Okay, das @kielinstitute schlägt jetzt offiziell vor, Menschen dann im Verkehr umkommen zu lassen, wenn die Überlebenden in derselben Zeit mehr als 4 Millionen Euro pro Getötetem dazuverdienen, weil es sich dann rentiert.
Abgesehen von der fragwürdigen Moral dieser Sichtweise unterschlägt diese Art der Rechnung den deutlich häufigeren Fall schwerer Verletzungen mit Reha, Amputationen oder permanenten Behinderungen.
Die rechnen da auch echt für jede private Fahrt ein, dass man in der Zeit ja auch hätte arbeiten können 😅
Nachts schnell zur Tanke gefahren um Chips, Kippen und Bier zu kaufen? Zack, sofort knallt der volkswirtschaftliche Schaden rein, Du hättest ja auch arbeiten können... 🤦♂️
Nach der Logik müssten wir eigentlich auch wieder das Tempolimit in geschlossenen Ortschaften aufheben. Ein paar umgenietete Schulausflüge wären nicht so schlimm, solange ein paar wichtige Männer in wichtigen Anzügen jeden Morgen 10 Minuten schneller in wichtige Büros kommen.
Zur Einordnung: In der Versicherungswirtschaft ist es usus, einem Menschenleben einen virtuellen Wert zuzuschreiben, um Schäden zu bemessen. Es ist aber was anderes, auf dieses Basis Menschenleben zu opfern mit dem Motiv, genug Geld damit zu verdienen, damit sich das "lohnt".
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Mich erreichen vermehrt Rückfragen, was an der Darstellung der @NZZ denn irreführend sei. Ich kann darauf aber nicht antworten, weil der stellvertr. Chefredaktor @_freidel mich blockiert hat.
Daher auf diesem Wege: Irreführend ist daran erstens das Diagramm. Es baut eine
reine Korrelation unzulässig zur Kausalität aus, indem es impliziert, die gesamte Stromerzeugung in Deutschland sei wegen des Wind- und Solarausbaus gesunken. Dafür liefert die NZZ keinen Beleg.
Viele Leser der NZZ verstehen dieses Diagramm aufgrund der Beschriftung so, dass...
der Stromertrag aus Wind und Sonne in dieser Zeit gesunken ist (er ist gestiegen). Eine seriöse Beschriftung wäre "installierte Leistung Wind- und Solar" + "gesamte Strommenge aus allen Kraftwerken".
Es ist vermutlich ein gezielt erzeugtes Missverständnis.
Die Daten in der VON IHM VERLINKTEN Studie belegen seine Aussage "Sobald Tunnel gebaut werden müssen, lässt sich das Projekt endgültig nicht mehr mit dem Klimaschutz begründen." halt nicht.
Nehmen wir gerne die Strecke der Studie mit dem hohem Tunnelanteil. Frankfurt-Köln geht quer durch den Westerwald, das resultiert in knackigen 47 km Tunnel auf 219 Streckenkilometern.
Abgesehen vom traurigen Niveau isses hier vor Allem ineffektiv geworden. Drüben bei bluhskai kann ich einfach einen Link zu meinem Artikel posten UND Leute bekommen ihn ausgespielt. UND ich muss danach nicht 2 Stunden lang moderieren.
1/5
Wer mich kennt, weiß: Ich komme sehr gut mit anderen Meinungen klar. Im Prinzip war das hier sogar lange der USP: Leute mit anderer Meinung verfechten sie mir gegenüber so, dass es eine echte Debatte gibt und ich meine danach ggf. ändere. Es WAR ein global townsquare.
2/5
Das sehe ich hier nicht mehr. Meinungen werden jetzt einfach künstlich verstärkt/abgeschwächt und es zählt nicht mehr die Stichhaltigkeit eines Arguments, sondern welches lauter in den townsqure gebrüllt wird.
Für die Kosten der Energiewende werden in dieser "Studie" Baukosten UND die Erlöse der Anlagen zusammenaddiert.
Als würde ich auf den Kaufpreis einer Wohnung die folgenden 20 Jahre Miete obendrauf addieren und sagen, diese Gesamtsumme wären die Kosten für die Wohnung?!
[2]
Dass diese Gaga-Rechnung nicht korrigiert, sondern weiterverbreitet wurde, fühlt sich nach genau der Ideologie an, die die @welt gerne bei anderen sieht.
Die Studie nimmt übrigens einfach chinesische Bauzeiten an, die auch das dortige, autoritäre Regime erst emöglicht.
[3]
Zustand der Bahn nach 3 Jahren FDP-Führung des Verkehrsministeriums. Nicht nur die Reservierungen werden nicht digital angezeigt, jetzt wird sogar die ganze Waggonnummer auf Papier geschrieben.
Durchsagen funktionieren nicht.
Klos sind defekt.
Es ist einfach peinlich.
Ja, der Vorwurf ist nicht 100% fair, weil @Wissing schon einen maroden Konzern geerbt hat.
Aber solange hier nichts gelöst wird und wir Bahn-Investitionen immer weiter verschleppen, um einem hübschen Kontostand zu frönen, wird das wohl schlimmer werden.
Ich sehe jetzt nicht, wie er das Problem löst, indem Geld von Schiene auf Straße umgelegt wird.
Darf ich vorstellen? Der weltgrößte Minenbagger für den Einsatz in einer kanadischen Kupfermine. Diesel? Hallo, wir haben 2024, das Ding aus deutscher Produktion läuft natürlich elektrisch. 😍🇩🇪⚡️
Die Motoren leisten 2 * 2.000 PS und heben damit pro Ladevorgang 42 m³ ...
1⃣
... Kupfererz in die ebenfalls elektrisch betriebenen Großmuldenkipper. Es wird somit ohne fossile Brennstoffe aus der Erde geholt, im Idealfall ohne fossile Brennstoffe raffiniert und kann dann genutzt werden, um noch mehr solcher Bagger oder E-Busse, Windkraftanlagen, ...
2⃣
Stromnetze, Wärmepumpen oder was auch immer herzustellen. Um damit dann noch mehr fossile Brennstoffe loszuwerden (!). Ist das Konzept jetzt langsam greifbar?
Hergestellt wird das Ding in Deutschland von Komatsu, dem Nachfolger der in Hannover bekannten Hanomag AG.