Ich habe eine Einschätzung der Zahlen und Entwicklung formuliert. Und am Ende versucht, einen optimistischen Ausblick zu formulieren -- mit vielen Wenns.
sueddeutsche.de/meinung/corona…
Ein zentraler Punkt:
Wir werden in den kommenden Monaten sicherlich schrittweise lockern können (wenn keine starke Escape-Variante kommt).
Die Schrittgröße der Öffnungen hängt vor allem vom Impffortschritt ab.
Wir entscheiden also jetzt, ob wir im Prinzip die selben(!) Öffnungsschritte
-- bei niedriger oder hoher Inzidenz machen werden,
-- bei "leeren" oder vollen Intensivstationen
-- bei wenigen oder vielen Todesfällen und
-- ohne oder mit erneutem Lockdown.
Die Entwicklungen von B.1.1.7 und anderen Varianten macht mich nicht optimistisch.
Das Impfen ist zu langsam, um die Ausbreitung von B.1.1.7 auszubremsen.
Insofern müssen wir auf AHA+LA+Testen+Vorsicht setzten und auf Saisonalität hoffen (die niemand genau quantifizieren kann).
@Irrlicht18
Die Fallzahlen (und damit das Ansteckungsrisiko) ansteigen zu lassen, bevor nicht alle ein Impfangebot bekommen haben, wäre etwas rücksichtslos gegenüber all jenen, die jetzt noch warten müssen.

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4 Mar
(1) Engmaschiges Testen am Arbeitsplatz, denn
- diese Personen haben Kontakte
- das Testen kann dort systematisch organisiert werden
- so kann Testen schnell zum Alltag werden
- es ist im Sinne des Betriebs, Ausbrüche zu vermeiden
- der Weg ist kurz
- ...
(2) Keine größeren Treffen & Veranstaltungen ohne Tests, denn
- Superspreading Events lassen sich schwer einfangen
- im Falle eines Falles ist die Nachverfolgung aufwendig und langsam
- selbst mit Test gibt es falsch-negative oder andere Lücken im Sicherheitskonzept
(3) Tests und ggf. Quarantäne bei Einreise, damit
- neue Varianten sich nicht so schnell ausbreiten
- neue Varianten schnell erkannt werden
- die Impfungen nicht durch Escape-Varianten ausgehebelt werden
- eine erfolgreiche regionale Eindämmung nicht gefährdet wird
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8 Feb
Wenn die Variante B.1.1.7 in BaWü derzeit ein R=1.3 hat, wie hier vermutet, dann verdoppeln sich die Fallzahlen etwa alle 1-2 Wochen.
Allerdings sind es noch recht wenig Datenpunkte, insofern muss man die genauen Zahlen mit Vorsicht betrachten.
Grobe Abschätzung: Bei derzeit rund 200 von 1000 Fällen durch die neuen Variante, hieße R=1.3 folgendes:
400 in +11 Tagen
800 in +22 Tagen
1600 in +33 Tagen
Allein die neue Variante verursacht dann in gut einem Monat rund 1600 Fälle, also deutlich mehr als die ca. 1.000 derzeit.
Das R=1.3 ist recht plausibel.
Das Wachstum ginge von da an mit der 11-Tages-Verdopplungszeit weiter, bis man aktiv gegensteuert, und/oder bis die saisonalen Effekte das Wachstum abbremsen. Ob die saisonalen Effekte aber reichen, den Trend umzukehren, ist unklar.
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7 Feb
COVID-19 betrifft die älteren mehr als die jüngeren. Inzwischen ist die altersabhängige "Infektionssterberate" recht gut bekannt, also die Wahrscheinlichkeit zu versterben, falls man sich angesteckt hat:
link.springer.com/article/10.100… oder
nature.com/articles/s4158…
Grob gilt für die Infektionssterberate (IFR) von COVID-19:
Mit 80 Jahren rund 5 %
Mit 60 Jahren rund 0.5 %
Mit 40 Jahren rund 0.05 %

Mit die Altersstruktur von Deutschland erwartet man eine IFR von rund 1 %:
Mit der IFR von rund 1 % erwartet man für Deutschland:
Wenn jede Person infiziert würde, würden rund 840.000 Menschen an COVID versterben.
Mit der entsprechenden Altersverteilung.

(Das ist reine Theorie unter der Annahme, dass überhaupt genug KH Kapazität zur Verfügung stünde).
Read 7 tweets
25 Jan
Kinderbetreuung im Lockdown kann sehr anstrengend sein. Hier eine kleine Idee:
Mit einer festen Partnerfamilie die Kinderbetreuung teilen.
👇🏼
Zwei Familien tun sich zusammen und teilen 6 Betreuungstage (z.B. Mo-Sa) auf:
Jedes der etwa vier Elternteile hat dann 1-2 feste Betreuungstage (oder 3 halbe Tage) - und noch immer 4-5 Arbeitstage.
Die festen Betreuungstage geben der Woche Struktur und helfen beim Planen:
Die Eltern wissen, an welchen Tagen sie in Ruhe arbeiten können, Termine machen - und an welchen Sie die Kinder betreuen.
Die Kinder haben Kontakte.
Und von der Krankheitsausbreitung her trägt man ein geringes Risiko, wenn beide Haushalte sonst nach außen wenig Kontakte haben.
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15 Jan
Zum OPNV eine kleiner Thread.
(1) Wir wissen fast nichts über Ansteckung im ÖPNV.
(2) ÖPNV hat aber mindestens zwei der 3 G, die man vermeiden sollte. Geschlossene Räume und Gedränge.
Es gibt also ein Ansteckungsrisiko. Es ist nur unklar, wie hoch es genau ist.
Kann man den ÖPNV einfach schließen?
Das wäre nicht sinnvoll und nicht praktikable.
Aber: Wenn die Schulen geschlossen sind, und wenn gleichzeitig viele Menschen im Home-Office arbeiten, DANN wird gleichzeitig der ÖPNV entlastet.
Weniger Menschen im ÖPNV zur Rush-Hour hilft all denen, die nicht Home-Office machen können.
Wenn diese Menschen sich nicht in volle Busse/Bahnen drängen müssen, haben sie weniger Ansteckungsrisiko, und tragen das Virus nicht die Arbeit oder gar ins KH.
Read 6 tweets
2 Jan
Ich übersetze hier (frei) einen Thread von Kai Kupferschmidt @kakape über die Variante B.1.1.7 aus England.
(Danke auch an den Übersetzer deepl.com)
Wir befinden uns in einem neuen Jahr und wir sind auch in eine neue Phase dieser Pandemie eingetreten. Daher dachte ich, ich beginne das neue Jahr mit einem kurzen Beitrag über die britische Variante B.1.1.7 und den aktuellen Stand der Pandemie.
Diese Variante wurde entdeckt, weil es in der Gegend von Kent zu einer Häufung von Fällen kam und die Sequenzierungsdaten zeigten, dass sie eine Vielzahl von Mutationen trug. (@kakape hat auch darüber geschrieben sciencemag.org/news/2020/12/m…)
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