When it rains, it pours... am Montag hatte ich zunaechst ueber mein neues VAT Working Paper geschrieben, weil es Politikrelevanz hatte. Wie es aber die Zufaelligkeiten des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses so wollen, produziert man manchmal ueber lange Zeit gar kein Paper, und
dann kommen in einer Woche gleich zwei heraus. Hier ist uebrigens eine frei zugaengliche Version. Die Koautoren sind dieses Mal @CarstensenKai , Stefan Lautenbacher und Martin Schneider.
Worum geht es? In diesem Papier charakterisieren wir empirisch die subjektive Unsicherheitsbildung von Firmen. Wir verwenden dazu ziemlich neue Zusatzfragen, die das ifo uns in seinem normalen Konjunktursurvey zu stellen erlaubt. Und wir haben schon eine gute Zeitreihe davon.
Das heisst, wir koennen auch schon dynamische Betrachtungen machen. Der Titel sagt alles: Firmen, und zwar auch schon reife und aeltere Firmen, sind dann besonders unsicher, wenn sie sich in einer sich veraendernden Umwelt befinden.
Das gilt in verschiedenen Dimensionen: Firmen, die in einem besonders turbulenten Umfeld leben, sind besonders unsicher. Firmen, die tendenziell wachsen und schrumpfen, sind besonders unsicher. Deren Unsicherheit ist auch besonders volatil ueber die Zeit.
Grosse Firmen sind deutlich weniger unsicher als kleine Firmen, machen aber ingesamt genauso grosse Vorhersagefehler. In dieser Hinsicht ist die Unsicherheitsbildung grosser Firmen nicht rational.
In der Dynamik gilt: Firmen, denen es im vorherigen Quartal nicht so gut erging, sind heute besonders unsicher. Aber auch Firmen, denen es besonder gut erging (wenn hier der Effekt auf die Unsicherheit auch geringer ist). Es gibt also einen nicht-monotonen Effekt von Erfahrung
auf Unsicherheit. Was vielleicht besonders interessant ist: diese Unsicherheitsdynamik gilt, egal ob die vorherige Erfahrung vorhersehbar war oder nicht. Also, Unsicherheit resultiert nicht unbedingt aus Vorhersagefehlern, sondern aus schlechten Erfahrungen per se.
Was auch interessiert ist: in der Dynamik haben diese Firmen sehr rationale Unsicherheitsverlaeufe, in dem Sinne, dass ihre Unsicherheitsdynamik derjenigen entspricht, die auch ein Oekonometriker finden wuerde, wenn er GARCH-Prozesse auf den Firmendaten schaetzte.
Wir schliessen daraus, dass die Manager deutscher Firmen die Unsicherheitsdynamiken, in denen sie agieren, gut verstehen. Allerdings schauen im Durchschnitt grosse Firmen zu selbstbewusst in die Zukunft.
Subjektive Unsicherheit von Entscheidern auf der Firmenebene laesst sich messen. Sie hat reichhaltige Dynamiken. Und grosse Querschnittsheterogeneitaet. Unser Papier ist eines des ersten, die diese Aspekte der Oekonomik von Firmen empirisch erfasst und dokumentiert.
Interesting video (and I realize this is not a representative poll). According to these four moms: it was not the CRT debate or the DC Congress mess. It was two things that made them vote for Biden in 2020 and for Youngkin in the VA election now: cnn.com/videos/politic…
1) the Dems being in league with the teachers unions and school boards - which were and still are indeed tone-deaf towards the concerns of parents and the needs of students. I can
confirm that for Ann Arbor as well.
2) The arrogance and dismissive tone by Democratic politicians towards their concerns.
Die Reaktionen vieler deutscher Twitterer (vor allem von Links) auf die US Diskussion um Bidens Infrastruktur- und Sozialpaket zeigen eine mangelnde Unterscheidung von Politics und Policy.
Man hört da immer wieder Argumente wie “Das ist doch gar nicht so extrem links”; “Das ist doch eine sinnvolle Politik”. Wie können die moderaten Dems nur dagegen sein, die müssen doch korrupt sein?
“Das” bezieht sich hier auf das Sozialpaket, Build Back Better. Das ist Argumentation auf der Policy Ebene, die ich zT teile.
Erstaunliches ist passiert in den USA letzte Nacht. Es wurde - endlich - ein billionenschweres Infrastrukturpaket (1,2 Billionen Dollar) verabschiedet im Repräsentantenhaus (der Senat war schon lange fertig damit), was aber nur möglich war, weil 13 Republikaner dafür stimmten,
denn sechs sogenannte progressive Abgeordnete der Demokraten (darunter die scheinbar so populäre AOC) verweigerten ihre Stimmen. Ich hoffe deren WählerInnen werden es sich das nächste Mal genauer überlegen. Es war eine beispiellose politische Geiselnahme in Tateinheit mit
politischer Brandstiftung, die hier von den Linken erfolgte. Gott sei Dank hat die Mitte (und Bipartisanship, selten genug) am Ende gewonnen, denn in der Substanz sind diese Infrastrukturinvestitionen historisch und dringend nötig, und sie werden einen Unterschied machen.
dynamics of forecast errors. We use high-quality German firm survey data from @ifo_Institut to do this. Results: (1) firms in turbulent environments and on non-zero trends tend to be more uncertain, as are smaller firms. (2) Firms on positive growth trends and large firms are
less uncertain than they should be, given the forecast errors they make. (3) There is substantial subjective both cross-sectional and time-series heteroskedasticity in the data. (4) Firms with bad AND good experiences in the recent past are more uncertain, more so with bad
Wie wirkte die temporaere MWST Senkung im zweiten Halbjahr 2020, als Teil des WUMMS Pakets der damaligen Grossen Koalition? Antwort: sie stimulierte den Konsum in Deutschland um etwa 34 Milliarden Euro. Ein Thread:
Der Thread basiert auf dem heute veroeffentlichten NBER working paper "A Temporary VAT Cut as Unconventional Fiscal Policy":
Reinhoeren. Es geht dieses Mal um Einiges. Wir reden ueber Inflation und wo wir uns in den Teams persistent versus transitorisch positionieren. Wir reden auch ueber den Zusammenhang von Staatsverschuldung und Inflation, ...