#Corona #Coronavirus #COVID19
+++ Keine kollaterale Übersterblichkeit wegen Lockdown
Thread 17 Teile
Aus den Reihen der Corona-Leugner ist immer wieder zu hören, dass man nicht AN sondern MIT Corona stirbt. Demnach dürfte es eigentlich auch keine Übersterblichk. geben. /1
Als sich eine real vorhandene Exzessmortalität nicht mehr leugnen ließ, wurde behauptet sie sei eine Folge der Corona-Maßnahmen. Diese Todesfälle seien vor allem wegen dem Lockdown entstanden. /2
Es gäbe mehr Selbstmorde und Todesfälle wegen aufgeschobenen Untersuchungen, vernachlässigter Altenpflege usw. Manche behaupten auch, die Menschen seien aus purer Panik gestorben.
Im folgenden werde ich diese Kollateralschaden-These am Beispiel Spaniens widerlegen. /3
Warum Spanien?
1. Es gab in Spanien eine große Übersterblichkeit
2. Es gab in Spanien den strengsten Lockdown in Europa
Die Punkte 1. und 2. scheinen die Kollateralschaden-These zu bestätigen. /4
63% Übersterblichkeit in Spanien zwischen 11. März und 9. Mai 2020:
Weitere Gründe für Spanien als Untersuchungsobjekt,
3. Die Antikörper-Studie, die aufzeigt wie hoch die Durchseuchung in den verschiedenen Landesteilen war.
4. Der Lockdown begann in Spanien überall gleichzeitig und war überall gleich streng. /5
Der Lockdown begann am 14.03.20 und lief mit dem landesw. Start von Phase 0 des 4-Phasen-Plans am 09.05.20 langsam aus. Das Ausklingen des Lockdowns verlief in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich, so dass ab 9. Mai keine vergleichende Untersuchungen mehr möglich sind. /6
Wenn die Kollateralschaden-These richtig wäre, dann würde die Höhe der Übersterblichkeit vom Infektionsgeschehen unabhängig sein. /7
Im folgenden habe ich untersucht in wie weit die Seroprävalenz von IgG-Antikörpern in den verschiedenen Landesteilen Spaniens mit der dort jeweiligen Übersterblichkeit korreliert. /8
Als Datenbasis habe ich die Ergebnisse dieser epidemiologischen Studie verwendet:
mscbs.gob.es/ciudadanos/ene…
Außerdem habe ich Daten aus folgendem Report zur Übersterblichkeit verwendet:
isciii.es/QueHacemos/Ser…
/9
Die Exzessmortalität ist sehr unterschiedlich in den verschiedenen Landesteilen: /9
Die Seroprävalenz bei IgG-Antikörpern ist ebenfalls sehr unterschiedlich: /10
Diese Grafik zeigt die Korrelation von IgG-Positivtests mit der Exzessmortalität in den Regionen Spaniens.
Die X-Achse beschreibt den prozentualen Anteil der positiven IgG-Antikörper-Tests in der 1. Erfassungsrunde der spanischen Antikörper-Studie. /11
Das ist die Korrelation mit den Daten der 2. Erfassungsrunde.
Die Y-Achse beschreibt die prozentuale Exzessmortalität der jeweiligen spanischen Region, gewichtet nach Anzahl Tage in denen die EM im Zeitraum vom 09.03.2020 bis zum 11.05.2020 vorhanden war. /12
Regionen ohne Übersterblichkeit, oder mit weniger als 500 Sterbefälle im Zeitraum ihrer jeweiligen Exzessmortalität wurden herausgefiltert, um Streueffekte bei geringer Grundgesamtheit zu minimieren. (Betroffen davon ist 1,3% der Exzessmortalität Spaniens.) /13
Datentabelle:
Die Bildung von IgG beginnt 7-10 Tage nach Auftreten der ersten Symptome. In der ersten Woche liegt die Sensitivität bei nur ca. 30%. Ab der 3. Woche erreicht IgG eine Sensitivität von etwa 94%
Die die IgG-Antikörper-Tests wurden in den folgenden Zeiträumen erfasst: /14
Fazit:
Die These, die Übersterblichkeit sei eine Folge des Lockdowns ist widerlegt. Die Regressionsgerade schneidet die X-Achse, d.h. es gibt keine Übersterblichkeit, dort wo es keine Infektionen gibt. /15
Ich finde es verblüffend wie nahe die Datenpunkte trotz der simplen Aufbereitung in der Nähe der Regressionsgeraden liegen.
Es wäre besser etwas mehr Aufwand zu betreiben und die tagesgenaue akkumulierte Exzessmortalität im gleichen Zeitintervall als Y-Werte zu verwenden. /16
IMHO: Der Lockdown in Spanien hat zigtausende Leben gerettet. Dennoch bin ich der gleichen Meinung wie Tomas Pueyo. Wegen der zweiten Welle ist momentan ein erneuter landesweiter Lockdown weder in Spanien noch sonst irgendwo in Europa notwendig. /17
Siehe oben
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