Weil es heute morgen die Frage gab, reden wir jetzt noch mal über Biologismus in der Fantasy.
Denn ich will ja nichts sagen, aber: Wir haben in der Fantasy ein enormes Biologismus-Problem. 😑
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Zuerst einmal: Was ist Biologismus?
Biologismus ist eine Interpretation der Welt auf der Basis von Biologie.
Biologisten erzählen einem: "Das alles ist wegen Biologie!"
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CN Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit
Das kann halt eben andere *ismen mit sich ziehen.
"Schwarze Menschen machen einen Großteil der Gefängnisinsassen aus, weil Biologie!"
"Frauen verdienen weniger als Männer, weil Biologie!"
"Trans Frauen sind Männer, weil Biologie!"
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Ein wenig versteckter funktioniert es mit anderen Sachen. "Manche Leute sind intelligenter als andere, weil Biologie" oder halt eben "Manche Leute sind gewalttätiger als andere, weil Biologie". Und dergleichen. Das zieht sich durch viele Sachen durch.
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Und ja, oh wunder, viele der Aspekte ziehen sich durch Fantasy hindurch.
Das offensichtlichste davon ist halt eben das Konzept von "bösen Spezies" und "guten Spezies", wie wir es lange in DnD hatten. Sprich: "Die sind gut/böse weil Biologie!"
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Aber wir haben es eben auch durch die Darstellung, dass manche Menschen Magie lernen können und andere nicht und das definitiv und biologisch bedingt ist. (Da muss ich mich auch an die eigene Nase fassen.) Sofern man Magier nicht zu einer eigenen Spezies macht ... kompliziert.
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Das gilt umso mehr, wenn die Magie dann noch in Unteraspekte, die unumkehrbar sind, eingeteilt ist. Bspw. Elementarmagie und ähnliche Aspekte. Das verschlimmert halt dieses Problem noch einmal ein Stück.
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CN Harry Potter, JKR
Und natürlich sowas wie das Häusersystem in HP ist super problematisch. Denn dieses impliziert sehr deutlich, dass Charaktereigenschaften vererbt werden. Immerhin landen fast alle Geschwister und Familienmitglieder im selben Haus. Was ... Uff ist.
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Kurzum: Wir müssen wirklich hinterfragen, wie wir diese Dinge in Fantasy darstellen und aufbauen. Denn ja, es ist halt wirklich problematisch, weil damit letzten Endes super toxische Ideologien befeuert werden.
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Und wie gesagt: Ich muss mich da selbst an die eigene Nase fassen, weil in meiner Urban Fantasy prinzipiell magische Begabung auch etwas von Geburt gegebenes ist. >.<
10/10
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Das fängt halt bei der Struktur der Bücher an. Diese ist halt absolut chaotisch. Teilweise lässt der Auslösende Moment ewig auf sich warten. Die meiste Zeit tuckert der Plot einfach nur vor sich hin. Und ja, es ist eben einfach chaotisch.
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CN HP
Natürlich kann man argumentieren, dass das eigentlich ein "positiver" Aspekt ist, denn der Plot ist allgemein nicht die Stärke der Bücher. Die meisten Leute lesen die Bücher eher für die Schule und alle Aspekte, die sich darum herum drehen.
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Okay. Dann gehen wir mal das Statement von Elbenwald durch. Ich warne direkt vor: Sehr viel Geschwurbel. Sehr viel Scheinheiligkeit. Das eigentliche Problem wird nicht wirklich angesprochen.
Aber egal. Wir gehen es dennoch durch.
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Fangen wir an. Der Anfang ist ja erst einmal gar nicht so schlecht. Reagieren auf Kritik mit: "Haben wir gelesen. Ist berechtigt. Danke dafür" ist prinzipiell eigentlich ein guter Anfang - leider nur wenig wert, wenn man das folgende bedenkt.
Okay, wir müssen über #751UnmarkedGraves reden, weil es wieder ein Thema ist, das im deutschen Netz ein wenig untergeht. Es gehört zum Thema Kolonialismus und dem Genozid indigener Menschen in den Amerikas, in diesem Fall Kanada.
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CN Kindestod
Was ist passiert?
In British Colombia wurde vor einem Monat eine Bodenuntersuchung auf dem Grund der ehemaligen Kamloops Indian Residential School durchgeführt und dabei 215 unmarkierte Gräber gefunden.
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CN Kindestod
Gräber von Kinder und Jugendlichen. Das ganze wurde natürlich untersucht und dabei weitere Gräber gefunden. Gesamt 751.
Es ist dabei unklar, ob es einmal Grabmarkierungen gegeben hat oder nicht. Fakt ist: Zum jetzigen Zeitpunkt waren die Gräber unmarkiert.
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