1/x Was die aktuell angestoßene Debatte über #Pädophilie gezeigt hat?
Dass es mittlerweile für allea Verständnis gibt.
In Kommentaren und Threads liest man Verharmlosungen und Relativierungen en masse.
Da ist von "von Pädophilie Betroffenen" die Rede und dass Menschen, die
2/x sich an Kindern vergehen ja nur eine kleine Minderheit seien. "Wahre Pädophile" dürften "nicht "diskriminiert werden", die "Gesellschaft" müsse "ihnen beistehen und helfen".
Abgesehen von der Argumentation, die man von Pädophiliebefürwortern seit Jahrzehnten kennt, ist es
3/x erschreckend, wie tolerant wir ALLEM gegenüber geworden sind.
Was vor 7, 12, 20, 30 Jahren einen Aufschrei provozierte, ist heute fast schon Anlass für Solidaritätsbekundungen.
Was ich in den letzten Tagen auch vermehrt lese, wenn es um die Kitas in Berlin geht:
4/x Sätze wie "Also sind Schwule und Lesben pädophil?" oder "Du wirfst Homosexuelle und Pädophile in einen Topf" oder "Du bist xy-phob! Was für eine Hetze!!!!"
Daran sieht man wunderbar, dass die Strategie der Pädophilen aufgeht. Sie verstecken sich hinter anderen, benutzen
5/x vulnerable Gruppen als Schutzschild. Denn wenn Kritik kommt, fühlen sich diejenigen angegriffen, die für diesen Zweck infiltriert wurden und sorgen dann (unabsichtlich) für die Verteidigung derer, die nichts Gutes im Schilde führen.
Die Netzwerke sind über Jahrzehnte
6/x gewachsen. Fürsprecher sitzen in Politik, der Medienwirtschaft, in Vereinen und NGOs, ThinkTanks und religiösen Gruppen.
Pädophilie ist extrem weit verbreitet, doch nicht jeder wird zum "Primärtäter", wie ich es mal nennen möchte.
Es gibt auch die Masse an Konsumenten.
7/x Menschen, die sich zuhause am Rechner Videos und Bilder anschauen, Magazine beschaffen, Webseiten für den Tausch betreiben - oder "nur" dort handeln.
Sie alle schaffen eine Nachfrage, die bedient werden will. Sie alle sind Täter.
Wir sehen seit Jahren stetig steigende
8/x Zahlen bei sexuellem Missbrauch von Kindern.
Manche Menschen schreien heute nach Verständnis, Therapie und Hilfsprogrammen.
All das gibt es. Nichts davon hat zu einer Verringerung der Zahlen geführt. Im Gegenteil.
Lust auf ein paar Zahlen? Es könnte verstörend wirken...
9/x 2021 wurden 17.498 Kinder polizeilich als Opfer von versuchtem oder volkendetem sexuellem Missbrauch erfasst. Die Tendenz ist steigend (siehe 13/x!).
Das Gros der Fälle ist allerdings nicht abgebildet, denn Vieles wird nicht angezeigt. Scham, Angst, Unwissenheit oder aber
10/x auch das Suchen der Schuld bei sich, Angst, dass einem nicht geglaubt wird oder dass noch Schlimmeres passiert, wenn man was sagt, spielen hier mit rein.
Dass mit immer jüngeren Kindern an immer mehr Stellen über Sexualität - die der Erwachsenen! - gesprochen wird,
11/x trägt ebenfalls dazu bei. Was vornehmlich der Aufklärung und Prävention dienen soll, baut natürliche Schamgrenzen ab und sorgt dafür, dass Kinder Handlungen als "normal" ansehen, die es gar nicht sind. Siehe hierzu die Standards der Sexualaufklärung in Europa der BZgA:
12/x unter dem Deckmantel der "Aufklärung" geschieht so das Gegenteil. Ganz offen. Heute.
Wer kann schon was dagegen sagen?
Ja - genau DAS ist das Perfide daran. Man liest nur Schlagzeilen und sieht nicht, wozu das alles führt.
Aber zurück zu den Zahlen aus 9/x
13/x Das Dunkelfeld bei Missbrauchstaten liegt zwischen 1:15 und 1:25.
Das bedeutet für die o.g. Zahlen 260.000 bis 450.000 missbrauchte Kinder.
Pro Jahr.
Nur in Deutschland.
Bekannt werden nur wenige Fälle, wie Münster oder Bergisch Gladbach. Es sind wenige Prozentanteile.
14/x Die Masse bleibt im Verborgenen, auch weil viele Überlebende - wie mein Bruder und ich zB - erst nach vielen Jahren wirklich begreifen, was damals passiert ist.
Ein Kind vertraut. Man kann ALLES mit ihm anstellen, wenn man geschickt genug vorgeht.
Man kann ihm Vieles als
15/15 "normal" darstellen und es wird einem glauben.
Aufklärung KANN helfen.
Eine Aufklärung, die Schamgrenzen negiert und unbedingte Toleranz fördert, schafft jedoch das Gegenteil.
Wir sehen es aktuell.
In Kommentaren.
In Threads.
In Vorständen.
In Forderungen.
In Parteien.
(bitte entschuldigt die Tippfehler, ich kann es leider nicht mehr editieren und am Handy ist das sowieso... suboptimal)
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Noch 2020 weigerte sich die damalige Justiz- und aktuelle Verteidigungsministerin Lambrecht, eine Petition mit 446.000 Zeichnungen entgegenzunehmen, die eine Abschaffung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch forderte.
2/x Erst nach Protesten erklärte sich Frau Lambrecht bereit, die Petition entgegenzunehmen. Und natürlich hat sie nie etwas dagegen gehabt, wie sie erklären ließ.
Die Übergabe erfolgte dann auch, allerdings unter Ausschluss der Presse.
(via Tour41 e.V.)
3/x Ich möchte auch darauf hinweisen, dass sexueller Missbrauch von Kindern erst seit Kurzem als Verbrechen eingestuft wird. Davor war es ein "Vergehen", was sich zB im Mindeststrafmaß zeigt.
Im Vorfeld des Gesetzentwurfs, der als Reaktion auf die Missbrauchsfälle von Münster
Habe gerade den Beitrag gesehen. Das Format ist ja auf Geschwindigkeit ausgelegt, aber @detrans_de hat wunderbar transportiert, wo die Probleme mit #Selbstbestimmungsgesetz und #detrans liegen 💜
Danke auch, dass du dich gegen Herrn Frank behauptet hast von wegen "leises Thema"!
Solche Statements brauchen wir öfter. Bisher wird ja fast ausschließlich die bunte, heile Welt des Transitionierens beschrieben...
Dass Antisemitismus nicht toleriert werden darf, ist hoffentlich jedem klar!
Dennoch verteidigt sie BDS, redet von "Annexion der besetzten palästinensischen Gebiete" durch den "rechtsnationalen Netanjahu"