Kleine Erinnerung daran, dass #Gerrymandering kein Konzept ist, das nur in den USA genutzt wird. In #Münster versucht gerade die CDU sich im Rahmen der Neuaufteilung der Landtagswahlkreise diese so zurechtzuschneiden, dass sie bei der LTW 2022 wahrscheinlicher Direktmandate holt.
Zur Erinnerung: Bei der Landtagswahl 2017 war Münster in 2 Wahlkreise aufgeteilt, die an den Grenzen der Nachbarwahlkreise Coesfeld, Warendorf und Steinfurt endeten. Die steigenden Bevölkerungszahlen machten den Neuzuschnitt der Wahlkreise notwendig.
Die Neuaufteilung sieht jetzt vor, dass die Stadt nach einem Kuchenprinzip aufgeteilt wird (Vom Stadtzentrum bis zur Stadtgrenze). Außerdem werden der Wahlkreis Münster I und der neue Wahlkreis Münster III um Havixbeck, Nottuln und Altenberge erweitert.
In den drei genannten Gemeinden (wie auch im übrigen Münsterland) fährt die CDU traditionell ungefährdete Siege bei den Erststimmen ein. Spannend sind besonders, die 15 Wahlkreise, in denen bei der OB-Stichwahl im September Die Grünen (unterstützt v. SPD, Linke, etc.) gewannen.
Von diesen 15 wurden jeweils genau 5 Bezirke den 3 neuen Wahlkreisen zugeordnet. Die Wahlkreise werden hier politstrategisch so zugeschnitten, dass die Mehrheiten der CDU weiterhin nicht gefährdet werden. Das ist undemokratisch und verzerrt die Repräsentation zugunsten der CDU.
Dass diese Aufteilungsvariante dazu führen würde, dass nur noch ein*e Abgeordnete*r ausschließlich die Stadt Münster im Landtag vertritt anstelle der früheren 2 Mandate wird dabei billigend in Kauf genommen. (Quelle Karte 2: WN)
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