Wahlprogramm der Union @CDU @CSU verspricht
99 Mrd. € Steuerentlastungen im Jahr, 2,2% BIP.
Überwiegend für Besserverdiener & Reiche.
Mehr als die Hälfte (52 Mrd. €/Jahr) geht (zunächst) an die reichsten 10%.
Ein Thread🧵 (1/22)⬇️ faz.net/aktuell/wirtsc… tagesschau.de/inland/innenpo…
@CDU @CSU Zunächst wenig Entlastungen für die arbeitende Mitte,
nur 12 Mrd. €/Jahr gehen an die untere Hälfte der Bevölkerung.
Moderates Mehraufkommen bei indirekten Steuern & durch Wachstums-#Laffer-Effekte,
schätzungsweise 25 Mrd. €/Jahr, 25% der Entlastungen (2/22)
@CDU @CSU Der verbliebene #Solidaritätszuschlag #Soli belastet fast nur noch Hochverdiener. Entsprechend geht die Entlastung von 12,5 Mrd. € 2025
zu 93% an die reichsten 10% und zu 62% an die reichsten 1% (3/22) diw.de/de/diw_01.c.92…
@CDU @CSU Der Einkommensteuertarif soll abgeflacht werden, der 42%-#Spitzensteuersatz erst später einsetzen.
Analog Vorschlägen von @FGuentzler & @Brehm_inNBGNord wird hier die Tarif-Knickstelle auf 21% gesenkt & die Spitzensteuersatz-Grenze auf 80 T€ erhöht
(4/22) wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/20…
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Das bedeutet Mindereinnahmen von 30,5 Mrd. € 2025, die vor allem an die Besserverdiener gehen.
Bei der arbeitenden Mitte (40-70%-Perzentil) kommen nur 10% des Entlastungsvolumens an.
An die reichsten 30% gehen 80% und an die reichsten 10% 40% der Entlastung (5/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Eine automatische Anpassung der kalten Progression beim Einkommensteuertarif sowie weiteren Freibeträgen & Abzugsbeträgen entlastet Geringverdiener & arbeitende Mitte etwas stärker, da bei diesen die Steuerprogression ausgeprägter ist (6/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Eine Senkung des Körperschaftsteuersatzes um 5%-Punkte bedeutet Mindereinnahmen von 18 Mrd. € 2025. Da der Unternehmensbesitz sehr stark konzentriert ist, entlastet dies zunächst vor allem die Superreichen: Schätzungsweise 72% gehen an die Top1% (7/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Erleichterungen bei Abschreibungen, Verlustverrechnung etc. werden hier in Anlehnung an das Wachstumschancengesetz mit weiteren 7 Mrd. € angesetzt. Sie entlasten auch Personenunternehmen und sind etwas weniger stark auf die sehr hohen Einkommen konzentriert (8/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Die Erhöhung der Pendlerpauschale wird hier mit 10 Cent je Entfernungskilometer angesetzt. Das bedeutet Entlastungen von 2,3 Mrd. € 2025, die sich relativ breit auf die erwerbstätige Bevölkerung verteilen. Hiervon profitiert auch die arbeitende Mitte (9/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Eine deutliche Anhebung der Freibeträge bei der Erbschaftsteuer wird hier als Anhebung um 50% interpretiert. Das bedeutet Steuerausfälle von gut 1 Mrd. €, wenn ansonsten die Tarifgrenzen nicht erhöht werden (10/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Bei der Grunderwerbsteuer soll beim erstmaligen Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum ein Freibetrag von 250 000 € pro Erwachsenen & 150 000 € für jedes Kind gelten (11/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Schwer zu quantifizieren.
Hier werden Mindereinnahmen von 4,5 Mrd. €/Jahr angesetzt, die vor allem Besserverdiener entlasten, die sich Wohneigentum leisten können (12/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Ob die Entlastung auch tatsächlich bei den Erwerbern ankommt, hängt von den Immobilienmärkten ab. Bei begrenztem Angebot wie in den Ballungsräumen steigen die Immobilienpreise (13/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Eine Wiederabsenkung des Umsatzsteuersatzes auf Speisen im Restaurant kostet 4,3 Mrd. €/Jahr.
Da hat sich die Union eine der Komponenten der Mehrwertsteuer ausgesucht, die die Armen weniger belastet, denn die können sich Essen gehen nicht leisten (14/22) tagesschau.de/wirtschaft/zew…
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Eine Senkung von Senkung Stromsteuer & Netzentgelten wird hier mit 11 Mrd. €/Jahr veranschlagt. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch ist recht gleichmäßig über die Einkommensgruppen verteilt, natürlich unterschiedlich im Einzelfall (15/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Außerdem braucht man billigen Strom für die Heiz- und Verkehrswende, daher sollte man den Strom von unnötigen Belastungen befreien, also v.a. von der Stromsteuer, auch wenn er noch teilweise dreckig ist (16/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Überstundenzuschläge sollen bei Vollzeitarbeit steuerfrei werden. Ohne Sozialbeiträge bleiben Mindereinnahmen wohl unter 1 Mrd. €/Jahr.
Aber recht bürokratisch & vermutlich auch starke Mitnahmeeffekte,
zudem arbeits- & sozialmedizinisch ungünstig (17/22) bild.de/geld/wirtschaf…
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Bei den potenziellen Zweitrundeneffekten sind zum einen Mehreinnahmen bei den indirekten Steuern berücksichtigt, insoweit die Haushalte die Steuerentlastungen für Mehrausgaben nutzen & nicht sparen (18/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Zum anderen gibt es Wachstums- & #Laffer-Effekte, die allerdings sehr unsicher sind & nur vorsichtig angesetzt werden.
Insbesondere die Unternehmensteuer-Senkungen könnten langfristig höhere Selbstfinanzierungseffekte auslösen, insoweit sie Standortbedingungen verbessern (19/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Fazit 1: Entlastungen von 99 Mrd. €/ bzw. 2,2 % BIP sind fiskalisch recht ambitioniert angesichts der finanzpolitischen Herausforderungen,
selbst wenn die #Schuldenbremse gelockert wird – was so sicher ist wie das #AmenInDerKirche (20/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Fazit 2: Sinnvolle Wachstumsimpulse, vor allem bei Unternehmensteuern.
Aber zu wenig Entlastungen für Geringverdiener & arbeitende Mitte.
Dazu sollte stärker bei den Sozialbeiträgen & im Eingangsbereich des Einkommensteuertarifs entlastet werden, ferner bei Transferabbau (21/22)
@CDU @CSU @FGuentzler @Brehm_inNBGNord Fazit 3: Soziale Schieflage, da deutliche Entlastungen von Hochverdienern & Superreichen.
Der #Soli sollte in Einkommensteuertarif integriert werden.
Moderater Abbau von Firmenprivilegien bei der Erbschaftsteuer, ggf. moderate Superreichensteuer (22/22) spiegel.de/wirtschaft/soz…
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In ihrem #Wahlprogramm will die #SPD @SPDde die unteren 99% des Volkes entlasten,
junge Familien & Investitionen fördern.
Die Top1% sollen belastet werden, vor allem #Hochverdiener & #Superreiche.
Ein Thread🧵 (1/16) ⬇️ spiegel.de/politik/deutsc…
@spdde Bei der #Einkommensteuer sollen die unteren 95% entlastet, die reichsten 1% belastet werden.
Als Konzept dafür wird hier ein Vorschlag von @SBachTax & @tom_krebs_ (2021) auf 2025 upgedatet (2/16) handelsblatt.com/politik/deutsc… x.com/SBachTax/statu…
@spdde @tom_krebs_ Erhöhung #Grundfreibetrag & Knick-Einkommen um jeweils 1 446 €, 2. Progressionszone verlängert bis #Spitzensteuersatz von 45% ab 77 200 € zvE.
#Reichensteuersatz von 47% gilt ab 210 000 € zvE.
#Soli-Freigrenze wird in echten Freibetrag umgewandelt ab 77 200 € zvE (3/16)
A global minimum 2% wealth tax on the world’s superrich,
as proposed by @gabriel_zucman on behalf of the Brazilian G20 Presidency @g20org.
Implications for Germany – a thread 🧵(1/25) ⬇️
@gabriel_zucman @g20org Main takeaways:
➡️ A global minimum taxation on the world’s huge fortunes
(pers. wealth above $1 billion or $100 million)
could restore tax progressivity at the top, without any major tax evasion & avoidance, tax competition & economic disadvantages (2/25) ft.com/content/1f1160…
@gabriel_zucman @g20org ➡️ It could raise substantial tax revenue,
in Germany up to €6bn per year from resident billionaires,
or up to €17bn from resident centimillionaires,
depending on the extent of the income tax credit
Die höheren #Erbschaftsteuer-Bewertungen durch das #Jahressteuergesetz betreffen unmittelbar nur wenige Fälle, v.a. mit größeren Immobilienvermögen.
Tatsächlich sind die höheren Immobilienpreise bei den Normalsterblichen schon angekommen.
Ein Thread 🧵⬇️ spiegel.de/wirtschaft/ser…
Eigenheime & Eigentumswohnungen machen das Gros der Vermögen von Normalbürgern aus. Die werden bei der #Erbschaftsteuer nach aktuellen Immobilienpreisen bewertet, anhand von Kaufpreisdaten der Gutachterausschüsse & anderer Marktinformationen gesetze-im-internet.de/bewg/__182.html
Diese Fälle sind von der Reform nicht betroffen – sie werden schon laufend zu den höheren Werten veranlagt.
Dadurch sind einige in die Steuerpflicht gekommen, auch wenn zumeist keine großen Belastungen entstehen
Zur Diskussion um die #Erbschaftsteuer
Infos der Steuerstatistik 2021 sowie Veränd. zu 2011-13.
Ein Thread 🧵
2021 wurden 150 Tsd. Personen veranlagt,
davon 45 Tsd. in Steuerklasse I (v.a. Ehepartner & Kinder, Freibeträge 500 & 400 Tsd. €) (1/8) destatis.de/DE/Themen/Staa…
73 Tsd. wurden in Steuerklasse II veranlagt (Eltern bei Schenkungen, Geschwister, Neffen/Nichten, Geschiedene),
57 Tsd. in Steuerklasse III (übrige).
Hier liegt der Freibetrag nur bei 20 Tsd. € (2/8) de.wikipedia.org/wiki/Erbschaft…
Die Zahl der jährlichen Erbschaftsteuerpflichtigen hat über die letzten 10 Jahre um 40 000 Personen zugenommen – ein Zuwachs von einem Drittel.
Davon sind die Hälfte Personen der Steuerklasse I, hier liegt der Zuwachs sogar bei knapp 90 Prozent (3/8)
1. Der erste Reichskanzler der (M-)SPD war Friedrich Ebert, der während der Novemberrevolution am 9.11.1918 das Amt vom letzten kaiserlichen Kanzler übernahm.
Er war zugleich Vorsitzender des „Rates der Volksbeauftragten“, einer provisorischen Regierung images.app.goo.gl/mFfVSVTSSSumn9…
2. Nach der Konstituierung der Nationalversammlung in Weimar wurde Ebert am 11.2.1919 zum Reichspräsidenten gewählt,
Philipp Scheidemann wurde Reichsministerpräsident.
Die Regierung Scheidemann zerbrach im Juni 1919 über die Annahme des Friedensvertrags images.app.goo.gl/hqhJhiqJyrVzBR…
Im Entwurf ihres Wahlprogramms versprechen #Union@CDU@CSU
Entlastungen bei Unternehmensteuern, Einkommensteuertarif & Kinderfreibetrag,
von denen vor allem Besser- & Hochverdiener profitieren.
Ein Thread (1/7) sueddeutsche.de/wirtschaft/cdu…
@CDU@CSU Der Unternehmensteuersatz soll auf 25% gesenkt werden. Das bedeutet Mindereinnahmen von etwa 17 Mrd. €/Jahr & entlastet v.a. die höchsten Einkommen –
die Hälfte geht an die Top0,1%.
Damit sollen Investitionen & Innovationen gestärkt werden (2/7)
Bei der #Einkommensteuer soll der Arbeitnehmerpauschbetrag um 250 € steigen, der erste Spitzensteuersatz von 42% erst bei 80 000 € zu verst. Einkommen erreicht werden.
Entlastungen von 21 Mrd. €/Jahr, davon 84% an die Top20%, 64% an die Top10% der Einkommensverteilung (3/7)