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Mar 27 11 tweets 3 min read Read on X
Hier auch mein kleiner Beitrag zur neuen #Arbeiterpartei #AfD. Ich habe mir schon länger die Frage gestellt, ob die Wählerwanderung von #SPD zu AfD vielleicht größer ist als das Ergebnis der Wahltagsbefragungen zeigt. 1/10
Deren Schwächen sind ja bekannt. Häufig erinnern sich die Leute nicht mehr korrekt an die letzte Wahl oder nehmen versehentlich eine andere Wahl (z.B. letzte Wahl statt letzte Landtagswahl). 2/10
Vor allem aber wird nur die letzte Wahl abgefragt nicht die Wahlhistorie. Die Möglichkeit erst SPD zu wählen, dann etwas anderes und später dann AfD wird nicht abgefragt. Vielleicht gibt es dazu aber mir nicht bekannte Panelstudien? 3/10
Ich habe es mir jedenfalls mal für die Bundestagswahlergebnisse in den Kommunen von NRW angeschaut um Indizien zu finden. NRW erscheint mir gut geeignet, weil groß, SPD- und Arbeiterhochburgen vorhanden, aber auch CDU-Hochburgen. 4/10
Das letzte sehr gute Ergebniss erzielte die SPD dort mit 46,9% der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 1998. In der Folge der Agenda verlor die SPD stark an Unterstützung. Überdurchschnittlich dort wo die Wahlbeteiligung zurückging. 5/10 Image
Dort wo damals die Wahlbeteiligung besonders stark zurückging finden sich heute häufig die Hochburgen die AfD. Dieser Zusammenhang ist statistisch sehr stark. 6/10 Image
Vor einer kausalen Erklärung würde ich dennoch abraten. Dafür hat sich auch das Elektorat in dieser Zeit in den Gemeinden zu stark verändert (Todesfälle, neue Wählerinnen, Weg- und Zuzüge). 7/10
Was man aber sagen kann, ist dass die AfD heute dort oft überdurchschnittlich stark ist, wo es früher die SPD war. Das mag normal sein bei konkurrierenden Parteien, aber bei der CDU ist dieses Ergebnis weit weniger ausgeprägt und kaum signifikant. 8/10 Image
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Eine Interpretation wäre daher, dass die SPD durch die Agenda-Politik ihre Hochburgen zunächst politisch demobilisiert hat. Später waren es diese Räume, die die AfD besetzen konnte. Also erst politische Entfremdung dann Radikalisierung. 9/10
Ich kann mir aber eigentlich gar nicht vorstellen, dass das noch Niemand mit besseren Daten als Gemeindewahlergebnissen analysiert hat, und bin für Hinweise dankbar. Und der SPD und Lars #Klingbeil wünsche ich viel Glück bei ihrer nächsten #Agenda und den #Reformen. 10/10
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Mar 29
Okay. Also ich fand die Idee eines #Familiensplitting schon immer eine der dümmsten überhaupt. Sie würde das schlechte Splitting zusätzlich noch auf die Kinder ausweiten. 1/7
Sprich die Progression wird umso stärker vermindert, umso mehr Personen im Haushalt leben. Da Kinder anders als Ehepartner gar kein eigenes Einkommen erzielen können, konnte mir auch noch Niemand erklären, warum das sinnvoll sein soll. 2/7
Hier mal im Beispiel was man heute als Paar mit einem Kind an #Einkommensteuer zahlt nach Höhe des zu versteuernden Einkommens und was mit einem Familiensplitting. 3/7 Image
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Jan 31
So für Interessierte habe ich die Veränderung der #Arbeitszeit aus der IAB-Arbeitszeitrechnung mal statistisch in die Komponenten zerlegt für die letzten 25 Jahre. Insgesamt sind die Stunden um 5,2% gestiegen. 1/5 Image
Es gab aber auch einige negative Komponenten. Die größten sind die Selbständigen. Sowohl ihre Anzahl in Personen ist gesunken, als auch ihre durchschnittlichen Arbeitsstunden/Person. Stunden in abhängiger Beschäftigung deshalb übrigens +11,5% 2/5
Rückgang bei Durchschnittsstunden der Vollzeiterwerbstätigen. Überkompensiert durch Steigerungen Teilzeiterwerbstätige als auch Durchschnittsstunden, die in #Teilzeit gearbeitet werden. Voll- und Teilzeit nähern sich also langsam an bei den Stunden. 3/5
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Sep 10, 2025
Seit der Energiekrise kursiert eine einfache Erzählung: „Die Energiewende hat teuren Strom gemacht → die Industrie ist deshalb schwach.“ Dieses Narrativ ist weit verbreitet — aber stimmt es? Ich habe Daten geprüft. 🧵👇#Industrie #Strompreis #Energiepolitik #Reiche 1/8
Erstes Ergebnis: Energieintensive Wirtschaftszweige entwickelten sich schon lange vor der Energiekrise schlecht. Ihre Produktion entwickelt sich schon seit ca. 2007 schlechter als bei der übrigen Industrie. Damals war Strom noch ganz überwiegend fossil. 2/8 Image
Außerdem ist Energieintensität relativ zu verstehen. Auch in den energieintensiven Wirtschaftszweigen ist Energie nicht der dominante Kostenfaktor, sondern macht direkt etwa 5% der Kosten aus. 3/8 Image
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Aug 24, 2025
Scheinbar gibt es mal wieder Verwirrung um #Einkommensteuer und Personengesellschaften bzw. Einzelunternehmen. Ja sie zahlen Einkommensteuer. Nein, sie sind nicht generell von einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes betroffen. 1/9
Seit ein paar Jahren gibt es die Option zur Körperschaftsteuer. Damit gibt es für viele Personenunternehmen die Wahl sich wie eine Kapitalgesellschaft besteuern zu lassen. Nachzulesen in § 1a Körperschaftsteuergesetz. 2/9
Für die Anderen gibt es schon lange § 34a Einkommensteuergesetz. Das sind bei Thesaurierung 28,25% plus Soli und damit ungefähr dass was eine Kapitalgesellschaft mit Körperschaftsteuer, Soli und Gewerbesteuer zahlt. Die kommt zwar bei Thesaurierungsoption noch dazu. 3/9
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May 30, 2025
Fortsetzung: Deutschland hat zwar Fortschritte gemacht, aber der Vergleich der Partizipationsraten zeigt, dass es noch eine Reihe von anderen Staaten gibt, in denen die Gleichstellung noch weiter ist. 26/ Image
Es überrascht nicht, dass die CDU dazu seltsam still wird. Denn dann geht es um das Ehegattensplitting und um Minijobs. Um Regelungen also die Konservative entweder nicht antasten oder sogar noch ausweiten wollen. Von Zuwanderung gar nicht zu reden. 27/ threadreaderapp.com/thread/1678671…
Aber: Ein höheres Wirtschaftswachstum erreicht man aktuell auf keinen Fall durch mehr Arbeitsvolumen, weil das nicht der limitierende Faktor ist. Es ist vielmehr eine Ablenkungsdebatte und der Versuch den Wirtschaftsflügel der CDU/CSU zu besänftigen. 28/
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May 30, 2025
Urlaubsbedingt bin ich etwas spät dran mit meinem Kommentar zur Debatte das wir alle mehr arbeiten sollen.😉 Aber hier dennoch ein paar Gedanken dazu.🧵Euch Allen wünsche ich natürlich einen schönen Brückentag. 1/
Das Ziel der #CDU scheint mir zu sein, dass man damit Wirtschaftswachstum schaffen will. Zumindest scheint mir das so, angesichts von Äußerungen von #Merz, dass sich mit Work-Life-Balance der Wohlstand nicht zu halten sei. 2/ ndr.de/nachrichten/me…
Dahinter verbirgt sich eine falsche Gleichsetzung von Wachstum und Wohlstand. Wenn Menschen sich individuell für kürzere Arbeitszeiten entscheiden tun sie das, weil sie dadurch ihren Wohlstand erhöhen. Hatte ich schon mal versucht zu erklären. 3/ threadreaderapp.com/thread/1695102…
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