Morgen Prüfungskolloquium zum Thema "Entwicklung digitaler Kompetenzen im Fachunterricht". Sieben (teils bewusst provokante) Thesen in je 280 Zeichen. Wäre interessant, wenn ihr eure Gedanken dazu da lasst! Vielleicht kann ich Replys im Kolloquium aufgreifen! #twlz#digital
These 1/7: Digitale Medien sind im 21. Jahrhundert als selbstverständlicher Teil des Lernens zu begreifen und daher auch in jungen Klassen schon systematisch in den Unterricht einzubeziehen (Bereitschaft bzw. schulische Ausstattung angenommen).
These 2/7: Die Entwicklung digitaler Kompetenzen ist eine zusätzliche Belastung für den Alltag und damit eine Anforderung, die neben den anderen Lehrplananforderungen in meinem Fach keinen Platz findet.
These 3/7: Wenn S. für schulische Rechercheaufträge digitale Medien uneingeschränkt zur Verfügung haben, dann bearbeiten sie die Themen entweder nur oberflächlich oder nutzen die Lösungen anderer, ohne selbst nachzudenken.
These 4/7: Die Förderung digitaler Kompetenzen nimmt Zeit in Anspruch, die in einer Welt voller Technik lieber für Primärerfahrungen (außerschulische Lernorte, Exkursionen, echte Begegnungen) genutzt werden sollte.
These 5/7: Im Umgang mit den Medien und den Praktiken des digitalen Zeitalters können neue Möglichkeitsräume und Gestaltungsoptionen auch geschaffen werden, ohne dass vorher immer klar sein muss, welche Ziele oder Lösungen mit diesen Möglichkeiten verfolgt werden.
These 6/7: Die Potentiale der Themen und Werkzeuge, die die S. auf die außerschulische Realität vorbereiten können, werden noch nicht ausgeschöpft, weil Lehrkräfte unzureichend qualifiziert sind oder die falschen Dinge tun, in dem Glauben, digitale Kompetenzen zu fördern.
seh gerade, hab 7/7 vergessen, hier ist es: Wenn Unterricht digitale Kompetenzen fördert, verändern sich nicht nur Inhalte und Werkzeuge, auch die Hierarchie zwischen L. und S. wird davon beeinflusst.