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Hier etwas late to the party, aber hauptsache da. Masterarbeitet aktuell zu 🦠
Jan 15 6 tweets 2 min read
Da es gerade wieder oft um PCR-Testungen geht: wenn sich die „Test-Kapazitäten“ der „Volllast“ näheren oder „überlastet sind“, stehen dort übrigens ebenso überlastete Menschen dahinter wie überall sonst. Das klingt immer als wären schlicht die Plätze in Maschinen ausgereizt. Mir fiel schon öfter auf, dass Menschen gar keine konkrete Vorstellung haben, was in einer virologischen Diagnostik z.B. an einem Uniklinikum läuft. Klar, vieles läuft automatisiert (ausgebaut durch Pandemie), aber natürlich arbeiten Menschen für diese Testungen!
Jan 14 21 tweets 8 min read
Wieder einen Artikel gesehen, der ohne Einordnung über die fragwürdige Studie berichtet, die Aussagen zu Long COVID auf Nachweisbarkeit von Antikörpern stützte: deshalb ein paar (viele, ups) Worte ganz konkret zur veränderten Antikörperantwort bei #LongCovid bzw. #PostCovid 🧵 Vorab: einen solchen Thread kann man auch über weitere immunologische Unterschiede bei Betroffenen oder über neurologische (⬇️) oder zig andere Befunde. Um aber nicht in purer Informationsflut zu enden, hier Beispiele (natürlich unvollständig) spezifisch zum Antikörper-Aspekt: 1/
Jan 13 7 tweets 2 min read
Dass #falsebalance die emotionale Haltung mitlenkt, merke ich an mir selbst als Mini-Modellorganismus. Ich lese hier tolle Kommunikation mit riesiger Resonanz ➡️ Freude! Stolpere ich über EINEN Schwurbeltweet, werde ich frustriert. Und beide Gefühle nehmen gleichermaßen Raum ein. Und das, obwohl ich mich in einer wissenschaftlichen Bubble befinde und diese rein quantitativ viel präsenter ist - anders als beim Problem des medialen False Balancing. Auch wenn ich mir darüber bewusst bin, bestimmt es meine Gefühlswelt zur Gesamtsituation ebenbürtig mit.
Jan 9 18 tweets 6 min read
Was ist der Unterschied zwischen #LongCovid und dem Post-COVID-Syndrom? Wer sind die Betroffenen und wie viele sind es? Wieso sind Zahlen aus Prävalenzstudien mit Vorsicht zu genießen? Ein kleiner Überblick:
1/ Image Ganz prinzipiell: Die akute Phase von COVID-19 kann bis zu 4 Wochen bestehen. Long COVID beschreibt anhaltende Symptome >4 Wochen, vom Post-COVID-Syndrom wird ab 12 Wochen gesprochen. "Post-COVID" vermittelt gut, dass NACH der Infektion ein chron. Erkrankungsbild entsteht, 2/ Image
Jan 8 4 tweets 2 min read
Bin nicht sicher, was ich mit diesem kleinen wissenschaftsaffinen Account jemals bezwecken kann. Sicher bin ich aber, dass über Wissenschaft zu sprechen nicht in der Mehrheit denen überlassen werden sollte, die sie leugnen. Also schreibe ich hier eben Zeug hin. Yeah Wissenschaft! P.S. #impfenschützt
Jan 7 6 tweets 2 min read
Ich hielt kürzlich einen Vortrag zur Impfaufklärung. Seitdem erreichen mich wöchentlich Mails eines Zuhörers, mit Quellen abstruser Fake News und der Bitte um „wissenschaftliche Aufklärung“. Dieser Zuhörer ist promoviert, hochgebildet, aber fällt auf jede altbewährte Falle herein Na klar nehme ich mir jedes Mal die Zeit zu erklären, weshalb es jeweils fahrlässige Fehlinformationen sind und woran das erkennbar ist. Zuletzt ein offener Brief gegen die Impfpflicht, mit (surprise) Homburg in der Autorenliste. Es ist immer das gleiche und es macht mich müde.
Jan 5 14 tweets 4 min read
#Omikron kam, sah und besorgte.
Im Handumdrehen lieferte uns die Wissenschaft Daten, inwiefern die Impfung auch vor der neuen Variante schützen wird. Wie? Durch Neutralisationstests!
Aber was ist das eigentlich? 🧵 1/ Kurz und knapp: man infiziert im Labor Zellen in Anwesenheit von Antikörpern aus Blutseren von Geimpften und prüft, inwiefern sie die Infektion unterbinden können. Schwierig sich das vorzustellen? Wie genau läuft das denn ab? ⬇️ 2/