Mit der pauschalen Ablehnung des Energieembargos stellt sich Deutschland wieder einmal ins Abseits. Die Ukraine und unsere ostmitteleuropäischen Partner machen Druck, Washington, London und Paris sind offenbar ebenfalls dafür.
Ganz rapide verliert Berlin wieder die Glaubwürdigkeit, die es durch die Scholz-Rede und die Wende bei Waffenlieferungen, SWIFT-Sanktionen und NS2 gewonnen hat.
Schlimmer noch: es schöpft noch immer nicht alle Mittel "short of war" aus, um Russlands Angriffs- und Eroberungskrieg entgegenzutreten -- denn darum geht es.
Wieder mal dominieren kurzfristige innenpolitische Sorgen über längerfristige strategische Erwägungen. Ein Sieg Russlands über die Ukraine hätte katastrophale Folgen für den Frieden in Europa über die Ukraine hinaus.
Von Ökonomen, Energieexperten und aus Brüssel hört man, dass ein Energieembargo schwierig aber verkraftbar wäre. Und eine große Mehrheit der Bevölkerung ist weiter als die Regierung: dafür in Anbetracht der Umstände.
Statt auf ganzer Linie zu blockieren, sollte Berlin vorangehen und intelligente Vorschläge machen: zum Beispiel schrittweise Eskalation eines Boykotts, geknüpft an Bedingungen.
Denn es geht um viel: "Im Kern geht es um die Frage, ob Macht das Recht brechen darf, ob wir es Putin gestatten, die Uhren zurückzudrehen in die Zeit der Großmächte des 19. Jahrhunderts, oder ob wir die Kraft aufbringen, Kriegstreibern wie Putin Grenzen zu setzen."
Und: "Mit dem Überfall auf die Ukraine will Putin nicht nur ein unabhängiges Land von der Weltkarte tilgen. Er zertrümmert die europäische Sicherheitsordnung, wie sie seit der Schlussakte von Helsinki fast ein halbes Jahrhundert Bestand hatte."
Ukraine's existence as a sovereign and independent state -- the outcome of 1991, when the Soviet Union fell apart.
Russia's further identity and character: a nation state that accepts to be limited by international borders (the outcome of 1991) -- or an empire that is using military power in order to gain territory and control about others?
Zelensky: "in the future Ukraine must have a collective security agreement with all its neighbors and with the participation of the world’s leading countries - the United States, France, Germany and Turkey"
Which obviously must be more than the Budapest Memorandum 1994 which was just a piece of paper. It can only work if these countries are actively involved in guaranteeing Ukraine's borders. At a minimum they must help Ukraine quickly build a strong military force.
Something they failed to do after 2015 because they were afraid of a Russian reaction -- yet this reaction was exactly what happened in 2022. It was Ukraine's military weakness that has encouraged Putin to wage war.
Yet every offer that leaves Ukraine without protection against Russia is just a demand for surrender.
Ukraine can be protected with substantial own forces (armed with the help of the west), through Nato membership or through Western troops guaranteeing Ukraine's borders (like Western Germany during the Cold war).
Many people are thinking about potential compromises leading to peace in Ukraine. Yet to understand what's at stake for Putin one must keep in mind that this war didn't start in 2022, it started in 2014. For Putin, destroying Ukraine's independence has become an obsession.
If it were just about Ukraine's status, a compromise would be at least thinkable. If Russia would feel threatened by Ukraine, there could be ways to deal with it.
Many people have picked up the arguments coming from the Kremlin, or think of Putin's war in terms of "realist" political logic. Yet this is misleading.
Kanzler Scholz nimmt "Energielieferungen" aus den Sanktionen heraus. Muss es aber um alles oder nichts gehen -- warum nicht Lieferungen wenigstens reduzieren, womöglich schrittweise, eskalierend? Wir leben doch im Zeitalter intelligenter Sanktionen -- bundeskanzler.de/bk-de/aktuelle…
Vor allen: Russland täglich horrende Summen zu überweisen, die die Kriegsmaschinerie am Laufen halten, kann nicht im deutschen Interesse sein.