Die Ursache von #LongCovid ist die zentrale Sensibilisierung, welche die Symptome andauern lässt, erklärt man uns @inselgruppe anhand dieses Modells. Auf der biologischen Seite gibt es Vorerkrankungen, Prädisposition, weibliches Geschlecht und frühere Stresserfahrung.
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Vorerkrankungen spielen eine Rolle. Autoimmunerkrankungen, bestehende Herz- und Lungenerkrankungen und auch psychische Instabilität sind nicht hilfreich, aber so richtig entscheidend sind diese wohl nicht. Allergien und Unverträglichkeiten sind entscheidender.
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Prädisposition sagt nicht viel. Dass wir ja eh alle neurotisch und hysterisch sind? Will man uns hier etwas Psychosomatisches in die Schuhe schieben oder geht es um Allergien oder Unverträglichkeiten?
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Weibliches Geschlecht ist ein Risikofaktor. Für #LongCovid #MECFS, andere postinfektiöse Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen & alle diffusen Krankheitsbilder und „Syndrome“, deren Erforschung bis jetzt vernachlässigt und die gerne in die Psychosomatik abgeschoben wurde.
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Frühere Stresserfahrung. WTF. Gibt es hier jemand, der/die noch nie Stress erfahren hat? Oder der/die es nicht zugibt?
Das ist wie beim Horoskop mit generischen Aussagen, die für 100% der Bevölkerung zutreffen und sich jeder angesprochen fühlt.
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Bei den psychischen und sozialen Gründen ist das Modell sehr viel ausführlicher als bei den flauschigen Aussagen zu den biologischen Ursachen. Ich erlaube mir, die psychischen und sozialen zu ignorieren für die Krankheitsentstehung.
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Die Symptome widerspiegeln dann praktischerweise alle Erkrankungen, Symptome und Syndrome, deren Entstehung man mehrheitlich nicht so wirklich versteht, die man nicht diagnostiziert, nicht behandelt und nicht erforscht. (Siehe Faktor weibliches Geschlecht)
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Daneben dann noch die Vorgänge im Gehirn, die erklären sollen, warum Menschen mit #LongCovid und #MECFS weniger motiviert und motorisch weniger aktiv sind. Es ist alles in unserem Kopf. Zur Behandlung gibt’s Aktivierung und Verhaltenstherapie, GET & CBT.
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Die NICE-Leitlinien und @WHO-Leitlinien warnen ausdrücklich davor, und auch bei @LongCovidCH raten wir wegen der Belastungsintoleranz #PEM #PENE von jeglicher unangepasster Physiotherapie, die Steigerungen vorsieht, seit 2 Jahren ausdrücklich ab!
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Diese Art von „Versorgung“ von Patientinnen mit chronischen postinfektiösen Erkrankungen wird in einem Jahrzehnt umgekrempelt. Die Psychosomatik wird ein grosses Aktivitätsfeld verlieren, wenn wir endlich diagnostische und therapeutische Ansätze partizipativ erforschen.
10/10
@inselgruppe @threadreaderapp unroll
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