Die aktuelle Debatte um eine Aufweichung des #Kündigungsschutz ist eine Phantomdiskussion. Sie lenkt von den eigentlichen Ursachen der wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands ab und macht Beschäftigte zu Sündenböcken für Probleme, die sie nicht verursacht haben.
Kurzer 🧵
Der Verlust an #Wettbewerbsfähigkeit und das schwache Produktivitätswachstum der letzten 20 Jahre gehen nicht auf einen zu starren Arbeitsmarkt zurück, sondern auf zu wenig #Innovation, fehlenden Mut zu Veränderung und v.a. viel zu geringe #Investitionen deutscher Unternehmen.
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland beim Kündigungsschutz ohnehin im Mittelfeld – er ist kein Ausreißer und kein strukturelles Hindernis. Sicherlich gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, etwa bei der Vereinfachung von Verfahren.
Aber eine substanzielle Lockerung würde kaum wirtschaftliche Dynamik schaffen, sondern vor allem Unsicherheit bei den Beschäftigten erhöhen, Fluktuation steigern und Produktivität gefährden.
Wer #Fachkräfte halten und motivieren will, braucht Sicherheit und gute Arbeitsbedingungen – nicht weniger Schutz. Die Forderung nach Deregulierung ist ein Ablenkungsmanöver der Unternehmen, die endlich selbst mehr Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen sollten.
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