Hier ein sehr ausführlicher Artikel zum ersten Jahr der Amtszeit von #JoeBiden und wie es weitergehen könnte von @watson_de mit langen O-Tönen von @ardenthistorian und mir. Leseempfehlung. @ardenthistorian und ich sind in vielem uneins, wie man sich denken kann, außer in
unserer Einschätzung der Dramatik der Lage was die Demokratie in den USA angeht (Anmerkung: wir wurden nicht zusammen interviewt, wussten nicht einmal, dass der andere interviewt wurde, es gab also kein Streitgespräch; obwohl das auch mal höchst interessant wäre).
@ardenthistorian sieht die Hauptschuld bei den Republikanern und wenig bei #JoeBiden selbst. Dem ist natürlich für die große Frage der Demokratiegefaehrdung zuzustimmen. Ich betone dagegen auch die vielen eigenen taktischen und strategischen Fehler der Demokraten.
Es nützt ja nichts, das Blatt zu beklagen das man hat, sondern was man daraus macht. Da scheinen vllt unsere unterschiedlichen Perspektiven als Ökonom (Optimierung unter Beschränkungen) versus Historikerin durch.
Ich bin dagegen eher bei Zentristen wie @mattyglesias dessen Artikel hier ich gestern erst (also nach dem Interview) gesehen hatte:
Er zeigt hier sehr schön, wie man doch taktisch und strategisch klug bipartisan Politik zumindest versuchen kann, die auch den (wenigen) Trumpskeptischen Republikanern im Senat nützten könnte. Ob das reichen würde? Vielleicht nicht, aber wenn nicht, ist es ohnehin zu spät.
Dann wird bald Finsternis regieren im Land des Beacon on the Hill.
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Habe viel gutes Feedback bekommen, was mich sehr gefreut hat. Danke auch an @siedenbiedel fuer das Interview. Einen Punkt wollte ich aber noch loswerden, fuer den im Print kein Platz mehr war. Von einem oekonomisch-analytischen Standpunkt ist er eigentlich der wichtigste. 🧵
Es ist wirklich wichtig, dass man eine genaue strukturelle Analyse der Inflation macht. Uebrigens auch dann, wenn es sich gar nicht um einen Index handelte, denn es gilt ja fuer Oekonomen der alte Grundsatz: never reason from a price change alone.
Wenn es einfacher waere, dann brauchten wir ja gar keine Zentralbank, sondern dann reichte ein Automaton, der Zinsen automatisch dann erhoeht, wenn der HPVI sich um was immer die vorgegebene Zielmarke ist erhoeht.
Reflecting on our findings from last lecture about a current income change, I mentioned that quantitative versions of our simple model often lead to too much consumption smoothing relative to the data.
That's why the literature has developed two strands of research: 1) Credit markets are in reality not as perfect as we have them in the simple baseline model (we will look at this case soon). 2) Households are not as sophisticated in using credit/financial markets to smooth their
consumption as we assume in the baseline model - that is the financial literacy literature (which we will not talk about in this class).
Today we discovered a potential problem with nominal GDP computation: the yardstick is prices and these prices may not exist (government revenue), may be "bad" ( e.g., monopoly) prices, or may change over time.
In particular, the latter effect potentially obfuscates nominal GDP increases between two time periods because we don't know whether the actual pie increased or simply the yardstick, the prices, changed.
I showed you an imperfect remedy to this problem by fixing a base-year price system that allows us to compute real GDP relative to a base year (using the price system from that base year).
Lecture II - Intermediate Macro: Today we learned how to compute GDP, three approaches: 1) value added approach; 2) expenditure approach; 3) income approach.
They follow from the three identities of national accounting: value of domestic production of final goods = value of expenditures on domestic final-use goods = income generated in domestic production of final goods.
It is not so important that they all deliver the same number but the way the get at GDP, the pie. The value added approach studies in which sectors (primary, secondary, tertiary, public) the pie is produced.
Nach meinem gestrigen Tweet hier muss ich wohl doch mal einen kleinen Erklaer🧵 ergaenzen, sonst denkt ihr, ich sei verrueckt und gar zum Trumpista geworden. Das Gegenteil ist der Fall. Nur: die Dems verspielen gerade die letzte Chance, fuerchte ich.
Beginnen wir mit diesem Tweet, dessen Likezahlen ueber 400 mich wieder mal an der oekonomischen Bildung der Massen verzweifeln lassen. Der Twitterer hier dachte, er setzt einen besonders cleveren Gotya-Tweet ab, offenbart hier aber lediglich seinen
eigenen oekonomischen Analphabetismus. Im linken Tweet ging es mir (und Krugman) darum, dass Preiskontrollen zur Inflationsbekaempfung kein gutes Mittel darstellen (das mag man in dem Tweet direkt nicht sehen, ist aber klar aus dem Kontext der damaligen Debatte).
Wir haben pro Jahr 2 bis 3 Mio. Fr. zur Verfügung für umgerechnet nicht ganz 15 Vollzeitstellen."
Es bleibt weiterhin unklar, ob es weitere unabhaengige Professorenstellen gibt wie in Zuerich die UBS Professoren.
"Müssen Forschungsschwerpunkte von der Stiftung gutgeheissen werden?
Die Stiftung ist gesetzlich dazu verpflichtet, zu überprüfen, ob wir den Stiftungszweck einhalten. Deshalb legen wir ihr das Arbeits- und Forschungsprogramm zur Genehmigung vor. "