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"Tanz den Mussolini" war in den 80ern eine an Camp und Detrournement selbst-geschulte Vorführung des Restnazismus in Deutschland. Der #Colston (siehe link und Foto) in GB setzt einiges in Gang, was das Konzept vom Counterdenkmal angeht
(). Es gibt
mehrere Linien der Möglichkeiten und Bedingungen dafür. Die ikonoklastische (bildzerstörerische) hatte in Bristol eine körperliche Komponente zur Prämisse.
Der Repräsentant des Kolonialismus in seiner zweiten Welle, gleichzeitig Push des frühen Kapitalismus, wurde als Standbild, so als wäre er wirklicher Körper, entfernt. Hier wurde nicht ein Symbol in einem aufgezeichneten Akt gelöscht, ein
"Text" wurde, folgt man post-strukturalistischen Ansätzen, umgeschrieben und das im Raum des Öffentlichen in Videokopien dieses Akts. Eine Performanz von Schreiben im Kommunikativen. Die Statue unten unter Wasser im Fluss ist jetzt das Denkmal im Kopf, die Videos der
nachvollziehbare Akt, der Sockel geöffnet für antirassistischen und antiherrschaftlichen Tanz. Das wäre eine Überleitung zur Chance auf eine andere Form des Schreibens von Geschichte. Der Raum der kapitalistischen Stadt selbst ist das Museum für jede Art Brechung
herrschaftlicher Historiographie (Geschichts-Schreibung) und Abschlag- und Abbruchmomente müssen nicht zur ultima ratio werden. Diese erzwingen "sich" dort, wo der laufende "Text" im Stadtgebilde oder auf dem Land (vergleichsweise wäre das so genannte Grüne Band auf der
ehemaligen Grenze zur "Zone" kritisierbar, da hier Natur zur "Heilung" von einer Diktatur apologetisch wurde) nicht der offenen demokratischen und sicher nicht anti-kapitalistischen Geschichtsschreibung zugeordnet werden können. Die lesbare Stadt ist nur sehr eingeschränkt
ein Gebilde der Handlung von Diskurs, denn sie unterliegt einem Denkmalschutz im Verhältniszwang für die Verwertung. Nur weil aus Fabriken Kulturzentren werden, wird der Tanz auf den Ruinen dort aufs Parkett verlagert. Die dritte Linie ist dann eine Schlußfolgerung. Das
Museum präserviert geschichtlich Dinge dann *für* den Diskurs an und mit diesen Artefakten, wenn diese der Repräsentantion entzogen wurden, wenn Repräsentanz endet, wenn es möglich wird, weiter im Widerspruch gegen Herrschaft "Mörder" auf den Fetisch zu schreiben (wie in
Brüssel auf Leopold II. aber noch nicht auf das Bayer-Zeichen in Leverkusen), der nur noch (alte Idee) entblößter Signifikant (Zeichensinnträger) dasteht, ersetzbar durch andere Signifikanten und ihre Vorstellungsbilder (Bedeutungen). Es reicht fürs Erste, bestimmbare
Provenienzen (Herkünfte, Sklavenhändler, Marken) zu attackieren. Danach wollen wir (wie immer die Frage "wer?") die Stadt als Unganze - nicht als Ganze, weil sie Verhältnis ist und keine feste Totalität - "schreiben".
Korrekt: Detournement. Bedeutungs-Umdrehung, Entwendung, Wendung, Remix, vor allem aber Ent-Wendung.
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