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Nov 30 120 tweets 17 min read
These von Arno Gruen:
"Die Geschichte der großen Zivilisationen ist die Geschichte der Unterdrückung unserer emphatischen Natur. Dadurch verlieren wir die ursprüngliche, jedem Menschen gegebene Fähigkeit, in der Wirklichkeit zu leben. Wir haben uns entfremdet."
Aus meiner Sicht muss/kann der Mensch wieder zu seinen angeborenen Gefühlen, zu seinem Mitgefühl und zu seiner Intuition zurückfinden bzw. für unsere Kinder, diese gar nicht erst verlieren und gleichzeitig den Verstand, das abstrakte Denken integrieren ohne dass dieses dominiert.
Nach Arno Gruen leben wir in einer "Scheinwelt ohne Mitgefühl."
"Wir glauben, unser Denken sei realistisch, wenn es von Mitgefühl befreit ist, von der Fähigkeit, Schmerz zu teilen, Leid zu verstehen, und vom Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen."
"Denken wir aber ohne Mitgefühl, dann leben wir in einer Scheinwelt aus Abstraktionen, die Kampf und Konkurrenz zu den Triebkräften unserer Existenz machen. In dieser Welt dominiert die Gewalt."
"In ihr kann nur überleben, wer andere unterwirft oder vernichtet. Diese Vorstellung eines Lebens ohne Mitgefühl ist auf Feinde angewiesen.
Ja, wir beginnen uns selbst durch das Feindbild, das wir heraufbeschwören, zu definieren."
"Indem das abstrakte Denken - also das Kognitive - das Emphatische in uns ersetzt, entfernen wir uns immer mehr von jeder unmittelbar gefühlten Wirklichkeit."
"...Wir glauben, rational erkennen zu können. Unsere Gefühle, die um unsere Empathie kreisen, halten wir für irrational und unlogisch und schieben sie aus diesem Grund beiseite. Unsere Gefühle sind so gefährlich geworden, dass wir sie ausschalten müssen."
"Was also ist Wirklichkeit? Und zwar dann, wenn wir von Geburt an dazu angehalten werden, die Welt so zu sehen, wie man sie uns vermittelt und sie uns vorschreibt."
"Wir sollen die Wirklichkeit offensichtlich nicht so wahrnehmen dürfen, wie wir sie von Geburt an zunächst erfahren haben."
"Diese eigenen Wahrnehmungen sind vor und nach der Geburt vorwiegend empathisch und nicht vollständig kognitiv geprägt. Empathische Wahrnehmungen wirken unmittelbar und sind unbeeinflusst von gesellschaftlichen Erwartungen."
Daher sind sie realitätstreu. Kognitive - also ausschließlich auf den Verstand bezogene - Wahrnehmungen hingegen kommen nie ohne Verzerrungen zustande, da sie auf Erwartungen der Menschen verweisen, die uns bemuttern, und nicht auf die Bedürfnisse des Kindes zurückgehen."
"Zwei fundamentale Erlebnisse prägen die Wahrnehmungen des Kindes ganz entscheidend, und zwar sein Leben lang. Sie kreisen darum, wann ein Säugling gefüttert wird und wann es schlafen muss."
"Entsprechen die Eigenwahrnehmung des Kindes - sein Bedürfnis nach Nahrung oder sein Wunsch, wach zu sein - nicht den Erwartungen der Eltern, entsteht eine Unstimmigkeit, eine Missstimmung, eine Disharmonie, möglicherweise ein Konflikt."
"Je nachdem, ob und wie dieser Konflikt beigelegt wird, beschneidet er die empathische Wahrnehmung des Kindes elementar."
"Aus diesem Grund entscheidet sich schon in den allerersten Wochen und Monaten, ob ein Kind später einen Selbstwert entwickelt, der sich aus den eigenen Gefühlen entfaltet, auf ihnen aufbaut, ...
infolge eines früh eingeforderten Gehorsams unterentwickelt bleibt oder sogar ganz verdrängt werden muss."
"Eine eigene Substanz entwickelt sich nur, wenn ein Kind bereits als Säugling Schmerz, Leid und Not, also die eigenen empathischen Reaktionen, annehmen und mit den Eltern teilen kann."
"Nur so entwickelt sich eine innere Kraft, die trotz Unsicherheit, die ein Kind umgibt, Stärke vermittelt, weil Verletzlichkeit dann keineswegs Schwäche, sondern mitfühlendes Teilen mit den Eltern bedeutet."
"Genau an diesem Punkt erkennen wir, wie in unserer Kultur das abstrakte Denken, also das Kognitive, das empathische Denken ersetzt. Setzt diese zunehmende Abstrahierung ein, entfernen wir uns mehr und mehr von der Wirklichkeit."
"Ja, wir wenden uns dann unaufhaltsam dem Untergang zu. Dieser fast unmerkliche Vorgang geschieht keineswegs offensichtlich und ist weder sofort noch für jeden erkennbar."
"Denn alles, was den Verstand betrifft und umfasst, vom Rationalen über das Kognitive bis hin zum Abstrakten, wird mit der ganzen Wirklichkeit gleichgesetzt und ergreift von unserem Daseinsgefühl vollständig Besitz."
"Das Leben, schrieb Ortega y Gasset, ist in seinem Wesen nach ein ständiger Schiffsbruch. Aber schiffbrüchig sein heißt nicht ertrinken ... Das Gefühl des Schiffbruchs, da es die Wahrheit des Lebens ist, bedeutet schon die Rettung ...
aber" zeigt mir einen Habeck oder eine Baerbock, der oder die sich schiffbrüchig fühlt. Diese Menschen besitzen einen Charakter mit wunderbarer Geschmeidigkeit, die sie unbegrenzt anpassungsfähig macht. Aus der Frage "wer bin ich" wird nur die Frage "was bin ich".
Mit der bedingungslosen Anpassung an den herrschenden Mainstream sichert man sich sein Auskommen, seine Karriere und seinen gesellschaftlichen Status. "Das Übermaß scheinbarer Sicherheit, dass diese Menschen dann umgibt, lässt ihre Seele verkümmern und schließlich kalt werden..."
"Wer so agiert, hört auf sich selbst zu sehen, lebt dahin, jedoch nicht mehr als unverwechselbare, spontane Persönlichkeit. Jetzt kreis sein ganzes Dasein nur noch um die Vorstellung, wie er glaubt, erscheinen zu müssen."
Wer außer solche Menschen kommt auf die Idee, sich auf Kosten der Steuerzahler als Minister einen persönlichen Fotografen für 400.000 Euro leisten zu müssen?
"Wer bin ich? Diese Frage erfordert eine ständige Konfrontation mit sich selbst und schließt eine Verantwortung für das eigene Tun, das eigene (Da-)Sein, mit ein."
"Diese Selbstauseinandersetzung bringt die "Erkenntnis des Schmerzes" (Carlo Emilio Gadda), des eigenen Schmerzes genauso wie des Schmerzes der anderen mit sich, und lässt die eigenen Grenzen, aber auch die der anderen spürbar und wahrnehmbar werden."
"Was ich bin, hat fast nichts damit zu tun, wer ich bin. Es hat vielmehr nur mit der Fehlbildung zu tun, wie jemand glaubt, erscheinen zu müssen, um Status und Macht gegenüber anderen zu behaupte."
"Folglich verwandeln sich Menschen in Wesen, die, wie Kierkegaard es so prägnant formulierte, völlig im Bann des Bedüfnisses nach Anerkennung von Leistungen stehen."
"Daher fangen Menschen an, nicht ihr Leben zu leben, in dem sie zwangsläufig Leid und Schmerz erleben müssen - also ein Leben, das mit der Situation, ein Schiffbrüchiger zu sein, verbunden ist -, sondern ein Leben, in dem es darum geht, "richtig" zu erscheinen."
"Richtig heißt hier, sich an das anpassen und das tun, was üblicherweise für normal gehalten wird. Schließlich suchen wir Zuflucht bei abstrakten Ideen, weil wir in unserer Zivilisation immer vor der Antwort auf die Frage fliehen, warum wir unfähig sind, uns zu stellen, ...
uns zu konfrontieren, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen. Was dann im Verdrängten lauert, ist ein Minderwertigkeitsgefühl, das zum unbewussten Grund des Seins führt."
"Wer ein anderes Leben als sein eigenes Leben lebt, wer nicht mit der Wahrheit des Schiffbrüchigseins verbunden ist, fälscht sein Selbst, um sich abstrakt rechtfertigen zu können und zementiert sein Leben, dessen Grundlage ebenso gefälscht ist."
"Wer sein Leben nicht lebt, fälscht es unbewusst, weil Schmerz, Leid und Schiffbruch in unserer Kultur mit Schwachsein gleichgesetzt werden."
"...Unsicherheit wird ebenso verachtet wie Schwachsein. Unsicherheit aber herrscht im Innern des Menschen, ja sie beherrscht sein Inneres. Greift diese ständig lauernde Gefahr um sich, dann wird das Minderwertigkeitsgefühl für immer zum Grundempfinden...
Aber gerade das muss natürlich nicht so sein."
Diese Menschen werden durch die Flucht vor sich selbst charakterisiert, etwas was das deutsche Gemüt auch charakterisiert (nach Arno Gruen).
"Die Deutschen und später die deutsche Nation machten ihre Selbstbezogenheit zum Zentrum ihrer Wirklichkeit, damals wie heute."
"Diese deutsche Selbstbezogenheit erschwert nicht nur das Leben, sondern zerstört auch das Leben vorsätzlich, bewusst geplant und mit nie dagewesenen Konsequenzen, wie dies im Dritten Reich der Fall war."
Es steht "das Selbst aller auf dem Spiel, die versuchen, die vollständige Unsicherheit, die uns umgibt und bedroht, durch ein Übermaß scheinbarer Sicherheit zu übertrumpfen, indem sie sich Macht aneignen oder sich mit der Macht anderer identifizieren."
"Wer diesen Weg aber einschlägt, erstarrt zur Statue. ... das ist "genau unsere Situation infolge kultureller Zwänge. Sie verengen unser Bewusstsein, engen es ein und verkleinern es, denn Unsicherheit und Schiffbruch sind als Schwächen verrufen."
Arno Gruen
Die Entwicklung der Empathie und des Menschseins

Im Uterus der Mutter besteht meistens ein unbehinderter Austausch zwischen den Bedürfnissen des werdenden Kindes und der Umwelt, die das Kind umgibt. Die Geburt stört diesen Austausch.
Ab jetzt und für den weiteren gelingenden Austausch ist ein Säugling davon abhängig, ob und wie seine Mutter, sein Vater und die Stimuluswelt, die ihn umgibt, sich ihm zuwendet. Schreit ein Säugling, signalisiert fies einen gestörten Austausch.
...Wie der Austausch weitergeführt wird und sich entwickelt, ist entscheidend davon abhängig, wie sich die bemutternde Person dem Kind zuwendet, welche ihrerseits von ihren eigenen Erwartungen gegenüber dem Kind bestimmt ist.
Dass das Schreien von Säuglingen bei uns als selbstverständlich und normal akzeptiert wird, spiegelt wider, dass das Schreien des Kleinkindes als Schachzug in einem unvermeidlichen Machtkampf mit den Eltern betrachtet wird.
Es gibt aber Kulturen, in denen Kinder nie oder so gut wie nie schreien.
Die Kinderschreie berühren die Eltern als Ausdruck wahrer Bedürfnisse ihres Kindes nach Wärme, Gehalten-Werden, Hunger oder wegen anderer Nöte.
Es ergibt sich aber aus der Interaktion zwischen den Kindern und den sie Bemutternden, die nicht auf deren Nöten eingehen können, dass sich grundsätzliche Unsicherheiten in unseren Kindern entwickeln.
Diese Unsicherheiten führen an die Quelle, der die Jagd nach absoluter Sicherheit entspringt. Diese wird dann zur Antwort auf der Suche nach einem Dasein, das dem Leben Geborgenheit geben soll.
Denn die Suche nach absoluter Sicherheit führt dazu, dass ein Mensch sich für immer gegen die nächste Unsicherheit wappnen muss. So werden wir von einem internalisierten Albtraum verfolgt: Man träumt, dass man versagen könnte.
Freud interpretierte diese Angst als Kastrationsangst, weil sie sich in Männern in der Angst vor sexuellem Versagen ausdrückte.
Die Folge ist die Sucht nach einer Macht, durch die man sich gegen alles und alle wehren kann.
Für Menschen, die so früh in ihrem Leben von Unsicherheit und Verachtung für ihre Ängste geprägt wurden - Angst wird als männliche Schwäche gebrandmarkt -, wird Macht zum einzigen Mittel, sich ein Gefühl von Sicherheit zu verschaffen.
Das Machtstreben verändert aber unser Gefühlsleben, das ursprünglich gefühlsbestimm ist und uns die Welt empathisch erkennen lässt.
Jetzt jedoch werden Gefühle von der Notwendigkeit, Unsicherheit zu kompensieren und zu übertrumpfen, bestimmt.
Das verändert die Sicht auf die uns umgebende Wirklichkeit, eine Sicht, die jetzt nicht vom direkten empathischen Sehen bestimmt ist, sondern von der subjektiven Notwendigkeit, alles als Kampf um die Existenz wahrzunehmen.
Das muss kein bewusster Vorgang sein, und ist es meistens auch nicht, weil wir es als selbstverständlich erleben, uns in einem andauernden Überlebenskampf zu befinden.
So gerät unsere Wirklichkeitswahrnehmung in vorgeprägte Gedankenmuster, die auf abstrakten Formel beruhen und die Notwendigkeit erfüllen, macht zu besitzen.
Gefühle werden durch diesen Vorgang abgetrennt von dem, was sie einmal waren, nämlich Ausdruck empathischer Prozesse, die ganz direkt der objektiven Realität entsprachen.
Deswegen trauen wir unseren Gefühlen auch nicht mehr, weil die Gefühle, die wir erleben, uns so oft in die Irre führen.
Wir erkennen nicht, dass das, was wir als Gefühle erleben, nichts mit natürlichen Gefühlen zu tun hat.
Vielmehr sind es Artefakte, die wie Gefühle erlebt werden, deren ursprüngliche Quelle in den Unsicherheiten liegt, denen wir ausgesetzt werden, weil unsere bemutternden Instanzen unsere empathisch gesteuerten Bedürfnisse unterdrückten.
Indem wir Gefühle als subjektiv und irrational einstufen, entfernen wir uns immer mehr von unserer Empathie, also davon, unserem Einfühlungsvermögen zu trauen. Wir schalten immer mehr auf gedankliche Wahrnehmung des Kognitiven um.
... Und vor genau diesem Hintergrund verwerfen so viele Anthropologen die empathische Welt der sogenannten Primitiven als magisch. Wir wollen nicht erkennen, dass diese Gefühlsumpolung eine wichtige Funktion bei der Zivilisationsentwicklung hatte...
Ihr Wesenskern war Macht und Eroberung.
Diese Unsicherheit rief diese Entwicklung hervor - wie auch die Notwendigkeit, ebendiese Unsicherheit durch Macht, Eroberung, Besitz und Beherrschen zu bändigen.
Damals muss sich die Beziehung zwischen Mutter und Kind von Grund auf verändert haben, wodurch das empathische Verhalten gegenüber Kindern gestört wurde.
Es wurde Folgendes gezeigt:
Kooperation und Empathie sind die bestimmenden Faktoren in unserer Evolution.
Ferner beruht das Überleben einer Spezies nicht auf dem Untergang einer anderen.
Nach Arno Gruen wurde "der Wandel vom Empathischen zum Abstrakten in der menschlichen Geschichte gar nicht als wesentlicher Einschnitt wahrgenommen, ...
weil die grundsätzlichen, durch die früheste Mutter-Kind-Beziehung geprägten Verhaltensformen in der archäologischen Literatur völlig übergangen und ausgeschlossen wird.
Nach Arno Gruen liegt dieser offensichtliche Bruch in unserer Evolution etwa 8000 bis 10000 Jahre oder noch weiter zurück. "Er wird fälschlicherweise oft als Folge eines kognitiven Fortschritts gedeutet.
Was wohl wirklich passierte, war die Wandlung von einer Dominanz der empathischen Wahrnehmung zu einer Dominanz des abstrakten Denkens durch die Unterdrückung des mitfühlenden Empathischen.
...Was als Fortschritt betrachtet wird, entpuppt sich im Grunde als Entwicklung, die unser menschliches Wesen durch die Vorherrschaft des Kontroll- und Dominanzbedürfnisses reduziert."
#Followerpower
Sind die Gedanken / Thesen von Arno Gruen ein Ansatzpunkt dafür, dass eine gewaltfreie Gesellschaft ohne Herrschaft von Menschen über Menschen, ohne Machtstreben in der Natur des Menschen liegt, also menschenmöglich ist?
Die Fähigkeit zur Kooperation und das empathische Wahrnehmen entfalteten sich weder während die angeblich großen Zivilisationen entstanden, noch durch sie. Im Gegenteil, diese Großzivilisationen unterdrückten und zerstörten besonders folgende Fähigkeiten:
Einfühlungsvermögen, Fürsorge, die auf empathische Wahrnehmung gründet sowie die Erkenntnis der eigenen Gefühle und Bedürfnisse im Anderen.
Solche natürlichen Begabungen entwickeln sich nicht bei Lernprozessen, die auf das Kognitive zielen. Es kommt vielmehr auf den Viszeral-Aspekt des Lernens an, der im frontotemporalen Bereich des limbischen Systems angesiedelt ist und bis ins Innere eines Menschen reicht.
Bestimmen kooperatives und empathisches Verhalten unsere Frühgeschichte, dann müssen wir lernen, unsere Vergangenheit und die neuere Geschichte der letzten
10 000 Jahre in einem ganz anderen Licht zu betrachten und wahrzunehmen.
Der Wechsel von Kooperation zum Wettkampf widerlegt dann nämlich die Annahme, unsere Vorfahren wären primitive Wesen und unsere Sozialisation eine Errungenschaft großer Zivilisationen gewesen.
Statt davon auszugehen, das menschliche Bewusstsein habe sich in der Evolution fortschreitend von primitiver Aggression zur zivilisierten Konfliktlösung entwickelt, muss man ganz im Gegenteil annehmen,
dass erst in den Zeiten, als das Konzept "Besitz" eingeführt und durchgesetzt wurde, kooperative und gemeinschaftliche Sozialbeziehungen sich aufzulösen begannen.
Menschen wie Tiere können aggressiv sein. Tierische Aggressivität ist aber nicht mit Zerstörung um der Zerstörung willen gleichzusetzen. Wir Menschen hingegen foltern und ermorden gezielt unsere Artgenossen.
Wir Menschen waren jedoch nicht immer so selbstdestruktiv."
Also gibt es Hoffnung, das die Menschen die destruktive Gewalt und das destruktive Machtstreben wieder überwinden!
Welche Positionen vertreten meine Follower zu dieser These?
Können sich die Menschen wieder von dem Streben nach Macht und damit von der Dominanz des Wettkampfes und der Herrschaft von Menschen über Menschen befreien hin zu einer friedlichen Gesellschaft, in der die Kooperation (wieder) dominiert?
Meine lieben Dialog-Partner, ich versuche über die reine Reaktion auf das Handeln der Herrschenden &ihrer Handlanger (vor allem Regierungen) &deren Analyse hinaus Ansatzpunkte für konkretes eigenes Handeln zu finden, um die heutige Gesellschaft grundlegen (pro)aktiv zu verändern.
Ich glaube nicht, dass die heutige Situation (die Herrschaft der Familien der riesigen Vermögen) alternativlos und nicht zu überwinden ist.
Ich begehe bewusst das "Gedankenverbrechen" (etwas mit Ironie und bitterem Humor gemeint), die heutige Situation infrage zustellen und Alternativen zu suchen und anzustreben. Ich hoffe ich finde viele Mitstreiter auf diesem Weg!
"Die ursprüngliche Natur des Menschen zu ergründen, ist nicht einfach. Über unsere Herkunft, unsere Evolution müssen wir allerdings nachdenken, um unsere Gegenwart besser zu verstehen."
Ich möchte zusammen mit möglichst euch allen nicht nur das bestehende Herrschaftssystem, das Entfremdungsdenken und die Entfremdung unseres Daseins nur durchschauen, sondern beseitigen.
Seid ihr dabei?
Ich folge dabei den beiden Vorbilder Arno Gruen und Peter Brückner.
Ich baue meine Gedanken auf den Gedanken von vielen, sehr vielen anderen auf und kann zum Teil nicht mehr die einzelnen Gedanken einzelnen Vordenkern eindeutig zuordnen. Verzeiht mir also bitte, wenn ich nicht alles sauber zitieren kann, wie ich es eigentlich sollte.
Ich lese einfach zu viel Bücher hintereinander und auch parallel von einem zum anderen springend... und komme an meine Grenzen der Aufnahmefähigkeit ... anderseits kommen mir häufig neue Gedanken durch Kombination und Weiterdenken von schon von anderem Gedachten ...
Mir geht es einzig allein um Erkenntnis und Ideen für eine bessere Gesellschaft, vor allem um Erkenntnisse und Ideen, die sich in konkretem Handeln umsetzen lasse um aktiv an einer besseren Gesellschaft zu arbeiten...ich freue mich über jede Anregung, konstruktive Kritik, Neues!
Kurz gesagt, ich möchte nicht nur erkennen, sondern auch aktiv verändern und gestalten.
Es braucht die Theorie und Analyse und das Verstehen und damit auch Bücher und die Praxis, das Handeln!
Mit der Theorie (der Analyse und dem Verstehen) kann der Geist fliegen, mit der Praxis der Verstand zu Fuß suchen, beide brauchen einander und das Herz als nimmermüden Antrieb.
Praxis ohne Theorie (Analyse und Verstehen) führt nicht weit: die Praxis folgt immer der Theorie (der Analyse und dem Verstehen) und verbessert diese wieder, die dann wieder die Praxis führen.
Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, er hat Erfolge und erleidet Schiffbruch.
"Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so &nie wieder. Darum ist jedes Menschen Geschichte wichtig &jeder Aufmerksamkeit würdig."
H. Hesse
Und doch
"Was das ist, ein wirklich lebender Mensch, das weiß man heute allerdings weniger als jemals, und man schießt denn auch die Menschen, deren jeder ein kostbarer, einmaliger Versuch der Natur ist, zu Mengen tot"
Hermann Hesse
Die Menschen und die Wissenschaft brauchen offene Diskurse für ihre Weiterentwicklung gegen den Stillstand, der in den Abgrund führt in einer sich ständig wandelnden Welt.
"Gegner bedürfen einander oft mehr als Freunde, denn ohne Wind gehen keine Mühlen."
Hermann Hesse
Menschen die sich auch ihrer eigenen Schwächen bewusst sind und diese annehmen und akzeptieren, die mit ihren Schiffbrüchen bewusst leben ohne zu ertrinken, fragen sich nicht nur "was bin ich?", sondern auch vor allem "Wer bin ich?".
Die Frage "Wer bin ich?" erfordert eine ständige Konfrontation mit sich selbst und schließt eine Verantwortung für das eigene Tun, das eigene (Da-)Sein, mit ein.
"Schwächen" und Schiffbrüche haben auch ihre guten (positiven) "Seiten:
Sie stärken unsere Fähigkeit der Güte und Großzügigkeit, sie fördern unsere Wachsamkeit, ermöglichen eigene Interpretationen, ermöglichen kreative Leistungen und mildern unsere Hybris, die Annahme, wir seien ohne Schwachstellen." (Gertrud Müller)
"Genau wie in der Natur sind wir nicht als Einzelwesen vollkommen, sondern viel mehr in der Möglichkeit uns gegenseitig zu ergänzen. Gerade durch gegenseitiges Unterstützen & die Möglichkeit voneinander zu lernen werden geniale Lösungen möglich."
Gertrud Müller @DrGertrudMller1
Wenn Arno Gruen recht hat, dann sind Machtspiele nicht unser kollektives Schicksal, sondern nur eine längere &leidvolle Episode der Menschheit, die wir bald wieder überwinden können, zurück zum mitfühlenden Denken, dass das neuere abstrakte, logische Denken als Partner integriert
Aus dem vermeintlichen Konflikt zwischen mitfühlenden Denken und abstrakten, logischen Denken können wir ein beide Denkweisen integrierendes, diese beiden transzendierendes (übersteigendes) gewaltfreies Denken entwickeln
Dazu möchte ich gerne folgende Gedanken / folgendes abstraktes, logisches Denken mit integrieren, auf diesen aufbauen das gemeinsame Denken weiterentwickeln siehe den Thread 👇
threadreaderapp.com/thread/1589326…
Für mich ist es Ziel für die ganze Menschheit, für jeden Einzelnen, sich von der Macht (genauer dem Streben nach Macht und damit von Machtspielen) zu lösen und das nicht nur in der Politik
Dazu
Jede Revolution und jede wahre (linke) "Politik beginnt immer damit, die Freiheit und den Wunsch der Menschen nach Teilhabe der Maschinerie der Macht zu entreißen"
"Macht und Politik sind nicht dasselbe"
"Die Logik der Macht tendiert dazu, wirkliche Politik zu verhindern &zu verunmöglichen, weil der Erhalt (oder das Erringen) von Macht wichtiger wird als die politischen Inhalte selbst ...."
@antjeschrupp
Solange Menschen und Institutionen wie Parteien Macht mit Politik verwechseln, zerstören sie sich selbst.

Einen Weg zur echten Politik weisen uns
Diotima und Luisa Muraro
"Macht und Politik sind nicht dasselbe"
Folgt @Sabeth_Pademira und lest ihren phantastischen Block …listi-dichtet-belichtet.over-blog.com
da findet ihr vieles aus zu Thema dieses Threads.
Zum Beispiel der Thread zum Thema (männliche) Schwäche
Das Menschen sich nicht mehr an der Frage "Wer bin ich?", sondern nur noch an der Frage "Was bin ich in den Augen der Anderen?" (als Auswirkungen von Technik und Medien auf die Gesellschaft) wird durch auf Netflix die Folge »Nosedive« der britischen Sci-Fi-Serie »Black Mirror«,
auf die Spitze getrieben.
Die Folge handelt von Leuten, die, um ihre Popularität zu behalten und relevant in den Augen der Welt zu bleiben, alles tun würden – ohne zu zögern.
Die Menschen werden durch die anderen via Handy bewertet, die Skala geht bis zehn. Diejenigen, deren Bewertung niedrig ist, werden auch von der Gesellschaft als niedriger Mensch angesehen. Bestimmte Hotels, Restaurants usw. verbieten ihnen das Betreten ihres Geländes:
eine selbstkreierte Segregation der Leute, die dafür sorgt, dass nur der einem von anderen gegebene Wert wichtig an einer Person ist. Je niedriger deine Bewertung, desto niedriger die Qualität deines Lebens. Je höher, desto einfacher ist es zu leben.

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More from @DemokratieDr

Nov 30
Es gibt Hoffnung
Es liegt nicht unausweichlich in der Natur des Menschen, dass der von sich selbst entfremdet wird durch die Dominanz des Verstandes und die Abspaltung seiner Gefühle. Macht(streben) und Gewalt gehören nicht zur Natur des Menschen, sie kamen mit der Zivilisation!
Die Herrschenden der herrschenden Familien der riesigen Vermögen und die Mehrheit der von ihnen beherrschten US-Amerikaner und Westler ist an der Zivilisation erkrankt, besser durch sie entfremdet worden, was dann folgende Ergebnisse zeigt siehe den Thread
Macht(streben), die Herrschaft von Menschen über Menschen, Gewalt von Menschen gegen Menschen, anderes Leben und gegen die gesamte Natur sind nicht unausweichlich, sie gehören nicht zur ursprünglichen Natur des Menschen von Geburt an, sondern sind Zivilisationsschäden.
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Nov 30
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Die Zeit ist reif für eine gewaltfreie Revolution der Revolution zur Überwindung jeder Herrschaft von Menschen über Menschen, von jeder Macht von Menschen über Menschen .... Thread 👇
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Nov 30
Auf dem Weg in eine bessere, herrschaftsfreie Gesellschaft müssen zuerst die supranationalen Herrschaftsinstrument wie die NATO, die WHO, die EU, der IWF ... überwunden werden
sowie die großen Investmentgesellschaften BlackRock, Vanguard, State Street und BigTech Google, Facebook (Meta), Twitter &Co. entmachtet und die weltweit Politik von den Parteien &Berufspolitikern befreit werden hin zu echten Demokratien ohne Wahlen, Parteien und Berufspolitikern
dann muss letztendlich nachhaltig die herrschendende Klasse der riesigen Vermögen entreichert, nachhaltig entmachtet und in die Gesellschaft reintegriert und weltweit die Staaten, Geheimdienste und Armeen aufgelöst werden hin zu
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Nov 30
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus"
Artikle 21 des Grundgesetzes
und was ist die politische Realität?
Ein politisches System, dem es gelingt, den sozialen und politischen Körper einer Gesellschaft mit Machtstrukturen wie Parteien, die Armee und Geheimdienste und Ideologien wie den Neoliberalismus und die Wokeness zu überziehen und zu durchdringen,
das also mehr denn je durch den Menschen "hindurch" und weniger "über" ihn herrscht, wird von diesen anders wahrgenommen. Wir denken an 1984.
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Nov 30
The oligarchy sold as representative democracy is based on the fact that a few thousand professional politicians and journalists can easily be bought, blackmailed and controlled. This is how the families with the huge ill-gotten fortunes keep their power in the background.
A political system that succeeds in covering and penetrating the social and political body of a society with power structures such as parties, the army and secret services and ideologies such as neoliberalism and wokeness,
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Nov 30
Thesis
The highest goal of all human beings, as far as they have not been damaged in soul and spirit, is a life in peace, in community and in love.
In contrast, there are numerous conflicts in all areas ...
Time for a more just world order, oriented towards balance and cooperation, beyond capitalist exploitation, without "chosen" nations colonising other nations in the service of the ruling class, without war ...serving the basic needs of all people.
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