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Oct 28, 2024 22 tweets 14 min read Read on X
Putins willige Helfer in Österreich:

Herbert Kickls Kontakte mit dem KGB und FSB in Moskau.

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Herbert Kickl (FPÖ) macht die NATO und die USA für den Krieg in der Ukraine verantwortlich. Zur Freude des Kremls lehnen er und seine rechtsextreme Partei Unterstützung für die Ukraine ab und wollen sich nicht an Sanktionen gegen Russland beteiligen.

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Führer der rechtsextremen Freiheitlichen Partei Österreichs bestreitet Verbindungen zu Russland:
„Ich habe keinerlei persönliche Verbindung zu Russland“, erklärte Kickl 2024.

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Unter der Leitung von Kickl stürmte das Innenministerium am 28.02.2018 das ehemalige Verfassungsschutzministerium.
Die Razzia wurde von einer Polizeieinheit durchgeführt, die eigentlich für die Bekämpfung von Drogenhändlern zuständig ist und von einem FPÖ-Politiker geleitet wurde.

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Geheimdienstmitarbeiter erklärten gegenüber POLITICO, dass die neuen Beweise darauf hindeuten, dass die Razzia Teil einer von Moskau gesteuerten Operation war. Bei der Razzia wurden geheime Staatsdokumente beschlagnahmt.

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Kurz darauf, im Jahr 2018, reiste Herbert Kickl nach Moskau, um sich mit hochrangigen russischen Militär- und Geheimdienstvertretern zu treffen.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Sitzung hinter verschlossenen Türen stattfand.

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Der Polizeigeneral der Russischen Föderation, Vladimir Kolokoltsev, traf sich im Oktober 2018 mit Herbert Kickl in Moskau.
Zuvor, am 6. April 2018, wurde Kolokoltsev in die Sanktionsliste namens «Kreml-Liste» aufgenommen.

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Vladimir Kolokoltsev diente beim KGB und hat enge Verbindungen zu Putin und seiner Partei Einiges Russland.
Er wurde als ehemaliger Beamter des Innenministeriums durch den Korruptionsskandal im so genannten "Fall der drei Generäle" bekannt.

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"Project" veröffentlichte eine interessante Untersuchung über das Familienvermögen, seinen Sohn, Korruption und die langjährigen Beziehungen des Leiters des Innenministeriums Kolokoltsev zu einflussreichen Geschäftsleuten und kriminellen Gruppen.

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Auch Jewgeni Zinitschew nahm an dem Treffen 2018 teil:
Putins ehemaliger Leibwächter diente beim KGB, dann Armeegeneral und wurde im Jahr 2016 zum stellvertretenden Direktor des FSB ernannt. Für seine Loyalität übergab ihm Putin den Gouverneursposten. (Starb 2021)

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Außerdem gabs ein Treffen mit Igor Zubov, Generaloberst der Miliz und Staatsrat der Russischen Föderation, statt.

Unter Zubovs Kontrolle wurde in der Domodedovo-Basis eine geheime Militärgruppe gebildet.

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Die Gruppe setzte sich aus ehemaligen FSB-Offizieren, Mitgliedern der Spezialeinheiten und Vorgängern der „Vityaz“-Einheit zusammen. Sie bestand aus militärischem Personal mit "guter Kampfausbildung sowie aus Scharfschützen und Bombenleger, die bereit waren, jeden Auftrag überall zu erfüllen".

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Auch der Sohn von Zubov, der von seinem mächtigen Vater geschützt wurde, war bekannt für Korruption, Verbindungen zu kriminellen Gruppen, Veruntreuung großer Geldsummen und illegalen Ölhandel. Er versteckte das Geld in Offshore-Firmen.

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Kickl selbst gab die brisanten Ziele der Reise bekannt, ohne näher darauf einzugehen.
Sein Sprecher betonte, dass die Kooperation mit Russland sei „Teil der österreichischen Sicherheitsstrategie" gewesen.
Klingt so, als wolle er russische Beamte in die Bundesverwaltung einschleusen.

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Die Propagandazeitung „Vzglyad“, die auch G. Mangott interviewte, reagierte schnell auf die österreichischen Wahlen im Jahr 2024 und berichtete, dass "Österreichs rechtsgerichtete Freiheitliche Partei, die sich gegen antirussische Sanktionen ausspricht, die Parlamentswahlen gewonnen hat" und schrieb über Kickl.

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„Österreich ist dem holländischen (und französischen) Weg gefolgt“, sagte auch F. Lukyanov, Direktor von Putins Valdai-Club, gegenüber der Zeitung.
Dank des Clubs unterhält Lukyanov enge Beziehungen zu europäischen Politikern und Experten.

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Der bereits erwähnte und unbekannte russische Oligarch und rechtsextreme Monarchist K. Malofeev verriet sich 2024 und gratulierte der Partei zu ihrem Sieg und Herbert Kickl persönlich.
Malofeev hat russische Separatisten in der Ukraine finanziert und unterhält enge Beziehungen zur AfD.

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Am selben Tag wurde Kickl auch von dem von Malofeev gegründeten Propagandamedium «Zargrad», dessen Chefredakteur kein Geringerer als der faschistische Philosoph Dugin ist, auch zu seinem Sieg gratuliert.

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Mit Hilfe und Mitteln des Oligarchen Malofeev wurden Kontakte zu europäischen rechtsextremen Parteien geknüpft. Im Jahr 2014 hielt Dugin ein geheimes Treffen mit Rechtsextremisten in Wien ab.
"Die Geburt der Schwarzen Internationale", schrieb die Presse. Dies war nicht seine einzige Reise nach Österreich.

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Um die Symbiose von Herbert Kickl und der russischen Propagandamaschine zu beschreiben, muss man einen separaten Thread machen.
Die Ausstrahlung seiner Kreml-Narrative findet in Echtzeit statt.

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Die Österreichische Botschaft in Moskau hat einen "Überblick über den österreichisch-russischen Besuchsaustausch" veröffentlicht, aus der sich einige Schlüsse ziehen lassen.
Und wenn man sich die Namen ansieht und Daten vergleicht, tauchen noch mehr Fragen auf.

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Unter dem Deckmantel österreichischer Patrioten sollte niemand daran zweifeln, dass die FPÖ der verlängerte Arm Russlands ist und dass Herbert Kickl, der sich selbst "Volkskanzler" bezeichnet, ein nützlicher Helfer Putins ist.

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Feb 2
In den Chats aus den #EpsteinFiles vom 3. Mai 2019 wird die direkte Abstimmung zwischen Steve Bannon und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein deutlich. Bannon kündigte darin an, vom 11. bis 15. Mai 2019 in Deutschland zu sein und im „Bundestag“ zu sprechen.

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Tatsächlich trat er am 15. Mai 2019 auf Einladung der AfD-Bundestagsfraktion als Überraschungsgast bei der ‚Konferenz der freien Medien‘ im Saal 1.228 des Jakob-Kaiser-Hauses (einem Gebäude des Deutschen Bundestages) auf.

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Die Kommunikation zeigt, dass Epstein aktiv versuchte, Bannon bei dessen Europareise zu unterstützen, indem er Treffen mit Vertretern aus Saudi-Arabien (KSA) in Deutschland oder den USA koordinierte. Während Bannon einen möglichen Aufenthalt auf Epsteins Privatinsel zugunsten seiner Reisepläne und seines Auftritts im „Bundestag“ ablehnte, bot Epstein an, die Kontakte zu den Saudi-Arabiens direkt in Deutschland für ihn zu organisieren.

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Jan 26
Orbán’s media and propaganda machine against the opposition and democracy exposes how Hungary is being ruthlessly manipulated ahead of the 2026 election.

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In Hungary, an aggressive campaign against the opposition officially began ahead of the parliamentary elections on April 12, 2026. At the center, as so often, is Viktor Orbán, a master of manipulation who has built a system based on fear, lies, and conspiracy theories.

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Hungary is among the EU countries with the strongest pressure on media freedom. In 2018, 476 pro government media outlets were consolidated into KESMA, placed under the control of Orbán allies and exempted from oversight by decree. This created a powerful instrument to weaken independent media.

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Dec 22, 2025
Das Minus von Putin ist, dass er seine Absichten nie verbirgt, seine Pläne immer direkt ausspricht und mit offenen Karten spielt.
Das Plus für Putin ist, dass es im Westen genug Idioten gibt, die nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, dass er mit seinen Absichten absolut ernsthaft ist und überhaupt nicht daran interessiert ist, sich "im Guten" zu einigen.

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Heute haben er und Beloussow auf der Sitzung des Kollegiums des Verteidigungsministeriums ihre Pläne für das Jahr 2026 und bis 2030 bekannt gegeben.
Wenn man den ganzen Lametta um die 1,5 Millionen Verluste der ukrainischen Streitkräfte und die 213.000 (!) Verluste an Militärtechnik beiseite lässt, bleibt unter dem Strich Folgendes übrig.

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1️⃣ Russland hat nicht vor aufzuhören und beabsichtigt 2026 „All-in“ zu gehen, um die „Ziele der SVO“ zu erreichen.

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Dec 17, 2025
Putin’s "America guru" Yuri Ushakov: The mastermind of Kremlin foreign policy and his years living in Russia’s espionage residences in the U.S.

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Since 1992, Yuri Ushakov headed the Foreign Ministry’s Department for Pan-European Cooperation, overseeing ties with the OSCE, EU, NATO, the Council of Europe, and other European bodies. Since 2012, he has also served on Rosatom’s supervisory board and previously sat on Rostec’s board.

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While working in the United States, he helped shape the Russian–American agenda. In 2003, he described bilateral relations as “stop and go,” meaning “one step back, two steps forward.” and by the late 2000s his stance toward the U.S. had hardened, criticizing what he saw as America’s use of Russia.

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Dec 12, 2025
A-WEF 2025: Die Vernetzung von rechten, prorussischen und verschwörungsideologischen Akteuren und Medien in Prag.

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Die dubiose Alternativ-Konferenz A-WEF 2025 inszenierte Ende November im Prager Hilton-Hotel ein Treffen, das unter den hohlen Parolen „Von der Kritik zur Kraft“ und „Frieden schaffen, Krieg verhindern!“ firmierte. Für den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte AfD-Chefin Alice Weidel. Dort ließ sie sich von Stefan Magnet ausführlich zu ihrer einseitigen Lageeinschätzung befragen.

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Weidel nutzte die Bühne, um erneut eine gefährliche Verschwörungstheorie zu verbreiten: Der Ukraine-Krieg werde ihrer Meinung nach absichtlich fortgesetzt und sei im Grunde genommen ein brutaler Krieg gegen Deutschland. Gleichzeitig warf sie der aktuellen deutschen Führung „Repressionen“ und „fehlende Freiheit“ vor.

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Dec 2, 2025
Bart De Wever’s trips to Russia are now paying off for the Kremlin: He protects its interests and blocks billions in aid for Ukraine.

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The Prime Minister of Belgium, Bart De Wever, plays a central role in the debate over the use of frozen Russian central bank assets, as the majority of these funds are held at Euroclear, the central securities depository based in Belgium. It is estimated that Belgium holds between 185 and 210 billion euros of these assets.

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Bart De Wever, who is currently blocking the use of Russian funds for Ukraine, maintained close relations with high-ranking Russian officials before and long after the 2014 annexation of Crimea.
De Wever himself emphasized that he had been visiting St. Petersburg since 1988 as a tourist, professionally, and with his family, as he explained during a meeting in Russia.

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