Marcel Hänggi Profile picture
Mar 17 95 tweets 31 min read
Morgen Samstag fasst die #SVP ihre Parole zum #KlimaschutzGesetz. Ich werde auf diesem Kanal live kommentieren. #BullshitBingo
Demain samedi, l‘#UDC discutera la #LoiClimat. Je vais commenter en direct ici.
#BullshitBingo
Um 10:30 beginnt die Delegiertenversammlung der #SVP. Auf dem Programm bis 12:30: #KlimaschutzGesetz.
Ich bin per Live-Stream mit dabei. svp.ch/aktuell/delegi…
Als erstes werden die Mannen und Frauen singen: «Wenn der Alpenfirrn sich rötet». Bin gespannt, wie die Partei nach dem Sommer, in dem die Alpenfirne und -#Gletscher um 6% geschrumpft sind bfs.admin.ch/asset/fr/gr-f-…, übers Klima diskutieren wird, und versuche hier eine Einordnung.
L'assemblée des délégué·e·s de l’#UDC commence à 10h30. Au programme jusqu'à 12h30 : la #LoiClimat.
J'y participe en direct par streaming et tente un classement de ce qui est dit. svp.ch/aktuell/delegi…
1er point de l’ordre du jour : on chante sur les «beautés de la patrie».
Suis curieux de voir comment l’#UDC va discuter le climat après que les beautés glaciaires de la patrie aient perdu 6% de leur glace dans un seul été ! bfs.admin.ch/asset/fr/gr-f-…
La présidente de l'#UDC du canton de GE @AmaudruzCeline fixe déjà la tonalité : l'UDC contre tous le reste ! Genève le canton «le moins libre» à cause de la politique de tous les autres partis.
Präsident @marcochiesa74 : #KlimaschutzGesetz «Stromfressergesetz» als Weichenstellung vor den Wahlen.
.@marcochiesa74 spricht von «links-grüne Utopien» / «Träume» / «Ideologie» vs. «bezahlbaren Strom».
Wie falsch dieses Framing ist (das auch manche Journalist:innen pflegen) …
… hat die @IAE hat in ihrem #WorldEnergyOutlook 2022 festgestellt: Die «grün.utopischen» Länder hatten in der Energiekrise tiefere Strompreise! iea.org/reports/world-…
(en français : les pays « verts-utopistes », comme les appelle @marcochiesa74, connaissent durant la crise énergétique des « faibles prix d'électricité », comme le note l'@IEA dans son #WorldEnergyOutlook 2022. iea.org/reports/world-…)
.@marcochiesa spricht von der «linken» Energiestrategie. Das ist Unsinn: 2017 sagten 58% der Abstimmenden Ja dazu; erarbeitet wurde es vom bürgerlichen Bundesrat und dem bürgerlichen Parlament.
Alles, behauptet @marcochiesa werde alles teurer, und er beruft sich auf die @ethz, ohne zu sagen, was er meint. Dann nennt er viele Zahlen … irgendwelche Zahlen ohne Belege.
«Wir müssen dieses lügnerische Gesetz abschmettern».
Wie es die SVP ist, die lügt, habe ich z.B. hier schon mal gezeigt:
«Wir können die Brennstoffe nicht aufgeben».
Da sagen eben gerade Studien u.a. der @ethz , aber auch der @zhaw, des @scnat, der @vse_aes und des Bundes das genaue Gegenteil.
(Vom Klima übrigens spricht @marcochiesa74 nicht, abgesehen von der lapidaren Behauptung, das #KlimaschutzGesetz bringe dem Klima nichts.)
Im übrigen sagt der Parteipräsident: Wenn wir die Wahlen nicht gewinnen, geht die Welt unter!
Mein Musiktipp dazu:
Arrive sur scène: CF @ParmelinG. Contrairement au scénario apocalyptique de son président de parti, Parmelin dit que «la situation de l'approvisionnement énergétique s'est détendue».
Nun spricht BR @ParmelinG Stromknappheitsangt mit Zeithorizont 2025 an.
2025 erschwert sich die Situation wegen geänderter Marktregeln der EU (das sagt Parmelin nicht). Wenn wir ein 2025 tatsächlich Problem haben, ist das ein aussenpolitisches Versagen, kein energiepolitisches!
«Wir wollen keine Kontingentirung, das wäre schlimm», sagt BR @ParmelinG. Bzgl. der Pläne, wer bei einer Mangellage verzichten müsste und wer nicht – Pläne aus seinem Departement – spricht er lieber nicht konkret.
«Es ist wichtig, dass wir uns so schnell wie möglich aus der Auslandabhängigkeit befreien», sagt BR @ParmelinG.
Meine Worte! Heute importieren wir tatsächlich 75 unserer Energie: Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran.
«Was», fragt BR @ParmelinG, «wenn nächstes Jahr wieder so warm und trocken wird, dass Frankreich seine AKW nicht kühlen kann?»
My words. Ein Grund mehr, die Klimaerhitzung zu bekämpfen!
Der Interviewer spricht @ParmelinG auf Atomkraft & künftige technolog. Durchbrüche an. Parmelin antwortet sehr richtig: Gewisse Forscher erwarten Durchbrüche, aber Lösungen brauchen wir heute! (Was er nicht sagt: Photovoltaik etc. ist heute einsatzbereit!)
Interviewer: «2017 haben wir von der #SVP gesagt, mit Energiestrategie2050 wird Energie teurer und wir werden kalt duschen müssen. Nun mussten wir nicht kalt duschen.»
Na bitte.
Aber Energie ist teurer geworden. Den Hauptgrund dafür spricht BR @ParmelinG nicht an: der Ukrainekrieg in Verbindung mit unserer Abhängigkeit von Öl & Gas.
Nächster Gast: Lino Guzzella. Der hat mal an der @ethz über Verbrennungsmotoren geforscht. Heute ist er Atomlobbyist.
Guzzella: Landwirtschaft ohne Erdgas, mit dem man N-Dünger macht, könnte nur die Hälfte der Menschheit ernähren.
Was für ein Unsinn, wenn man daran denkt, dass ca. 40% der weltweit produzierten Lebensmittel im Müll landen.
Guzzella sagt: «Ich halte Dekarbonisierung für relativ herausfordernd». Nun ja, das bestreitet niemand …
Guzzella sagt: Es gibt «gute» und «nützliche» Energiearten. Gut sind: Wind, Wasser, PV, Atom; «nützlich» sind Kohle, Öl. Gas, Atom und Wasser. …
… Wind und PV sind für Guzzella nicht «nützlich», da sie den Strom nicht dann liefern, wenn es ihn braucht.
Da hat der Herr seit seiner Emeritierung aber einiges an Forschung verpasst.
Guzzella nennt Zahlen, wieviel mehr Strom mehr brauchen. Sie sind viel höher als alle Zahlen aus den Studien, die ich kenne. Er nennt keine Quellen, aber er stelle die auf Anfrage gern zur Verfügung.
Ich werde Herrn Guzzella darum bitten.
Guzzella: «Ich wäre froh, es würde wieder einmal eine Auslegeordnung gemacht».
Nun, hier ein paar Auslegeordnungen, die in jüngerer Zeit gemacht wurden:
Lino Guzzellas Botschaft: Die Energiewende ist unrealistisch.
Wäre noch Präsident der ETHZ, könnte er die Photovoltaik nicht so schlechtreden, weil er zu vielen Forschungsresultaten seiner eigenen Institution widersprechen müsste.
Nächster Redner: Markus Blocher, Unternehmer.
«Booschuur»; weiter auf deutsch.
Die heutige Energiepolitik nennt Blocher «naiven ideologisierten Technologiefanatismus». Drunter macht er's nicht!
Blocher nennt die Geopolitik als wichtigen Faktor. Richtig. Die werde geprägt von den Polen USA und China. Was er nicht erwähnt, ist Russland, von wo die Schweiz vor 2022 mehr als ein Fünftel unserer Energie (Gas, Öl, Uran) bezog.
Blocher: «Wenn Risiko und Unsicherheiten hoch, muss man diversifizieren». Richtig! Heute sind wir zu 60% von fossilen Energieträgern abhängig. Das ist nicht sehr diversifiziert!
In Krisenzeiten müsse sich Staat auf drei Kernaufgaben konzentrieren: Bildung, Sicherheit, Energie.
Erhalt der Lebensgrundlagen gehört für Blocher nicht zu den Kernaufgaben.
Entscheiden, welche Technologie gut sei, müsse der Markt, nicht die Politik.
Da erstaunt mich halt, dass es in der SVP so viele Atomfans gibt. Atomkraft hätte sich auf dem Markt nie durchgesetzt!
Blocher sagt auch: «CO2-Ausstoss ist für die Erwärmung verantwortlich, das ist wissenschaftlich erwiesen; ich sage das, weil ich hier an einer #SVP-Veranstaltung bin.» – Schweigen im Saal.
Blocher der erste heute, der über CO2-Ausstoss und Klima spricht. Er spricht auch aus, was oft ignoriert wird: Pro Kopf sind die CO2-Emissionen der Schweiz «in keiner Weise besser als in den USA» (auf einer Konsumbasis).
Blocher: CO2-Emissionen sind Produkt aus Bevölkerungszahl x Wirtschaftsleistung x Energieeffizienz x Energieintensität.
Das ist richtig. Und wir müssen auf null. Nur einer der vier Faktoren kann auf null: Energieintensität …
… Und wenn wir die Energieintensität auf null senken (durch Erneuerbare), sind alle anderen Faktoren in der Gleichung irrelevant.
Jetzt gibt es einen Vortrag zu den 3 Hauptsätzen der Thermodynamik und Entropie.
Ich teile mit Herrn Blocher den Wunsch, Menschen, die Politik machen, verstünden diese naturwissenschaftlichen Grundlagen!
(Die Schlussfolgerungen, die Herr Blocher aus seinen korrekten Betrachtungen zieht, kann ich freilich nicht wirklich nachvollziehen …)
Blocher wiederholt, was Guzzella sagte: Erneuerbare liefern Strom nicht immer genau dann, wenn wir ihn brauchen. Im Ggs. zu Guzzella spricht er von den Möglichkeiten, mit solchen Ungleichzeitigkeiten umzugehen.
Was weder Guzzella noch Blocher sagten: Auch AKW liefern ihren Strom nicht immer genau dann, wenn man ihn braucht!)
Blocher plädiert für Netto-Null – oho –, meint aber, 2080 wäre realistisch (er beruft sich auf die Kondratieff-Zyklen).
Nur wäre 2080 halt sehr viel zu spät.
«Schlussfolgerung: für Netto Null braucht es viel Geld. Wer erbringt dieses Geld? Die Wirtschaft.»
Ich würde ergänzen: Dieses Geld, das sind die Aufträge für eben diese Wirtschaft.
Nächste Rednerin: Vera Weber von der Fondation Franz Weber @ffw_ch (nachdem der Blocher-Sohn soeben dafür plädiert hat, «Bergtäler zu fluten, um die Welt zu retten» [das war nicht ironisch gemeint] …)
@ffw_ch Vera Weber parle de «la panique d'un possible blackout». Enfin, oui … qui était-ce qui a surtout semé cette panique ?
Vera Weber plaide pour la préservation et l'appréciation de la nature et de la biodiversité. Elle critique la construction des routes nationales.
Votes intéressantes au sein d'une assemblée de l'#UDC.
Vera Weber constate que tout le monde parle de la protection de l'environnement et continue pourtant à faire le business as usual.
Vera Weber critique (sans le dire explicitement) la rhétorique des deux orateurs précédents.
Vera Weber dit qu'il faudrait atteindre le photovoltaïque sur les bâtiments existants plutôt que dans la nature ; le potentiel serait énorme.
C'est tout à fait exact. L'#UDC s'est justement prononcée contre lors de la dernière session !
Vera Weber critique explicitement cette attitude de l'UDC au conseil national. Chapeau !
Mais le parti se sert d'elle pour dénigrer les énergies renouvelables en général.
Vera Weber: «La Terre est complètement déstabilisée»
Vera Weber pour finir : «Faites un pas en arrière pour pouvoir mieux avancer ensuite.»
(Je doute que l'#UDC soit intéressée par le fait d'aller de l'avant …)
Tritt jetzt ans Rednerpult: Umwelt- und Energieminister Albert #Rösti. Stellt korrekterweise fest, dass die bisherige Referate enorme Differenzen beinhalteten.
#Rösti spricht von der Sicherung der Energieversorgung «aber vor allem der Stromversorgung» (als wären nicht die fossilen das Hauptproblem).
#Rösti spricht vom «Klima- und Innovationsgesetz»
#Klimschutzgesetz
(Rösti unterschlägt das dritte Element des offiziellen Gesetzesnamens: «Stärkung der Energiesicherheit»)
fedlex.admin.ch/eli/fga/2022/2…
BR #Rösti: «Ich sage es klar: Ich bin für die Ziele dieses Gesetzes. Wir wollen auf netto null, aber das Gesetz verbietet die fossile Energie nicht.»
#Negativemissionen
«Ich halte eigentlich nichts von apokalypt. Weltuntergangsszenarien trotzdem müssen wir uns die Realität vor Augen führen. Für mich auch als Klimaminister ist ganz wichtig: Prävention, Anpassung.» #Rösti
BR #Rösti lobt die Anpassung an die Klimeerhitzung wie bereits Anfang Woche vor dem @IPCC_CH.
Das ist wichtig – aber natürlich ist Anpassung nicht möglich, wenn es nicht gelingt, die Emissionen auf netto null zu senken.
#Rösti: «Ich habe intern verlangt, dass wir beim Heizungsersatz vor allem auf den Ersatz der elektr. Widerstandsheizungen fokussieren.»
#Rösti: «Dieses Gesetz hat für mich einen ganz engen Zusammenhang mit dem #Mantelerlass. Mit mehr Strom können wir aus den Fossilen aussteigen. Priorität: Vor allem die Quellen ausbauen, die kurzfristig mehr Strom bringen.»
BR #Rösti unterstützt den Mantelerlass (den seine Partei ablehnt) «fulminant».
BR #Rösti : «Ich bin bereit für Kompromisse und darum bin ich dafür, dass wir im #Mantelerlass die #Restwassermenge nicht reduzieren.»
BR #Rösti fände es «noch schön», wenn «auch hier an der Delegiertenversammlung einige Stimmen» für das #KlimaschutzGesetz stimmen würden.
Maintenant la CN des Verts @dklopfensteinb se lance, comme partisane de la #LoiClimat, dans la gueule de la louve.
@dklopfensteinb : #LoiClimat «une chance unique pour notre pays», soutenu par tous les partis sauf l'#UDC. Les glaciers ont perdu + de 10% de volume en seulement 5 ans.»
(correct; même >6% en un seul été: bfs.admin.ch/asset/fr/gr-f-…)
CN @dklopfensteinb explique les éléments de la #LoiClimat: «le programme de remplacemet des chauffage, c'est 2 milliards injectés directement dans notre économie. Cela crée des nouveaux emplois.»
CN @dklopfensteinb rappelle aux coût énormes du dérèglement climatique au cas d'inaction. «Si vous êtes en faveur d'une Suisse indépendante, pourqoui voulez-vous garder la dépendance des importations d'énergies fossiles ?»
Folgt als Gegenredner zu @dklopfensteinb NR Michael Graber. «#Rösti hat uns die Meinung des Bundesrats gesagt; ich werde Ihnen sagen, was die Meinung von Albert Rösti ist.»
«Es war niemand anderes als Albert Rösti, der flammend dazu aufgerufen hat, das Referendum gegen das #KlimaschutzGesetz [Graber nennt es «Stromfressergesetz»] zu ergreifen.»
«Wisst ihr, wer genau die Initianten der #GletscherInitiative waren? Präsidentin von Greenpeace, Präsident der Grünen und auch noch ein Theologe.»
Na, da sitzen noch ein paar mehr Leute im Initiativkomitee, auch Ständeräte von @Mitte_Centre und @FDP_Liberalen
Graber spricht von «Titelbetrug», «das ist nicht Stärkung d. Energiesicherheit, sondern Planwirtschaft ohne Plan». Gesetz definiere «auf den Prozentpunkt genau, bis wann welcher Sektor die Emissionen um wieviel reduziert haben muss.»
Falsch: Das Gesetz nennt da nur «Richtwerte».
«Es braucht viel, viel, viel mehr Strom», sagt Graber.
Nun, die @vse_aes schätzt bspw.: 25 bis 40% mehr; wobei da die Sparpotenziale noch nicht eingerechnet sind. strom.ch/de/nachrichten…
Auch Graber (wie vor ihm Chiesa) nennt eine «ETH-Studie».
Ich vermute, er meint eher die Empa-Studie Züttel et al. 2021, die in der Fachwelt allgemein als untauglich angesehen wird.
Energie würde viel teurer.
Unsinn; das Gegenteil stimmt: Der wichtigste Preistreiber im Hochpreisjahr 2022 war die Abhängigkeit von fossiler Energie.
Und Graber nennt wieder die ominöse Zahl der angeblich 387 Mrd. «Kosten» aus «einer Studie». Er hat diese Studie (von der Bankiervereiningung) offensichtlich nicht gelesen. Die Hintergründe hat @watson_news einmal erklärt: watson.ch/schweiz/klima/…
puhhh … ich bin gar nicht nachgekommen, alle Unwahrheiten in der Rede von Michael Graber zu kommentieren!
Ein Votant aus dem Publikum übt sich in Rhetorik, spricht von Sackgassen und vergleich die Gesellschaft mit einem Auto … Genau mein Humor.
Der Votant aus dem Publikum sagt, wir hätten weder eine Import- noch eine Exportstrategie.
Nun, das Fehlen einer kohärenten Energie-Aussenpolitik ist v.a. die Folge einer Anti-EU-Politik.
Die #SVP-Delegiertenversammlung fasst ihre Parole. Der Vorstand empfiehlt einstimmig Nein.
Die sehr neutrale Frage des Generalsekretärs: «Wer diesem Stromfressergesetz zustimmen möchte, erhebe die Karte …»
Es kommt wie erwartet bei einer Partei, die gerne Probleme bewirtschaftet statt löst: 51 Nein : 0 Ja, 0 Enthaltungen
Cela arrive comme prévu dans un parti qui aime gérer les problèmes au lieu de les résoudre : 51 Non : 0 Oui; 0 abstentions.
Und die Würste fürs Mittagessen sind der SVP Genf ausgegangen … 🤣
(und euer Wochenendbeginn so?)
Herr Guzzella war so freundl., mir seine Berechnungen zu schicken.
Zur Aussage, ohne Kunstdünger könnte nur die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt werden, schickte er mir dies: ourworldindata.org/how-many-peopl…
Da unterläuft Guzzella ein weit verbreiteter Denkfehler: … (1/3)
… Der Denkfehler: Der Umstand, dass Kunstdünger heute die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt, ist natürlich NICHT gleichbedeutend mit der Aussage, dass ohne Kunstdünger die Hälfte der Weltbev. nicht ernährt werden könnte! (2/3)
Über diesen Denkfehler hat meines Wissens der spätere Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Fogel zum ersten mal geschrieben. Ich habe Fogels Gedanken vor langem mal in der @nzz kritisch gewürdigt: nzz.ch/wissen/wissens… (und ausführlicher hier: mhaenggi.ch/fortschrittsge…).
(3/3)
Nachtrag: Lino Guzzelas Quellen sind nicht peer-reviewed Studien von Energiewissenschaftler:innen, sondern eigene Berechnungen eines emeritierten Verbrennungsmotorenforschers. #Servicetweet
je corrige : l'UDC a voté contre la #LoiClimat avec 151 non v. 0 oui. Le secrétaire disait « 51 » puis s'est corrigé, ce que j'ai raté.
Korrigendum: die SVP-DV sagt mit 151:0 Stimmen Nein zum #KlimaschutzGesetz. Parteisekretär Keller sagte «51» und verbesserte sich danach, was mir entging.

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Mar 18
Um die #SVP-Tirade gegen das #KlimaschutzGesetz an der heutigen Delegiertenversammlung zu rekapitulieren: NR Michael Graber und @marcochiesa74 stützen ihre ganzen Behauptungen auf ganze zwei Studien.

@klimaschutzja @KlimaschutzCH
(1/6)
Erstens auf eine Studie der @BCG im Auftrag von @SwissBankingSBA, welche die SVP falsch versteht swissbanking.ch/_Resources/Per…;
zweitens auf die höchst umstrittene angebliche ETHZ-, tatsächlich aber Empa- und EPFL-Sion-Studie Züttel et al. 2021 frontiersin.org/articles/10.33…
(2/6)
Aus der @SwissBankingSBA-Studie nimmt die #SVP die angebl. «Kosten» von 387 Mrd.
Tatsächlich hat diese Studie aber nicht Kosten, sondern Investitionsbedarf angeschaut. Investitionen sind Investitionen in die Schweizer Wirtschaft.
vgl. watson.ch/schweiz/klima/…
(3/6)
Read 6 tweets
Jun 16, 2021
Lieber @L_Schoepfer , interessanter Text, aber Sie gehen von falschen Grundannahmen aus. Dass das #CO2Gesetz «Askese» verordnen würde, war die Behauptung seiner Gegner*innen. (1/6)
Sie nennen «Wirtschafts- und Wachstumsskepsis» in einem Zug mit dem Ruf nach Askese. Für Max Weber, den Sie auch zitieren, war Askese gerade die Grundlage des Wirtschaftswachstums (er verwendet das Wort sehr häufig): (2/6)
Nur, indem wir heute asketisch leben, können wir Gewinne investieren, um morgen noch mehr zu haben. Wenn Wirtschaftswachstum also die Kernursache der Umweltzerstörung ist, brauchen wir *weniger* Askese und mehr Lebensfreude in der Gegenwart. (3/6)
Read 6 tweets
May 25, 2019
Nach Lektüre des Klimapapiers der @FDP_Liberalen fdp.ch/fileadmin/user…: Will niemandem unterstellen. Aber ein paar Missverständnisse gibt es zu klären (1/12):
Z. 3-4: Klima und Artenschwund "eine bedeutende Herausforderung": wenn man @IPCC_CH #SR15 oder @IPBES #GlobalAssessment gelesen hat, kann man das nur als verharmlosend bezeichnen. (2/12)
Z 35: THG-Emissionen müssen "bis zweite Jahrhunderthälfte auf netto null". Seit @IPCC_CH #SR15 wissen wir: um Ziele des #ParisAgreement zu erreichen spätestens 2050, und reiche Länder müssen nach PA wie nach UNFCCC vorangehen. (3/12)
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