Nicht nur der falsche Eindruck einer Balance ist das Problem, sondern auch der Gegenstand der Kontroverse.
Nehmen wir einmal an, die infection fatality rate liegt nur bei ca. 0,3%, wie von #Streeck angenommen, und ist nicht doppelt so hoch. 1/
#Streeck will vielleicht nicht Herdenimmunität, aber doch zumindest #mutigwieStreeck sein und mehr Infektionen zulassen - gerne 20.000 Fälle pro Tag. Sagen wir mal, wir haben am Ende 10 Millionen Infizierte. Macht insgesamt 30.000 Tote. Und das ist noch vorsichtig kalkuliert. 2/
#Streeck ist das natürlich klar, auch wenn er diesen Punkt unehrlicherweise verbirgt. Im Prinzip weiß jeder, dass es dabei Tote gibt. Die Debatte dreht sich nicht darum, ob mehr Menschen sterben, wenn wir #mutigwieStreeck sind. Es geht nur darum, ob das wichtig ist. 3/
Wenn wir die Debatte also ehrlich führen würden, dann würden wir darüber diskutieren, ob es akzeptabel ist, wenn mehrere Zehntausende - vielleicht noch mehr - sterben. (Hinzu kommen die #LongCovid-Fälle, aber da weiß ich nicht wirklich, was #Streeck dazu denkt.) 4/
Wir hätten dann jemanden in der Talkshow, der sagt: Nein, das geht nicht wegen #RechtaufLeben, und Boris Palmer, der fälschlich behauptet, die meisten würden doch eh bald sterben. Doch wir führen die Debatte nicht ehrlich. 5/
Nachtrag: #Streeck hat vielleicht doch Herdenimmunität im Sinn, wenn 15 % Infizierte nur der erste "Schritt hin zu einer Normalität" sein sollten, "die auch ohne Impfstoff funktioniert". (Was für ein erbärmlicher Euphemismus!)
#Streeck spricht sich jetzt offen für Herdenimmunität aus. Die Idee der Herdenimmunität ist moralisch monströs und muss geächtet werden. Streeck kann daher nicht mehr unkritisch interviewt oder in Talkshows eingeladen werden.
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