Nachdem sich die ersten Wogen gelegt haben und die Sachlage etwas klarer scheint zwei Gedanken zu #Connewitz und der #Polizei in der #Gesellschaft.
1. #Gewalt ist in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend problematisiert und tabuisiert worden. Das gilt auch für den Kontext #Polizei, dh für Gewalt sowohl durch als auch gegenüber Polizeibeamt*innen.
2. Dies führt auch dazu, dass Gewalt gegenüber Polizeibeamt*innen in der Polizei anders wahrgenommen und problematisiert wird als früher, stärker und mit anderen Emotionen darauf reagiert wird.
3. Dies betrifft nicht (mehr) nur – und das zeigt das Beispiel #Connewitz in besonderer Weise – Beamt*innen als Personen und die Gewerkschaften, sondern auch die #Institution als solche. Das hat problematische Folgen, über die hier in den vergangenen Tagen schon diskutiert wurde.
4. Zum einen agiert die Polizei – die in der Öffentlichkeitsarbeit zu #Sachlichkeit und #Neutralität verpflichtet ist – auch in offiziellen Stellungnahmen stärker unter dem Eindruck des Geschehens und aus ihrer spezifischen Perspektive darauf.
Das führt ggf. zu nicht gebotenen Stellungnahmen, die die gesellschaftliche Debatte stark prägen.
5. Zum anderen wird die Debatte #rigoroser geführt und reagiert die Polizei (noch) empfindlicher auf Kritik – teilweise mit schwarz-weißem Freund-Feind-Denken.
#Kritik und #Kontrolle der Polizei sind aber rechtsstaatliche Selbstverständlichkeit, müssen immer möglich sein, dürfen nicht unter Legitimationsdruck stehen.
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