1/
Der „Klinisch Relevant Podcast“ mit Prof. Yesim Erim und Prof. Volker Köllner wird von vielen Ärztinnen und Ärzten gehört.
Umso wichtiger ist es, genau hinzuhören, wenn über #MECFS gesprochen wird.
Ein paar Punkte aus der aktuellen Folge.
2/
Diagnostik als Meinung
Im Podcast heißt es, Arbeitsgruppen „meinen“,
„ME/CFS diagnostiziert zu haben.“
Diagnosen sind jedoch keine Meinungen.
Sie folgen klar definierten Kriterien.
3/ Prävalenz
Im Podcast wird gesagt:
„In Deutschland gibt es etwa 1000 Menschen mit #MECFS.“
Die aktuellen Schätzungen liegen bei 300.000–500.000 Betroffenen.
Das ist kein kleiner Fehler – sondern eine Verkennung und Bagatellisierung der Dimension dieser Erkrankung.
4/ Psychologisierung
So schlimm, wie „Patienten annehmen“, es in den Medien dargestellt werde,
sei #PEM nicht.
Dann wird erklärt, was das eigentliche Problem bei
ME/CFS sei:
– „hohe Leistungserwartung“
– „Durchhaltemuster“
– „angstbedingte Vermeidung“
– „sich Pausen nicht gönnen“
5/ Auch #Pacing wird entsprechend dargestellt als (wortwörtlich) „mal eine Pause einlegen“, was manche Patienten angeblich nicht schaffen, weswegen sie dann „den Rest des Tages platt“ seien.
6/ Therapie wird im Podcast wie biografisch gerahmt.
Genannt werden u. a.:
-„über Lebensereignisse nachdenken“
-„was in der Pandemie passiert ist“
-„womit man vorher schon überfordert war“
-„nicht gut mit Beschwerden umgehen“
#MECFS wird zum Problem der fehlerhaften Verarbeitung.
7/ Besonders bemerkenswert ist die offene Formulierung im Podcast:
„Wir arbeiten ja mit diesen Konstrukten.“
Das ist zumindest ehrlich:
Geglaubt wird an die schwere körperliche Erkrankung #MECFS nicht.
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