Wir haben es zuletzt leider erlebt: Flüsse treten über die Ufer und überfluten ganze Ortschaften. Mitschuld daran tragen: begradigte Flüsse. Ein Thread.
Schätzungsweise 2/3 aller ursprünglichen Auen stehen den Flüssen heute nicht mehr zur Verfügung. Etwa weil Deiche gebaut wurden, die Wohngebiete oder landwirtschaftliche Flächen vor Überschwemmungen schützen.
Durch Begradigungen sind viele unserer Flüsse stark verkürzt. So wurden etwa im Rhein Flussschlingen durchstochen, d.h.: Durch die Schlingen wurde ein senkrechter Graben gelegt, sodass der Fluss gerade verlief und mehrere km seines ursprünglichen Verlaufs verlor.
Flüsse sind auch schmaler geworden. Durch den Ausbau des Oberrheins wurde aus dem bis zu 12 km breiten Flussbett eine Rinne von 200 bis 250 m Breite. Die Rheinauen zwischen Basel und Karlsruhe gingen um 87% zurück. An vielen anderen großen Strömen sieht es ähnlich aus.
Funktionsfähige Auen sind aber notwendig, damit Hochwasser möglichst wenig Schaden anrichtet. Die Auen halten das Wasser zurück und verhindern, dass flussabwärts sheftige Flutwellen entstehen.
Im großen Stil renaturieren, also Wehre und Dämme abbauen und den Flüssen wieder ihren freien Lauf lassen, funktioniert oft leider nicht. Die umliegende Infrastruktur kann nicht einfach abgebaut werden, manche aufgestaute Fließgewässer dienen zur Energiegewinnung.
Wo es geht, sollte man es aber trotzdem versuchen: Einige erfolgreiche Fälle von renaturierten Gewässern gibt es immerhin in Deutschland. quarks.de/umwelt/darum-m…
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Nein, es ist nicht übertrieben, sich darüber Gedanken zu machen. Und zwar rechtzeitig. Ein Thread.
Durch Naturkatastrophen wie Hochwasser, Stürme oder Erdbeben kann die Versorgung an einem Ort zusammenbrechen, manchmal tagelang. Dann gibt es weder Strom noch Trinkwasser, auch Straßen sind nicht mehr befahrbar.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe @BBK_Bund empfiehlt: Notfallrucksack packen, der schnell mitgenommen werden kann. Es schadet auch nicht, Fluchtwege zu planen und überlegen, wie man im Notfall Haustiere oder hilfsbedürftige Menschen evakuieren würde.
(1/3) Durch den Klimawandel wird es heißer, trockener und es gibt mehr Extremwetterereignisse — auch in Deutschland. Doch die einzelnen Regionen reagieren nicht alle gleich. Ein Thread.
(2/4) Geht der Klimawandel ungebremst weiter, steigen die Risiken für Starkregen, Hitze und Trockenheit im gesamten Bundesgebiet, zeigt die Klimawirkungs- und Risikoanalyse des Bundes. Der Nordwesten ist laut Prognose als einzige Region nicht von starken Veränderungen betroffen.
(3/4) Klar ist: Der Klimawandel ist kein Zukunftsthema. Schon heute sind erste Effekte messbar und belasten Ökosysteme wie Böden, Wäldern und Gewässern hin zum Menschen und seiner Gesundheit.
(1/6) Extremer Starkregen wird leider in Zukunft immer häufiger auftreten, sagen @rahmstorf und andere Forschende seit Jahren. Warum? Ein Thread.
(2/6) Der Deutsche Wetterdienst rechnet mit einer deutlichen Zunahme der Anzahl an Tagen mit Starkniederschlag. Das Risiko für Überflutungen steigt. isipedia.org/report/will-cl…
(3/6) Grund 1: Der Jetstream wird schwächer. Seine Geschwindigkeit hängt von der Temperaturdifferenz zwischen Nordpol und Äquator ab. advances.sciencemag.org/content/4/10/e…
(1/5) Der #Starkregen hat auch positive Aspekte. In den vergangenen Jahren hat es in Deutschland nämlich viel zu wenig geregnet. Ein Thread.
(2/5) Im Jahr 2018 fehlten 203 Liter pro m², 2019 etwa 54 Liter pro m² und 2020 etwa 84 Liter pro m². In der Summe fehlen also jedem Quadratmeter 341 Liter Regenwasser – etwa so viel wie zwei volle Badewannen.
(3/5) Um dieses Regendefizit auszugleichen, müsste es in diesem Jahr noch 61 Tage lang dauerregnen. Also: Mindestens sechs Stunden kontinuierlicher Regen mit mindestens 0,5 Litern pro m² pro Stunde. Das wären zwei von sechs Monaten. Also ein Drittel des restlichen Jahres.
Das RKI will neben der #Inzidenz nun auch stärker die Belegung der Krankenhäuser berücksichtigen. Doch ganz abschreiben sollte man die Inzidenz nicht. Warum? Ein Thread (1/5)
Die Inzidenz hat ihre Schwächen. Aber sie erfasst das Infektionsgeschehen relativ schnell und ohne langen Zeitverzug, anders als die Hospitalisierungsdaten. (2/5)
Die Situation auf den Intensivstationen war in der letzten Welle wie ein Schatten der Fallzahlen. Zwischen dem positiven Test und der Einweisung in die Intensivstation vergehen etwa 14 Tage. (3/5)
Immer wieder ertrinken Menschen in Gewässern. Das Problem: Sie können nicht nach Hilfe rufen, obwohl sie welche brauchen. Was du tun kannst? Ein Thread. (1/5)
Ein Ertrinkender kann nicht schreien – weil die Stimmritze verkrampft. Und für Wedeln mit den Armen ist keine Kraft mehr da. Rettungsschwimmer sprechen deshalb vom “Stillen Ertrinken”. (2/5)
Je mehr Menschen Ertrinkende frühzeitig erkennen, desto größer sind ihre Überlebenschancen. Ganz wichtig: Nicht sofort ins Wasser stürzen, sondern die eigenen Kräfte, die Strömung und die Distanz gut abschätzen und überlegt vorgehen. (3/5)