#CovidIsNotOver,
aber wir tun dennoch so,
als sei die Pandemie vorbei und habe ihren Schrecken komplett verloren.
Wie gelingt das bei weiterhin ca. 300 Toten tgl. und Unzähligen,
die post Covid oder durch #LongCovid geschädigt werden?
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Die #Ampel signalisiert den Büger:innen von Beginn an mit ihrer Politik,
dass die Pandemie ( für Geimpfte ) vorbei ist und diese nehmen die Botschaft nach über 2, in vielerlei Hinsicht Kraft raubenden Jahren, dankbar an.
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Es gibt nur noch ein einziges Konzept zur Pandemieeindämmung, das heißt "Impfen" ( und durchseuchen ).
Ja es ist Fakt,
jede/r hat sofortigen Zugang zu einem Impfstoff nach Gusto, was ein großes Privileg ist.
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Die Kleinstkinder werden dabei zwar gerne ausgeblendet,
aber da stehen ja die pädiatrischen Fachgesellschaften parat und bestärken die Meinung, dass Covid19 in dieser Altersgruppe kein Thema sei.
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Überhaupt kann man den aktuellen Kurs nicht nur der Politik vorwerfen.
Expert:innen unterstützen, bzw. erdachten das derzeitige Vorgehen schließlich.
Und Expert:innen reden eben auch Long Covid klein.
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Und so gelingt es prima die Bevölkerung nicht in Rage zu versetzen.
Die Todesraten sind längst akzeptiert, werden bei den aktuellen Masseninfektionen sogar als Erfolg gefeiert.
Keine mobilen Kühleinheiten, keine RTW Schlangen vor den Kliniken.
Bestens.
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Und in der suggerierten Gewissheit, dass man 3fach geimpft sicher ist und auch bei Nicht C19 Erkrankungen auf höchstem Niveau versorgt wird,
weil das Gesundheitssystem nicht überlastet ist, sitzen die Risikogruppen nun zuhauf maskenlos in Restaurants und dinieren.
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Ein weiteres Signal jede Prävention individuell aufzugeben war die fatalistische Aussage, dass "ohnehin alle infiziert werden und die Menschen ohne Risikofaktoren das ruhig auch sollten", um die Grundimmunität in der Gesellschaft zu verbessern.
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"Superimmunität" wurde denen versprochen,
die in der Infektionslotterie kühn mitspielen möchten und eine "milde" Infektion obendrein.
Warum sich also noch schützen?
Warum andere schützen, wenn auch deren Risiko minimal ist und es im Notfall Medikamente und AK gibt?
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Zu diesen Botschaften kommt, dass Eltern von Kita und Schulkindern tgl. damit rechnen müssen, dass C19 sich seinen Weg über die Kinder in die Familie bahnt. Ich kann verstehen, dass man da irgendwann aufgibt und das scheinbar Unvermeidliche schnell hinter sich bringen will.
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Spekulationen darüber, dass es frisch geboostert ggf. besser sei sich zu infizieren, als zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die AK Titer abgesunken sind, machten auch hier die Runde.
Davon, dass es besser wäre sich gar nicht zu infizieren, spricht kaum noch wer.
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Immense Verstärker sind die zahlreichen,
medial stets überpräsenten Meinungsmacher:innen, die seit 2 Jahren nicht müde werden von einem Erreger gleich einer Grippe sprechen
und Eindämmung mit Totalitarismus gleichsetzen.
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Und in dieser Gemengelage,
in der selbst Mediziner:innen ungerührt ihr 2019er Dasein wiederbeleben
und an Unikliniken Long Covid als Psychosomatose diffamiert wird,
appelliert @Karl_Lauterbach an die Vernunft, warnt und bittet weiter umsichtig zu bleiben.
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Vergebens.
Es gelingt nicht mehr.
Diejenigen,die noch nie bereit waren Maßnahmen mitzutragen hetzen aufs Übelste weiter,
die Verharmloser treten ständig nach
und ehemals Vernünftige nehmen erschöpft aber dankbar die Erzählung auf, dass nun alles vorbei ist.
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Tja und die, die andere und sich weiterhin schützen wollen / müssen geraten Stück für Stück ins gesellschaftliche Abseits
und in Konflikte mit Familie, Freund:innen, in den Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz.
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Wenn es das Ziel war nach 2 Jahren Pandemie auf dem Rücken derer, die mittel- oder unmittelbar von Covid19 getroffen wurden und werden, die Gesellschaft zu versöhnen,
dann ging das leider gewaltig schief.
Die Gräben werden immer tiefer,
die Umsichtigen werden verhöhnt.
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Es stört einfach beim Laienschauspiel der gemimten Normalität, wenn man durch Menschen mit Maske daran erinnert wird, dass da ja etwas Unangenehmes schwelt und die Spaßbremsen,die ständig Einladungen ausschlagen verderben auch gerne die Laune.
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Der derzeitige Kurs kostet aber dummerweise nicht nur Freundschaften,
sondern weiterhin Leben, zig Lebensjahre, Lebensqualität, Gesundheit und letztlich sehr viel Geld auf kurze und lange Sicht gesehen,
was man sehen könnte, wenn man nur wollte.
18/18 #COVID19#CovidIsNotOver
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Völlig klar, dass die #Corona Pandemie weit über die Maskendeals von #Spahn hinaus riesige Löcher in die Rücklagen der GKV gerissen hat, aber warum gibt es keinen Aufschrei, dass wir uns jährlich zig Milliarden neue(!) und Folgekosten durch das Aufgeben jeglicher Prävention
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leisten. Ich habe die Tage einen Antrag für einen jungen Pat. mit #LongCovid für ein Amt geschrieben.
Die Ausdrucke über unzählige stationäre Aufenthalte und Facharztbesuche bevor die Diagnose gestellt war, hatten Dimensionen eines Buches. So irren halt sehr viele Menschen
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auf der Suche nach Hilfe bei ihren sie krank machenden Symptomen umher und natürlich sind das immense Kosten, die dabei bei jungen, vorher völlig Gesunden anfallen.
Von vermutlich durch Covid getriggerte Erkrankungen, die ebenfalls in nicht unerheblicher Zahl auftreten
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Gestern habe ich mehrfach versucht Worte für Sarah zu finden und keine gefunden. Als Teil dieses versagenden Systems habe ich mir im Angesicht von Sarahs tieftraurigem Krankheitsverlauf, den Unzählige erleiden, vorgenommen mich noch mehr anzustrengen und fortzubilden. 1/x
Dass Sie @Karl_Lauterbach einen solchen "Durchhalte Tweet", vermutlich in bester Absicht schreiben, zeigt leider, dass Sie keinerlei Ahnung haben, was Erkrankte tagtäglich erleiden müssen. Die unerträglichen Symptomen kennen Sie, aber haben Sie eine Vorstellung davon,
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wie demütigend Pat. mit #MECFS häufig auf der Suche nach Hilfe behandelt werden? Ich habe mittlerweile eine kleine Sammlung an Arztbriefen, die erahnen lassen, wie eine Konsultation abgelaufen ist, wenn der Brief schon derart ehrverletzend formuliert wurde.
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Die "Wir haben immer recht gehabt und wurden nie gehört" Fraktion, erkläre mir bitte einmal ganz praktisch, wie Focused Protection ohne breit verfügbare Masken, ohne Schnelltests, ohne Impfungen und mit PCR Test Laufzeiten von bis zu 36 Stunden besser hätte klappen können?
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#Corona hat in den Pflegeeinrichtungen gewütet und nicht nur dort.
Alles schon vergessen?
Auch den Zeitstrahl vergessen, in dem wirksame Tools erst peu a peu verfügbar waren?
Masken wurden erst Ende Dezember 2020 an Vulnerable abgegeben.
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Schnelltests für Laien wurden ab 2/2021 zugelassen.
Die Impfkampagne startete mit vereinzelten Impfungen am 26.12.2020.
Pflegeeinrichtungen und v. a. auch ambulante Pflegedienste waren suboptimal bis grottenschlecht mit PPA versorgt, genauso wie Praxen monatelang
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In meiner Verwandtschaft waren nun in den letzten 3 Wochen 7 (!) Personen in 5 verschiedenen Haushalten, in 3 verschiedenen Städten an #Covid19 erkrankt. 5 davon berufstätig. Alle mindestens eine Woche arbeitsunfähig.
2 Berufstätige hatten dieses Jahr schon das 2.Mal #Corona.
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Das muss man sich tatsächlich leisten können als Gesellschaft und offenbar können wir uns die hohen Krankenstände eben nicht leisten.
Die Antwort der Politik und von Funktionären aller Sparten lautet Beschimpfung der faulen Leute, Kürzung der Lohnfortzahlung, Teilzeit AU.
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Ernsthaft. Warum machen die Leute das mit?
Lassen sich durchseuchen und krank machen, im Krankheitsfall als Minderleistende verunglimpfen und akzeptieren nie dagewesene Einschnitte in den sozialen Sicherungssystemen.
Nie hätte ich für möglich gehalten, dass so ein mega Fail
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An alle
"Die sind nicht krank1!!11" KommentatorInnen:
Doch sind sie.
Ärztys sind nach 6 Jahren Studium plus FA Ausbildung durchaus befähigt das festzustellen.
Ihr solltet Euch nicht über die #COVID19 Durchseuchungsopfer aufregen, sondern über die politische Entscheidung dazu. 1/x
Im Resultat sind alle betroffen.
Stichworte hierzu sind Lage der Wirtschaft, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Diskussionen über Lohnfortzahlung, Streichen von Behandlungen bei Älteren oder nicht kurativ Behandelbaren usw.
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Egal wie jung und fit man ist, gesund und arbeitsfähig kann für ausnahmslos jede/n schnell vorbei sein. Und selbst wenn nur zeitlich begrenzt, führt es oft zu Brüchen in der Biographie, von denen sich Betroffene oft nie mehr vollständig erholen.
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Kaum steigen die #Corona Zahlen erneut an ist sie da die Kollaboration von Medien, ExpertInnen und Politik.
Der Tenor lautet #COVID19 ist harmlos, selbst für Vulnerable, denn die können sich schützen, Infektionen sind egal bis wünschenswert, die ITS nicht belastet.
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Kein Grund zur Sorge. Sie kennen das ja bereits aus den Jahren 2022 und 2023 usw. und so fort.
Eine KiÄ behauptet man sehe die Ungefährlichkeit von Covid19 für Kinder daran, dass es keinen Kinderimpfstoff mehr gäbe.
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Ein Allgemeinmediziner sieht seine Pat. außer Stande sich jahreszeitlich angemessen zu kleiden und darin ein Problem.
Eine Professorin für Krankenhaus hygiene erfindet ihren Job neu und empfiehlt die Verteilung von Covid19 auf der Arbeit, solange man noch hingehen kann.
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