

Erneut ein toller @NZZ-Essay von #BernhardPörksen, diesmal über den narzisstischen, hyperventilierenden Theoriepopulismus von Agamben, Byung-Chul Han & Co. anlässlich der #Corona-Pandemie. Die Genannten sehen in ALLEM nur Spiegelbilder ihrer eigenen Thesen.nzz.ch/feuilleton/die…

Pörksen: "Die sich abzeichnende Neuordnung des Wissens bringt, auch das wird deutlich, manchen philosophierenden und polemisierenden Grosstheoretiker der Geistes- und Kulturwissenschaften auf Konfrontations- und Kollisionskurs mit empirischen Befunden. Die Produktion von

pauschalen Ad-hoc-Thesen – das Coronavirus sei nicht schlimmer als eine Grippe, die Berichterstattung Panikmache, die Politik verfolge eine Agenda der Unterjochung – ist gegenwärtig in nie gekanntem Masse den Störsignalen der Wirklichkeit ausgesetzt, die einem die Stimmung

ekstatischer Weltinterpretation, selbst im Kreis der Fans und Bewunderer, ziemlich verhageln können. […] Theoretisch informierte Zeitdiagnostik zu betreiben, hiesse also mehr denn je: sich von einem Jargon der Unumstösslichkeit zu verabschieden und auf eine Weise zu formulieren,

die das Wissen über das Nichtwissen mit enthält, es sichtbar werden lässt." So ist es! Das ist der Grund, warum Agamben & Co. dem verschwörungsesoterischen Lager zuzurechnen sind. Sie haben den grossen Plan erkannt, sehen vom Feldherrenhügel das, was wir Fusssoldaten nicht sehen.

In zwei #NZZ-Essays habe ich selbst versucht, die zynischen Wer-hat-die-steilere-Corona-These-Überbietungswettbewerbe zu konterkarieren. Anstatt die Krise zu instrumentalisieren und alles mögliche auf sie zu projizieren, sollte man ihr nüchtern und verantwortungsvoll begegnen.

1. Warum die #Corona-Krise nichts von einem apokalyptischen Game Changer hat: "In akuten Krisen fährt man auf Sicht, während die Apokalypse gerade durch ihre erhabene Entrücktheit zu weitreichenden Visionen inspiriert und zu Betriebsamkeit anregt." nzz.ch/feuilleton/das…

2. Warum die Coronakrise zwar Veränderungen herbeiführt, aber vor allem bereits bestehende Trends verstärkt: "Die wahren tiefgreifenden Veränderungen sind die langsamen, kontinuierlichen und oftmals unmerklichen – Evolution ist mächtiger als Revolution." nzz.ch/feuilleton/cor…

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