Ich bin mit #LongCovid 14 lange Monate am Zahnfleisch gekrochen. Blutdruckentgleisungen, Ruhepuls >110, Nervenschmerzen, Magen,- Darmentzündungen, Antiphospholipid-Syndrom, meine Mastzellen haben verrückt gespielt, Ausschläge, Juckreiz, Bindehautentzündungen, Übelkeit,
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Erbrechen, anaphylaktische Reaktionen mit Atemnot, der Weg von der Couch zum Kühlschrank körperlich nicht schaffbar, die Kraft zum Haare kämmen nicht da, einfache Worte, wie blau/rot vergessen, Sprachstörungen, am ganzen Körper gezittert, Krämpfe im Kopf, etc.
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Heute geht es mir wieder einigermaßen gut. Einigermaßen.
Die Long Covid Versorgung in 🇦🇹 ist nach wie vor unzureichend. Es gibt kaum Anlaufstellen, Hausärzte und viele Fachärzte mit der Komplexität überfordert, Ambulanzen hoffnungslos ausgebucht für Monate.
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Ich möchte mit niemandem tauschen, der erst am Anfang dieser Erkrankung steht.
Ich kenne die Verzweiflung, das Gefühl des allein gelassen seins, die ratlosen Gesichter der Ärzte, das kraftzehrende Ping Pong zwischen ÖGK & AMS, die herabwürdigenden Gutachten der PVA,
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die Angst vor der Zukunft.
Und hat man #PostCovid erst länger, wird es richtig ungemütlich mit allem.
Zu rein kosmetischen Zwecken wird ein Versorgungspfad erstellt, der an Absurdität kaum zu überbieten ist.
Parallel dazu ein Gesundheitsminister, der nichts zur Lösung
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des Problems beiträgt - es ignoriert, weglächelt. Nach dem Motto: spricht man nicht darüber, findet es nicht statt.
Warum keine niederschwelligen Aufklärungskampagnen?
Long Covid als "is ja nur a bissi Erschöpfung" Thematik, ist einfach jenen gegenüber unfair,
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die es eventuell bekommen. Zum Glück betrifft es nicht alle. Ich wünsche es niemandem.
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