OK, ein Thread über #hodencovid:
Die Möglichkeit, dass #covid19 negative Folgen für die männliche Fruchtbarkeit haben könnte, beruht auf dem ACE2-Rezeptor, der bei mehreren Zelltypen der Hoden auftritt. Den nutzt #sars-cov-2, um Zellen zu infizieren.
medrxiv.org/content/medrxi…
Unter anderem betrifft das die Vorläuferzellen von Spermien und Unterstützerzellen, die bei der Entstehung der Spermien helfen. Laut diesem Paper erzeugen Zellen im Hoden sogar mehr ACE2 als die meisten anderen Gewebetypen.
link.springer.com/article/10.100…
Außerdem weiß man ja aus der Lunge, dass #covid19 Gewebeschäden verursacht, die über die reine Zellzerstörung durch die Virusinfektion hinausgehen.
Das alles sind natürlich erstmal nur Indizien für eine mögliche Auswirkung auf die Fruchtbarkeit.
Bisher ist unklar, ob Sars-CoV-2 die Hoden befällt. Mehrere Untersuchungen haben zum Beispiel kein Virus in Samenflüssigkeiten Infizierter gefunden.
Allerdings berichteten in dieser Studie 20 Prozent von Hodenproblemen während #covid19.
ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/P…
Das passt übrigens zu den Erkenntnissen über das erste Sars-Virus von 2003: Dort wurden Hodenentzündungen als Komplikation beschrieben, verursacht durch eine Immunreaktion.
Das ist ziemlich parallel zu dem, was wir über Sars-CoV-2 wissen.
academic.oup.com/biolreprod/art…
Insgesamt gibt es also einige gute Argumente, dass #hodencovid und dadurch ausgelöste Probleme bei männlichen sexuellen Funktionen eine mögliche Folge von #Covid19 sind. Wie häufig und wie schwer, ist aber völlig unklar.
Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass das nur einen kleinen Teil der Infizierten betrifft und ein milder Verlauf auch die Hoden in Ruhe lässt. Drauf verlassen würd ich mich aber nicht: Röntgenbilder der Lunge zeigen jedenfalls sichtbare Schäden auch bei nur leichten Symptomen.
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