Beim Übertritt in die Sekundarschule gibt es in #BaselStadt derzeit keine freie #Schulwahl.

Das erscheint mir in #BaselStadt mit mehreren Sekundarschulen, die teilautonom agieren können und eigene Schwerpunkte setzen eher absurd und sollte sinnvoll geändert werden.

(thread)
Denn eigentlich machen nur zwei Varianten Sinn aus meiner Sicht

A) Es gibt es keinerlei freie Schulwahl, weil alle Sekunderschulen im Kanton #BaselStadt (oder der Gemeinde #Basel) durchgängige Standards und/oder Schwerpunkte setzen für ALLE Schüler*innen im Einzugsgebiet.
B) Die Schwerpunktsetzung der Unterrichtsmodelle, der Schwerpunkte eine Autonomie und die Sekunderschulen (oder gar Klassenlehrer*innen) können in Ihrer Teilautonomie auch bewusst Schwerpunkte setzen.

War das zu abstrakt?
Dann gebe ich jetzt mal ein konkretes Beispiel...
Eine Replik (einer Lehrperson?) über die Kritik, dass @ictscouts in @BaselStadt nur an 2 der 10 Sekundarschulen war, lautete, dass die Schulen mit hundert solchen Förderungsangeboten überschwemmt werden.
bazonline.ch/die-angst-der-…
Aber eigentlich ist das ein Scheinproblem. Es sollte doch im Kanton, in der Gemeinde, in der Schulleitung
oder zumindest auf Klassenebene zumindest halbwegs ein Konsens gebenm welche Angebote eher förderungswürdig sind und welche nicht.
Welche? Da können die Meinungen - von mir aus sogar auch je nach Klassenlehrer*in - auseinander gehen. Einige mögen der Ansicht sein, dass die ICT-Branche die Zukunft ist, andere der BioTech-Sektor, Dritte im Sozialen Bereich (weil der nicht so gut automatisierbar ist), etc.
Einige mögen ein Unterrichtsproblem präferieren, bei dem eher kooperativ gelehrt wird (z.B. reversed classroom), andere denken, dass die Zukunft anderweit liegt.

Diese Vielfalt ist bei 10 Sekunderschulen in #Basel aber eigentlich gar kein Problem, sondern eine Chance.
Wieso definiert ihr dann nicht einfach mal euer Profil und sprecht darüber? Oder einigt euch auf einen Konsens in welchen Bereichen eine Zukunft besteht und wo nicht?

Dann gibt es keine Überforderung und keine Beliebigkeits-Strategie.
Entweder ein Angebot passt; oder eben nicht.
Ich bin persönlich bin für Variante B: Teilautonomie und ein System zu freien Wahl der Sekundarschule in Basel-Stadt.
Aus meiner Zeit als Pfadileiter denke ich, dass die Mehrheit der Jugendlichen beim Eintritt in die Sekundarschule I bereits eine Vorstellung davon hat, welche Tätigkeiten sie später interessieren könnten und klar ist, welche Lehrmethodik für sie passt.
Ja, die Interessen und bevorzugten Lehrmethoden bei Jugendlichen können sich mit dem Alter ändern und es braucht daher auf allen höheren Stufen Durchlässigkeit (Bildungsmobilität), aber das ist kein Argument, dass sich Sekundarschulen keine Alleinstellungsmerkmale geben könnten.
Aber es wäre auch kein Problem, wenn sich eine Mehrheit für Variante A aussprechen würde und im Kanton Basel konsensual eine einheitliche Strategie für die Schwerpunktsetzung und die Unterrichtsmethodik gefunden wird.
Bei Variante A gibt's keine freie Schulwahl, aber dann wissen auch alle wohin es soll.

Dann wird die Autonomie eingeschränkt, aber solange man das sinnvoll erarbeitet, wird sich ein Konsens finden lassen.
Auch dann ist schnell klar ob ein Angebot zur Strategie passt oder nicht.
Das jetzige System erscheint mir einfach irgendwie eine Notlösung zu sein.

Es gibt keine freie Sekundarstufen-Schulwahl, aber gleichzeitig beharren alle auf Autonomie und es gibt keinen Prozess um einen Strategie-Konsens zu Schwerpunkten und Methodik herzustellen
Anders gesagt: die Schüler*innen werden "zufällig" in eine Klasse geschickt, deren Lehrperson vermutlich durchaus eine persönliche Schwerpunktsetzung verfolgen mag; aber niemand weiss a priori etwas davon. Ich versteh's nicht.

Ich nehme gerne kritische Repliken entgegegen.
Disclaimer: Ich arbeite für @ictscouts und kandidiere für die @grunliberalebs, die von @KatjaChrist präsidiert wird. Sie ist einst im Grossen Rat auch für die freie Schulwahl eingetreten.
/thread end
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