Der designierte Innenminister der ÖVP, Gerhard Karner, betreibt als Bürgermeister von Texing ein Museum für den Austrofaschisten Engelbert Dollfuß, der die Demokratie ausschaltete und 1934 auf Gemeindebauten und Arbeiter:innen schießen ließ. (1/4)
Das Museum wird mit den Mitteln der Gemeinde erhalten, der Karner vorsteht und der, wenn es nach der ÖVP geht, bald die Kontrolle über Polizei und zentrale Geheimdienste der Republik übernehmen soll. (2/4)
Auf dem Museum ist eine Steintafel angebracht auf der steht: „Gewidmet dem großen Bundeskanzler und Erneuerer Österreichs“. Auch innerhalb des Museums findet keinerlei kritische Kontextualisierung, sondern Heldenverehrung statt. progress-online.at/artikel/engelb… (3/4)
Ein Innenminister mit einem unklaren Verhältnis zum Austrofaschismus ist untragbar. @vanderbellen muss von Karner daher mindestens eine klare Distanzierung von Dollfuß und dem Austrofaschismus verlangen und andernfalls von einer Angelobung absehen. (4/4)
Und hier @F_Wenninger der Leiter des Institutes für historische Sozialforschung zum Dollfuß-Museum in Texing:
Tanja Malle (@scharlatanja) dokumentiert hier einen Besuch der @zeitonline im Dollfuß-Museum und im Folgetweet eine ausgiebige wissenschaftliche Kritik des Museums, das dazu einlade als Pilgerstätte für Dollfuß genützt zu werden.
Wow, @Lara__Hagen hat die Sache nun in einem tollen Beitrag aufgegriffen.

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