#Assange-Hearing Woche 2, Tag 4
Die Anhörung beginnt mit John Sloboda, er hat das Iraq Body Count Project gegründet. Das Projekt versucht online die Anzahl der zivilen Todesopfer im Irak seit der Invasion 2003 zu dokumentieren.
Hintergrund: en.wikipedia.org/wiki/Iraq_Body…
Sloboda erläutert die Bedeutung der von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente zum Krieg im Irak: Die Iraq War Logs waren die größte Einzelveröffentlichung und haben 15000 zuvor unbekannte zivile Todesopfer enthüllt.
Die Dokumente haben eine detailliertere Analyse zu zivilen Todesopfern ermöglicht als vorher. Sloboda hat damals mit WikiLeaks kooperiert und die Dokumente mit der eigenen Datenbank abgeglichen.
Er führt aus, wie sehr #Assange um die Schwärzung der Dokumente bemüht war, damit durch die Veröffentlichung niemand gefährdet wird.
Er erläutert, wie geschwärzt wurde: Grundlage war ein Englisch-Wörterbuch. Alle nicht im Wörterbuch vorhandenen Wörter wurden automatisch geschwärzt, was oft zu übertriebenen Ergebnissen geführt hat.
Erst nach dieser automatisierten ersten Schwärzung, wurden die Dokumente weiter bearbeitet - teilweise manuell.
Er berichtet, dass Medienpartner Druck bzgl. der Veröffentlichung ausgeübt haben, aber #Assange auf ein konsequentes Schwärzen der Dokumente bestanden hat.
(Iraq Body Count Project war selbst als Medienpartner beteiligt.)
Die Anklagevertretung übernimmt und befragt Sloboda zu seinen akademischen Qualifikationen und Erfahrungen im Umgang mit Verschlusssachen.
Er wird gefragt, ob WikiLeaks seine Seriosität/ Integrität geprüft hat, bevor sie ihm den Zugang zu den 400000 Dokumenten gegeben haben. Darüber hat Sloboda keine Kenntnis.
Er fragt ihn, wie viele Personen in seiner NGO Zugang zu den Dokumenten hatten und ob diese seitens WikiLeaks überprüft wurden: 4 und keine Kenntnis bzgl der Überprüfung.
Es geht nun darum, wann und wie die Software zur automatisierten Schwärzung zum Einsatz kam. Die Entwicklung hat jedenfalls länger gedauert als erwartet, weshalb die Veröffentlichung verschoben werden musste.
Die Anklage greift nun das Konzept der eingesetzten Wörterbuch-Technik (vorhin erwähnt) an, weil es durchaus auch Namen gibt, die Einträgen im Wörterbuch entsprechen.
Die Anklage suggeriert, dass die NGO die Dokumente zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nur oberflächlich hat begutachten können.
Er wird gefragt, ob #Assange den Prozess des Schwärzens jemals als "verstörend" bezeichnet hat. Sloboda verneint das.
Die Befragung ist beendet.
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