Die Regierung will vergangene #Femizide evaluieren, um die Tatabläufe besser zu verstehen. Das haben andere längst gemacht. Femizide haben - geographisch unabhängig - zwei große Gemeinsamkeiten: Sie passieren nicht plötzlich. Und sie folgen einem Muster. Thread (1/10)
Die britische Soziologin Jane Monckton-Smith (University of Gloucestershire), hat auf Basis von 372 Gewalttaten ein prototypischen Muster entwickelt. "Mich hat schockiert zu sehen, wie gezielt die Täter vorgegangen sind", sagt sie. (2/10)
Erste Stufe: "History": Der Täter war in früheren Beziehungen gewalttätig, kontrollsüchtig oder hat zuvor schon Frauen gestalkt. Vielleicht ist er schon durch Beziehungsgewalt aktenkundig (3/10)
Zweite Stufe: "Commitment whirlwind"
Der Täter drängt schon in den ersten Wochen/Monaten der Beziehung zu Liebesschwüren, will sofort zusammenziehen, heiraten oder Kinder kriegen. Sprachliches Besitzdenken: "Du gehörst mir" (4/10)
Dritte Stufe: "relationship proper"
Die Beziehung ist gefestigt, der Täter übt Zwangskontrolle aus. Die späteren Opfer werden aus ihren sozialen Bindungen gerissen. Große Eifersucht. Dieses Stadium kann Wochen oder Jahre dauern, bis der "Trigger" kommt. (5/10)
Vierte Stufe: "Trigger"
Eine Zäsur findet statt: Die Frau droht mit der Trennung oder trennt sich, es kann aber auch finanzieller Ruin sein, Schwangerschaft oder Krankheit, die zusätzliche Verantwortliche (Ärztinnen, Pfleger, etc.) in das Beziehungsgefüge bringen. (6/10)
Fünfte Stufe: "Escalation"
Der Täter versucht den Kontrollverlust durch noch engere Kontrolle wettzumachen. Erste Drohungen. Betteln. Weinen. Alles zusammen. Gewalt an Tieren. (7/10)
Sechste Stufe: "A change in thinking"
Der Täter beschließt, eine "Lösung" zu finden. Möglicherweise trennt er sich und beginnt mit einer anderen Frau Stufe 1. Möglicherweise dreht er in der (noch) bestehenden Partnerschaft auf Stufe 3 zurück. Oder er geht weiter. (8/10)
Stufe sieben: "Planning"
Der Täter plant die Tat, er recherchiert im Internet, isoliert das Opfer. Er besorgt sich eine Waffe. Notorische Gewalttäger können die einzelnen Phasen schnell durchlaufen. Es können aber auch Wochen zwischen "Trigger" und Tat vergehen. (9/10)
Heute hat Hygiene Austria alle Qualitätszertifikate ihrer FFP2-Maske online gestellt. Mehr als drei Monate hat das Unternehmen so getan, als habe es eine CE-Zertifizierung. Hatte es aber nicht. Ein Thread 1/9
Schutzmasken der Art FFP2 fallen EU-weit in die Kategorie "Persönliche Schutzausrüstung", Kategorie III, festgeschrieben in einem EU-Gesetz vom März 2016, der PSA-Verordnung. Sie müssen 94 Prozent der Schadstoffe und Aerosole aus der eingeatmeten Luft filtern. 2/9
Die Zertifizierung in der Kat. III erfolgt zweistufig. Zuerst wird das Baumuster auf verschiedene EU-Normen geprüft (Modul B), dann muss das zu zertifizierende Unternehmen beweisen, dass es dieses Baumuster in großer Stückzahl in derselben Qualität herstellen kann (Modul C2). 3/9
Die Sache mit dem Zug und den 24-Stunden-Pflegerinnen: Ein Thread.
Am Donnerstag verkündet Europaministerin Karoline Edtstadler, dass ab 2. Mai ein Nachtzug 24-Stunden-Pflegerinnen von Rumänien nach Österreich bringen würde. Nur: Die rumänische Regierung wusste davon nichts (1)
Das sagte der rumänische Transportminister Lucian Bode am Freitag: Offizielle Ansuchen hätten weder er noch das Innenministerium oder die Botschaft erhalten. Für den Zug braucht es ein Regierungsabkommen. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wurde in Rumänien der Notstand verhängt. (2)
K. Edtstadtler hatte sich erstaunt ob den Aussagen von Bode gezeigt, da Charterflüge mit rumänische Pflegerinnen ohne Abkommen ja gelandet seien. Charterflüge für Saisonarbeiter sind explizit aus dem Flugverbot in der Notverordnung ausgenommen, über Züge steht da nichts. (3)