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Nov 2, 2021 8 tweets 3 min read Read on X
Der wirtschaftliche Erholung beeindruckt weiterhin. Erstmals ist die Arbeitslosenzahl unter das Niveau von 2019 gefallen. Nicht vergessen: weiterhin sind Tausende in Kurzarbeit (hier sind aktuelle Daten leider Mangelware). Und: auch das Niveau von 2019 war kein niedriges. 1/
Vor allem die Gastro & Hotellerie boomt derzeit. Die Menschen holen ihre Urlaube nach. Um 2.700 weniger Leiharbeiter:innen sind arbeitslos als vor 2 Jahren. Im Gesundheitswesen gibt es paradoxerweise noch um über 1000 Arbeitslose mehr als vor Corona. 2/
In allen Bundesländern sehen die Zahlen viel besser aus als noch vor ein paar Monaten. Bis auf Wien, das noch knapp darüber liegt, haben alle Bundesländer das Niveau von 2019 unterschritten – es gibt weniger Arbeitslose als vor zwei Jahren, als COVID noch ein Fremdwort war. 3/
Unterteilt man die Veränderung der Arbeitslosigkeit nach Ausbildung, sieht man: Vor allem Menschen mit Lehre sind weniger arbeitslos als im Oktober 2019. Leute mit Pflichtschule auch, aber weniger als jene mit mittlerer Ausbildung. Für höhere Ausbildungen änderte sich wenig. 4/
Nach Alter gibt es vor allem weniger junge arbeitslose Menschen als vor 2 Jahren. Zum Teil ist das allerdings ein demographischer Effekt. Nach Geschlecht teilt sich die gesunkene Zahl gleichmäßig auf. 5/
Mitverantwortlich für die gute Entwicklung dürfte auch die budgetpolitische Reaktion der europäischen Regierungen gewesen sein. Sie gaben weit mehr aus, um finanziell die Krisenfolgen auszugleichen, als in der Finanzkrise 2009, und ermöglichen so den Aufschwung. 6/
Die Langzeitarbeitslosigkeit sinkt langsamer als die allgemeine Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Vormonat sind es zwar 5000 weniger. Das Niveau von 2019 wurde aber nicht erreicht: Aktuell sind es mit rund 157.000 Menschen noch immer 25.000 Menschen mehr als im Oktober 2019. 7/
Abwarten muss man, wie es in den nächsten Monaten weitergeht. Ob Corona dem Tourismus noch einen Strich durch die Rechnung macht, oder ob die Lieferkettenprobleme und hohen Rohstoffpreise auch der österreichischen Industrie einen Strich durch die Rechnung machen. /ende

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Sep 26, 2024
Einige Parteien und Unternehmensverbände wollen weniger Steuern, damit die Menschen in Österreich mehr arbeiten. Bringt das mehr #Arbeitszeit? Kaum. Aber es ist teuer. So das #PaperderWoche von Sandra Müllbacher und @nagl_wolfgang, präsentiert von @sonja_fes und @oliverpicek. 1/ Labour supply in Austria: an assessment of recent developments and the effects of a tax reform. Issue date: 2017.
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Eine #Steuersenkung kann man dabei als Lohnerhöhung interpretieren, weil dabei der Nettolohn steigt. Außerdem wird natürlich der Durchschnitt aller Arbeitnehmer:innen verwendet, nicht nur der Lohn einzelner Personen. Als Grundlage dienen die EU-SILC Daten. 3/
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Sep 15, 2023
Die Regierung hat heute den Vorschlag zur Abgeltung des “letzten Drittels” der #KaltenProgression vorgelegt. Der dadurch erzielte soziale Ausgleich ist äußerst beschränkt und im Vergleich zum Vorjahr sogar schlechter. Wir erklären im 🧵 warum ⬇️. 1/
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