Heute vor 9 Jahren Jahren saßen 283 Passagiere an Bord des Fluges #MH17 der #MalaysianAirlines von Amsterdam nach Kuala Lumpur. 15 Crewmitglieder gingen ihrer Arbeit nach, während das Flugzeug den Luftraum über der Ostukraine durchflog. /1
Gegen 13.20 Uhr UTC (15.20 Uhr Ortszeit) brach der Funkkontakt zum Flugzeug ab. Kurz darauf verschwand es vom Radar. Wie Untersuchungen ergaben, wurde die Boeing 777 von einer Buk-Flugabwehrrakete von russischen Kämpfern der sogenannten Volksrepublik Donezk abgeschossen . /2
Zu den Tätern gehört der FSB-Offizier Igor Girkin/Strelkov, der die Befehle dazu gab. Girkin war ein Paradebeispiel, dass die sogenannten Volksrepubliken eigentlich von #Russland gesteuert wurden. Girkin hatte nie in der Ukraine gelebt und war von Russland entsendet worden. /3
Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft beschränkte sich auf Schock. Unternommen wurde nichts gegen die russischen Urheber des Angriffs. Die russische Desinformation emittierte Dutzende falsche Ursachen für den Abschuss. Westliche Medien kolportierten sie unkritisch. /4
Hätte man damals entschieden auf diesen Angriff reagiert, bei dem viele Bürger von EU-Staaten von Russland getötet wurden und hätte man schon damals der Ukraine geglaubt und sie unterstützt, wären wir heute wohl nicht mehr in diesen mörderischen Angriffskrieg. /5
Einer der Ursprünge allen Übels für die #Ukraine war der #NATO-Gipfel 2008 in Bukarest. Dort war es vor allem Merkel-#Deutschland, das sich einer Aufnahme der Ukraine in die NATO widersetzte. Die #USA haben aber unter George W. Bush auch nicht die Führungsrolle übernommen. /1
Auf Druck der Merkel-Regierung mit dem damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, wurde die Aufnahme der Ukraine und Georgiens vertagt. Auch damals schon beschwichtigte man lieber den anwesenden Aggressor #Putin. Eine der Konsequenzen kam nach nur wenigen Monaten. /2
Russland eskalierte den Konflikt um Südossetien und griff #Georgien an. Nun hatte das Land einen ungelösten Konflikt, eine NATO-Mitgliedschaft wurde schnell noch unwahrscheinlicher. Im Westen fand der Krieg kaum Beachtung. Keine Reaktion, schnelles business-as-usual. /3
Eine Recherche von @rtl_aktuell hat nun wenig überraschend festgestellt, dass die Firma, die die Segeljacht Andromeda, die mutmaßlich an den Anschlägen auf Nordstream beteiligt gewesen sein soll, von einer Russin geleitet wurde. /1
Die Frau lebte seit 2001 auf der Krim, wurde in Usbekistan geboren, besaß wohl aber nie die ukrainische Staatsbürgerschaft. Derzeit hält sie sich in Russland auf, Fotos zeigen sie unter anderem in Krasnodar. /2
Wir erinnern uns: Es gab schon im März erhebliche Zweifel an Recherchen, die auf eine Beteiligung der Ukraine angeblich hindeuteten. Die Andromeda wurde nach den Anschlägen mit Spuren von Sprengstoff und zwei zurückgelassenen ukrainischen Pässen gefunden. /3
Der Professor aus Halle zitiert den Tweet eines Bot- oder Trollaccounts, registriert im April 2022, der sonst nur antiukrainische Hetze postet. Der Tweet auf den sich der Botaccount beruft, stammt von einem prorussischen Hetzer aus Schweden. /1
Mikael Valtersson nannte sich einst "Verteidigungsexperte" bei den rechtsradikalen Schwedendemokraten. 2014 fiel er auf, wegen Nazipropaganda und Verherrlichung des 3. Reiches. Mittlerweile ist Valtersson politischer Analyst und verbreitet nun russische Propaganda. /2
So teilte Valtersson unter anderem ein Video von geöffneten Schleusentoren, das beweisen sollte, dass die Ukraine den Staudamm in Kachowka gesprengt hat und nun die Schleusen stromaufwärts öffnete und so die Flut noch weiter verschärfe. Das Problem: /3
Heute zu Bett zu gehen fällt schwer. Schwer weil mich die Eindrücke von der Flut nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms sehr mitgenommen haben. All die Hilferufe, die ich für meinen Artikel gelesen habe, in denen Menschen eine Flucht für ihre vom Tode /1
bedrohten Verwandten und Bekannten suchten. GPS-Koordinaten an denen irgendwo ein verängstigtes Mütterchen und Väterchen auf dem Dach sitzen und auf ein Boot warten. Ohne Wasser, ohne Telefon. Die Mutter, Oma, Uroma, Tante von jemand. /2
Und dann die Videos von den Helfern auf der ukrainischen Seite, die alles durchkämmen, um auch noch das letzte Lebewesen zu retten: nasse, zitternde Hunde, Kätzchen. Gerade noch rechtzeitig aus dem Wasser gezogen. Und dann frage ich mich, warum tut Russland das? /3
Absolut sprachlos. Vor Monaten hat die #Ukraine vor genau diesem Szenario gewarnt. Nun hat #Russland das Verbrechen verübt. Neben der Gefahr für die Bewohner, ist dies auch ein Ökozid, denn der sinkende Wasserspiegel und die Überschwemmungen werden Millionen Tiere töten.
Das Delta des #Dnipro ist ein wunderschönes aber fragiles Ökosystem und wird unglaublichen Schaden nehmen. Die Russen haben keinen Respekt vor nichts. Man kann den Ukrainern nur Erfolg bei der Gegenoffensive wünschen. Schon damit die ständigen Schreckensmeldungen ein Ende nehmen.
Aiden Aslin war ein Verteidiger von #Mariupol, saß seit April 2022 in russischer #Kriegsgefangenschaft, wurde gefoltert vorgeführt und zum Tode verurteilt. Im September wurde der Brite entlassen, reiste nach Großbritannien. Doch damit begann die nächste Tortur. /1
Diesmal wurde das Problem durch Deutschland verursacht. Denn während Aslin in russischer Folterhaft saß, erließen die deutschen Behörden eine Einreisesperre gegen den Briten-Ukrainer. Als er im November 2022 zurück in seine Wahlheimat wollte, wurde er am Flughafen festgesetzt. /2
Die Behörden in Polen teilten ihm mit, dass sie ihn weiterreisen lassen wollen, aber eine Einreisesperre gegen ihn durch Deutschland verhängt wurde. Die Folge: Er wurde nach GB abgeschoben. Auch ein weiterer Einreiseversuch über Moldau scheiterte. /3